Beiträge von Christine

    Kennt vielleicht jeder: Jemand sagt oder tut etwas dermaßen dämliches, dass man das Bedürfnis verspürt sich mit der Hand in das Gesicht zu fassen.
    Dieses Gesichtfassen, oder auch Vor-den-Kopf-Schlagen nennt der Engländer und Amerikaner "Facepalm".


    Heute habe ich eine gelungene Übersetzung dazu entdeckt:
    die "Fazialpalmierung".


    :)


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    Suche dringend "günstig" und "kostenlos". Wurden zuletzt zusammen mit "billig" und "umsonst" gesehen...


    Warum werden jetzt nur noch "billig" und "umsonst" verwendet. Ich möchte eigentlich weder billige Ware, noch etwas umsonst.
    Kann diese Wandlung nicht ganz nachvollziehen, denn die Bedeutungen sind doch ganz andere.

    Dank Niedriglöhnen verkommt der einst stolze Beruf des Briefträgers immer mehr; ich will ja nicht unken, aber der Niedergang der Briefzustellung ist m.E. Zeichen des bevorstehenden Untergangs der Briefkultur. In längstens 100 Jahren wird es keine (Brief-)Post mehr geben, weil diesen Dienst niemand mehr in Anspruch nimmt. Nachrichten kommen per Fernmeldeeinrichtung und zugestellt werden nur noch Warensendungen. "DE-mail" ist schon der richtige Ausdruck für "Entbriefpostung".


    Gruß,
    Rolf


    Bestes Beispiel ist der neue E-Post Brief der deutschen Post. Er soll die gleiche Rechtsgültigkeit haben, wie ein Papierbrief.

    Eigentlich dürfte ich es nicht weitersagen, aber dies ist ja kein öffentliches Forum und ich finde diese Hintergrundinformation recht witzig:


    Das "Rollout" ist die offizielle Bezeichnung für das Ersetzen alter Rechner gegen neue in einer Einrichtung unseres Staates.
    Sie ist (noch) besonders groß, bildet viele, junge Leute aus und die "festen" Angestellten sollen eine Vorbildfunktion erfüllen.


    Von wem ist hier die Rede? :)

    Ich muss immer sehr lachen, wenn ich diesen Kurzfilm mit Dieter Hallervorden sehe. Leider habe ich ihn noch nie am Stück gesehen bzw. finden können.
    Er zeigt sehr schön in seiner Übertreibung, dass einige englische Wörter vollkommen unsinnig und unpassend angewendet werden, wie auch im "richtigen" Leben.


    Ja, war leider schon weg. Und die Erika habe ich ebenfalls leider verpasst.
    Musste mir natürlich danach aus Frust drei antiquarische Bücher zum Thema Schrift kaufen ;)

    Ich würde z.B. gern Flugblätter für die Zielgruppe Jugendliche bis junge Erwachsene gestalten (natürlich nur in Abstimmung mit Euch oder Zuständigen). Über die Herstellung müsste ich mir dann noch Gedanken machen. Aber ich könnte vielleicht J.J. Augustin dafür begeistern. Oder wäre das keine gute Idee?


    Schade, dass im Norden kein Stand (oder noch keiner) geplant ist.

    Ich nehme auch an, dass es einfach falsch Informierte Menschen sind die so reagieren, bzw. (falsche) Informationen aufnehmen, ohne sich näher damit zu beschäftigen. Dazu sollte ich sagen, dass hauptsächlich Personen zwischen ungefähr 20 und 30 Jahren am heftigsten reagiert haben.
    Außerdem vermute ich, es hängt mit dem Kontext zusammen, in dem die Fraktur oder gebrochene Schrift verwendet wird. Denn wie Ihr schon gesagt habt scheinen die meisten kein Problem damit zu haben, wenn Fraktur auf Kleidung, oder über der Eingangstür eines Gasthauses genutzt wird. Und je ungewöhnlicher und seltener das Medium, desto ungewöhnlicher und "verdächtiger" kommt es vielleicht auch vielen vor. Und wahrscheinlich tun dann die rechtsextremen Skinheadgruppen, wie Graf Wronsky schon sagte, noch ihren Teil dazu, dass schnell ein falsches Bild entsteht.


    Was der Herr aus Österreich, mit dem Quadratbärtchen, sich dabei dachte als er die "Schwabacher Judenlettern" verboten hat, das wüsste ich auch gern. Meine Theorie dazu ist, dass er, da er ja ein großer Bewunderer des römischen Reiches und dessen Macht, so wie seiner Architektur (siehe Germania) war, deswegen auch eine Vorliebe für lateinische Schrift hatte und einen guten Vorwand suchte (der natürlich auch ins Gesamtbild passen sollte), um die Schrift abzuschaffen.

    Ich bitte um Verzeihung, aber ich musste diesen etwas älteren Beitrag einfach aufwärmen.


