Beiträge von a15n

    Ich hab da mal wieder ein schlecht lesbares Dokument:



    Ich lese bislang:

    ------------------------------------------

    Beurlaubt bis z 30t July

    muß sich in Minden stellen.

    Lamert(?)

    (.......?)


    66 (???) 22 Mai bis

    29 Septemb.

    -----------------------------------------


    Unter der Unterschrift ist vermutlich die Funktion des "Lamert", die ich nicht lesen kann und was die 66 mit dem Zeitraum Mai bis September zu tun hat, ist mir auch nicht klar.


    Der Text steht auf der Rückseite eines Gestellungsbefehls für den 22. Juli 1870 für die Landwehr. Wofür der Betreffende gebraucht wurde, kann ich leider auch nicht lesen:



    Ich lese da hinter "Beordert für:" nur "Bes. Bat." - das ergibt für mich keinen Sinn.



    Wer kann mir helfen? DANKE im Voraus!

    -andreas-

    Kann hier jemand Lesehilfe geben?

    Dieses Textframent stammt aus dem Kirchenbuch von Opherdicke, 1833, Sterbefälle.


    Ich lese:

    "Schwachsinniger, ver
    waister, unverheiratheter
    ?????ier Mensch bei Wortmann
    in Hengsen"


    Kann jemand das fehlende Wort mit Sinn füllen?

    ohne den geringsten

    Zeitverlust


    Ist das nicht ein "n" mit Abschwung?

    :huh: ja, da ist doch eins. :/

    Was mag einen Schreiber damals veranlasst haben, das "n" mal so und mal anders zu schreiben? Kennt das jemand aus anderen Texten?

    Sollte das die Lesung "Wagen" ändern, um die es mir eigentlich geht?
    Sollte das meine Einschätzung ändern, was die Anzahl der Schreiber angeht?
    :/

    Also ich sehe das "-en" hier dreimal, einmal als -sten, einmal als -schen und einmal als -ßen. Ein Frikativ ist zumindest involviert, auch wenn ich daraus tatsächlich keine Regel erkenne.

    Korrekt. Keins der "n" endet mit Abschwung. Und die Kombination "sen" gibt es nicht. Mehr hab ich nicht geschrieben.
    Im Übrigen wiederhole ich nochmal meine Vermutung vom Montag 13:10: die beiden Textstücke stammen nicht vom selben Schreiber. Schon die Verwendung von "Herdicke" und "Opherdicke" lässt das ja vermuten.

    Nein, das heruntergezogene "n" kommt im anderen Text gar nicht vor. Die Kombination "sen" gibt es auch nicht.


    Ihr könnt gern selber mal nachschauen - ich hab das Dokument mal kleingerechnet, jetzt passt es hier hin:
    (Das Transkript hierfür hab ich auch schon)


    Gute Frage! Die stelle ich mir auch.

    Im Zweifel ist eine unsichere Interpretation besser als keine. Der "Wagen" (und auch die Korrektur auf "diesen" beim ersten Wort) ist für mich ein wertvoller Beitrag.

    Es gibt im kompletten Dokument (das mit 1,5 MB leider etwas größer ist als die 0,5MB Beschränkung im Forum) schon ein Wort "Wagen" - im Vergleich sieht das deutlich anders aus:


    Das Dokument macht aber den Eindruck, als ob die beiden Textstücke nicht vom gleichen Schreiber stammen. Insofern ist das ein Beispiel von geringem Wert.

    Klingt gut und plausibel.


    Ich zögere nur bei der Endung 'n' von 'Wagen'.

    'Diesen' und 'Hengsen' haben deutlich sichtbar die gleiche Linienführung für den gleichen Buchstaben. Bei 'Wagen' wäre das (gleiche) End-n völlig anders notiert.

    Dieses Textstück stammt aus einem schriftlichen Auftrag aus dem Jahr 1759, im Umfeld des 7jähriges Krieges. Mir fehlt beim Lesen das zweite Wort der ersten Zeile:



    Mein Transkript (vom Rest):

    "Dieses .......
    muß Herdicke und
    Hengsen außthun"


    Herdicke (heute Opherdicke) und Hengsen sind benachbarte Dörfer (heute Ortsteile von Holzwickede), die mit diesem Schriftstück einen Auftrag zum Transport von Pferdefutter ("Fourage") bekommen haben, aber ihm nicht (rechtzeitig?) nachgekommen sind. Eine Aufstellung der durch den Ausfall entstandenen Kosten ist auch auf dem Auftrag vermerkt. Ob sich dieses Textstück auf den eigentlichen Auftrag oder die entstandenen Extrakosten bezieht, kann ich nicht sehen. Vielleicht würde hier das fehlende Wort helfen.


