Beiträge von Werner

    Hast Du schon unter Druckeigenschaften nachgesehen, wie die Druckqualität eingestellt ist? Für Frakturschriften ist eine hohe Qualität, also mindestens 300 dpi von Vorteil.

    Ich möchte den Dialog zum Thema „Seitenaufteilung“ bei der Verwendung von gebrochenen Schriften mit dem Papierformat der A-Reihe (ISO/DIN) wieder aufnehmen.


    Im alten Forum wurde dazu ausführliche und informative Beiträge zusammengetragen, die bei der typographischen Gestaltung eine große Hilfe waren. Deshalb sehe ich es als wichtig an, wieder zur einer solchen zusammenzustellen zu animieren!


    Freue mich schon auf viele Beiträge!


    Mit Gruß, Werner

    Da immer wieder die Frage nach dem Langen-s und Schluß-s gestellt wird wenn es um das Setzen von gebrochenen Schriften geht, fange ich hier mit dieses Thema an.


    Das Schluß-s, also das runde kleine "s", steht:


    1. als Wortschluß:


    • Was

    • luſtlos

    • das Haus

    • des Bundes

    • die Maus


    2. als Fugen-s in Zusammensetzung sonst selbständiger Teilwörter vor dem anschließend folgenden sonst selbständigen Teilwort:


    • Wachstube = Wachs-Tube

    • Wachſtube = Wach-Stube

    • dasſelbe - das-selbe

    • Wirtsſtube

    • Arbeitsamt

    • Liebesbrief

    • Deswegen

    • Geburtstag

    • Ausſicht


    3. als Fugen-s auch dann, wenn nach dem s eine mit einem Mitlaut beginnende Nachsilbe wie -lein, -chen, -mus u.ä. folgt:


    • Häuslein

    • Mäuschen

    • nachweisbar

    • Bistum

    • Wachstum

    • Realismus

    • Nachweislich

    • boshaft


    Mit diesem Grundwissen werden rund 97% aller s/ſ-Fälle erfaßt.


    Wichtig:
    für lateinisch ss steht bei den gebrochenen Schriften niemals ss!


    Kuss - Kuß, Wasser - Waſſer, Aussicht - Ausſicht


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