Beiträge von Polyklet

    Ich bin kein Kenner. Irrtum nicht ausgeschlossen.

    Hier ist die Umschrift des Dokumentes auf blauem Papier.

    „Sitzes“ scheint in Ordnung zu sein, da „genießen“ auch mit Genitiv möglich ist.

    „Ministerio“ (wenn von mir richtig gelesen) ist Dativ des lateinischen Wortes Ministerium.

    „licet“ ist lateinisch.


    Boston, Mass. Ver. St. v. Nordamerica, D ? 5 ? II ? 1856.

    Sr. königlichen Hoheit dem Großherzog von Baden und resp. Dem

    Allerhöchsten Ministerio des Inneren.

    Betrifft Gesuch des Michael Eichhorn

    von Heiligenzell, Oberamt Lahr, um Untersuchung

    seines Erbvermögens (in Händen des Bernhard Heller / Keller

    zu Heiligenzell) auf Grundlage der zwischen den

    Ver. St. von Nordamerika und dem Großh. Baden be-

    stehenden Verträge der ? gegenseitigen Erbschaft auslieferung.

    Durchlauchtigster Fürst und Allerh. Ministerium!

    Der unterzeichnete Michael Eichhorn geb. in Heiligen-

    zell, Oberamt Lahr im Großh. Baden, Sohn des Benedict Eichhorn

    und der Magdalena Seitel, nunmehr ansäßiger Bürger in

    Boston, Staat Massachusetts, in den Ver. St. von Nordamerica,

    im Jahre 1845 aus Baden auswandernd, überließ bei seiner

    Abreise das ihm von seinem … 1833 gestorbenen Vater zuge-

    fallene Vermögen (Erbschaft), bestehend in einem / seinem Haus und

    Grundstücken in Heiligenzell, dem Bernhard Heller, Bürger-

    meister in Heiligenzell, zur Verwaltung und (M. Eichhorn)

    übersandte dem benannten ? B. Heller eine ? unter ? Boston den

    30. October datirte Vollmacht zur Liquidation jenes von B. K.

    verwalteten Erbvermögens, nachdem M. Eichhorn er-

    fahren hatte, daß ? seine Mutter mit Tod abgegangen sei,

    welche in dem Hause des M. Eichhorn … eines ? lebens-

    länglichen Sitzes genoß. Der ungefähre Werth des Erbes von ?

    Michael Eichhorn betrug ungefähr 1000 Gulden; nämlich ?

    das Haus und einige Grundstücke; bald … erhält ? Michael

    Eichhorn durch einen angesehenen Bankier in Ulm ?

    und einen Advokaten daselbst den Nachweiß, daß

    sein Bevollmächtigter B. Keller / Heller seine Erbschafts-

    (verte ? … licet)


    An das Justiz

    Ministerium.

    Karlsruhe 1. März 1856.

    Auf Allerhöchsten Befehl.

    Ullmann.


    Gruß von Polyklet

    Liebe Amelie,


    Mir ist die spätere Schrift auch angenehmer.


    Die Schöpfer dieser Schrift haben sich eine Riesenarbeit gemacht.


    Aber ein Wermutstropfen ist dabei.

    In der Schrift „Kleist Prinz Wilhelm“ ist das kleine w nicht in Ordnung.

    Es entspricht nicht dem Original von Kleist und wohl auch nicht einer Musterschrift. Kann man überhaupt so schreiben?

    Mit dem kleinen v ist es ähnlich.


    Vielleicht sollte man das verbessern?


    Gruß von Polyklet

    Am 1. 10. 2018 setzte ich ein neues Thema : Kurrentschrift digitalisiert - Heinrich v. Kleist


    Natürlich gehört es zu „Schreibschriften Kurrent“.

    Da aber eine digitalisierte Kurrentschrift auch viele interessieren könnte, die sich mit Schreibschrift kaum beschäftigen, setzte ich es bei „Fraktur Digital“. Aber ist das in Ordnung?


    Wir haben nun drei Möglichkeiten.

    1. ein neuer Ordner „Schreibschrift digital“, da es auch „Fraktur Digital“ gibt. Das wäre wohl Unsinn, da manche Themen vielleicht Druckschrift und Schreibschrift gleichermaßen betreffen.

    2. den Ordner „Fraktur Digital“ in „Schrift digital“ oder so umbenennen. Das wäre wohl die beste Lösung.

    3. das Thema in den Ordner „Schreibschriften Kurrent“ verschieben. Der Ordner ist mit LABELS (z.B. „Entzifferung“) so übersichtlich, daß das Thema da gut aufgehoben wäre.


    Was meint der Administrator?

    Lieber Jürgen,

    Ich habe ergänzt, was ich konnte und außerdem deine Abschrift korrigiert. Irrtum meinerseits ist natürlich möglich.

    Gruß Polyklet


    Im Jahr Christi eintausendachthundert neun-

    zehn den ersten September wurde nach der in hiesiger

    Pfarrkirche und derer (?) zu Zwingenberg ordnungsmäßig

    geschehener Proclamation ehelig eingesegnet.

    Iohannes Göbel ehelig lediger Sohn des burgers / Burgers Iohann

    Georg Göbel zu Zwyngenberg alt 27 Jahr und Eva

    Kleinin / Kleinim, Tochter der Catharina Klein dahier alt 27 Jahr

    Zeugen waren

    1) Georg Dickler (?) Glöckner dahier

    2) Catharina Klein die Mutter der Braut.

    … gegenwärtiges Protocoll … der

    Zeit Pfarrer der die Copulation verrichtet hat,

    unterschrieben haben.

    Catharina Klein

    Georg Dickler (?)