    Die Seiten des vollständigen Dokuments sind leider zu groß für den Upload hier, Interessenten kann ich gerne ein Digitalisat und Informationen über die Quelle zukommen lassen (andreas.heidemann(at)historischer-verein-holzwickede.de).

    Der folgende Kirchenbucheintrag macht mir Probleme:


    Ich lese in diesem Eintrag folgendes:

    Weiland

    Peter Boec

    ker, Kunst[?]

    [???]

    zu Dellwig


    Gerade der "spannende" Teil, die Berufsbezeichnung, erschließt sich mir nicht. Vielleicht könnt ihr helfen!

    Als Hilfestellung habe ich noch den Kontext dieses Eintrages mit weiteren Schrift-Eindrücken des Schreibers:

    Im Opherdicker Kirchenbuch von 1760 habe ich diesen Eintrag gefunden, der unverkennbar von "Frej Maurer[n]" handelt:


    Mein erster Versuch eines Transkripts endet leider, wo der lokale Bezug zu Opherdicke vermutlich auftaucht:


    d[en] 11 Nov. [1760] haben die Freij Maurer in ihrer Loge zu
    Braunschweig gefejert d Sieg Ihrer Maj. des Königs
    von Preußen, welcher durch [_?_] gloriosen [...]
    d. 3. Juni über die ...sche Armee in den Gegenden
    Torgau .........???


    Für mich wird die Schrift gegen Ende immer schlechter lesbar. Hat jemand bessere Übung als ich?
    Herzlichen Dank im Voraus!!


    Quelle: Archion, Westfälische Landeskirche, Kirchenkreis Unna, Opherdicke, Taufen 1749-1774 ...., Bild 12

    Auf der Rückseite des Dokuments befindet sich folgende Rechnung:


    Ich lese das als 30 + 15 + 7 _ 6 = 52 _ 6.


    Vermutlich wurden dort die 30 für den Wagen und die 22,5 für den Boten (15 + 7,5) zusammengerechnet. Damit ist klar, trotz unterschiedlich aussehender Währungsbezeichnungen handelt sich um die gleiche Rechenwährung.

    Ich vermute inzwischen Stüber zu 12 Pfennigen. Die sind für Westfalen für 1705 in einer Steuerliste verwendet und werden gut 50 Jahre später noch Bestand gehabt haben. Die Reform kam erst nach dem siebenjährigen Krieg.

    Silbergroschen klingt wirklich nach der besten Lesung. Auf der Rückseite des Dokuments ist noch eine Rechnung, die die beiden Zahlen zu 52 / 6 addiert. Das impliziert eine 12er-Teilung, es könnten also Silbergroschen zu je zwölf Pfennigen sein.

    Super!

    Es gibt nur eine Stelle, mit der ich nicht zufrieden sein kann, ich denke nicht, dass keiner 30 Mal ("30 x") bezahl worden ist, sondern es sich um ein Währungszeichen handelt. Was ist in Westfalen 1759 üblich gewesen - in der Größenordnung für das Bezahlen von Fuhrdiensten tauglich? Und wofür steht das "sbrt", das ja ebenfalls als Währungsangabe notiert ist?

    Hier nochmal die fraglichen Ausschnitte:

    1759-02-14 - Transport-Order - Währung.jpg "30 [?]"


    1759-02-14 - Transport-Order - Währung-sbrt.jpg "22 1/2 sbrt"

    HERZLICHEN DANK!
    Mit den richtigen Wörtern wird dann irgendwann eine Google-Suche fündig, und erbringt, dass es sich bei dem Eintrag nicht um ein Gerücht oder eine Horrorgeschichte handelt, sondern um einen Buchtitel:


    "Vernünftige und Christliche Gedancken Über die VAMPIRS oder Bluhtsaugende Todten, So unter den Türcken und auf den Gräntzen des Servien-Landes den lebenden Menschen und Viehe das Bluht aussaugen sollen[...]" Johann Christoph Harenberg, 1733.


    Zum Digitalisat (Transkript) geht es hier: "Vernünftige und Christliche Gedancken über die Vampirs ..."