    Unsere kleine Stadt bietet leider nur die Post. Beim Versenden habe ich bis jetzt auch noch keine nennenswerten Probleme gehabt.
    Beim Empfang jedoch erhebliche. Das lag, oder liegt allerdings weniger an der Post an sich, sondern an unseren Zustellern.


    Ich zog damals in ein Zollhaus. Die Diensträume des Zolls grenzen im Untergeschoss an meine Wohnung, oben wohnt eine Familie. Wir haben also einen großen Briefkasten vorn am Haus für den Zoll, wo auch deren Eingang ist, und hinten am Haus zwei Briefschlitze neben den Eingängen zu den beiden Privatwohnungen.


    Frisch angekommen, klebte ich meinen Namen (da noch in Frakturschrift) in unübersehbarer Größe an den Briefschlitz. Der Zusteller schien besonders kreativ zu sein. Mal warf er die Gesamte Post für alle abwechselnd in einen der drei Einwürfe, mal war es bunt gemischt... jeder bekam irgendetwas - nur nie seine eigene Post.
    Als ich diese Lottofee dann mal erwischte, beschwerte er sich über meine unmögliche Schrift am Briefkasten, er könne das überhaupt nicht lesen, warum ich nicht ein Schild benutzen würde wie alle anderen, normalen (!) Menschen auch, wir wären hier ja schließlich nicht mehr im Dritten Reich ... blah, blah, blah.
    Ich habe dann trotzdem extra für diesen netten Schubladendenker ein Schild in Antiqua angebracht mit: "Hier nur Post für Christine ... einwerfen!". Klasse! das hat es dann erst einmal getan.


    Später dann häufte sich die Reklame, die uns zugeliefert wurde. Diese wurde dann zusammen mit den Briefen in einer handlich-festen Rolle in die Schlitze gestopft, so dass man sie ohne Zerren und Ziehen nicht mehr herausbekam. Oft zerissen dabei dann die Briefe - oder viel schlimmer - meine Büchersendungen bekamen Knicke!
    Ein nächstes Schild musste her - Nun klebte auf meinem Briefkasten (natürlich in Antiqua) Christine ... I Bitte keine Reklame und kostenlosen Zeitungen einwerfen!
    Das schien den guten Herrn so zu überfordern, dass er dann wieder Post vom Zoll und den Nachbarn von oben einwarf, zusammen mit der Reklame.
    Das Resultat war dann, dass die Post bei etwas stärkerem Wind (was bei uns hier sehr häufig vorkommt) herausgeweht wurde, und sich schön über den ganzen Hof verteilte. Manchmal zum Glück nur auf der Vortreppe - wenn es gerade so nass war, dass die Post dort kleben blieb.


    Ich war auch schon ein paar mal bei unserer Poststelle, bzw. dem kleinen Tresen, den man in den örtlichen Supermarkt eingebaut hat, und habe den netten Azubi hinter dem Postschalter, der sonst für das Auffüllen der Regale im Markt zuständig ist, gebeten er möge dem Zusteller doch bitte ausrichten, dass er auch die Schilder an den Briefkästen L. E. S. E. N., die Büchersendungen nicht stopfen, die Päckchen nicht vor der Tür abstellen soll, oder gar nicht erst klingeln und mir gleich eine Abholkarte einwirft, obwohl ich zu Hause bin. Hat leider alles nicht gefruchtet.


    Jetzt benutze ich die Paketstation, auch für meine Büchersendungen, damit meine Schätzchen heil und sicher ankommen, siedle die Post meiner Nachbarn in ihre eigenen Briefkästen um, werfe brav meinen ganzen Werbemüll ins Altpapier und töte den Briefträger mit Blicken.

    Ah, das verstehe ich.
    Da überlege ich gerade, wann ich angefangen habe jüngere Personen zu siezen. Ich weiß es aber leider nicht mehr.
    Wenn ich jüngere Personen sieze, versuche ich ihnen damit zu vermitteln, dass ich sie trotz des geringeren Alters respektiere und ich habe die Erfahrung gemacht, dass es die meisten freut und stolz macht, so eben gesiezt worden zu sein.
    Aber stimmt, bei Konzertbesuchen z.B. halte ich es auch anders, aber da versuche ich meistens eine direkte Anrede zu vermeiden.



    Den (neuen) Knigge habe ich mir noch nie durchgelesen; nachdem ich Knigges "Über den Umgang mit Menschen" gelesen hatte, war ich etwas enttäuscht als ich feststellte, dass aus diesem doch recht großartigen Werk mit der Zeit eine Sammlung von Benimmregeln gemacht worden ist.

    In anderen Beiträgen habe ich dieses Thema ansatzweise schon herausgelesen.


    Ich bin sehr geduldig und erkläre immer wieder gern, helfe
    beim Lesen usw. - was eben alles so anfallen kann, wenn der Gegenüber
    sich mit gebrochenen Schriften gar nicht auskennt.
    Viele freuen sich darüber, dass "jemand in meinem Alter so etwas weiß".


    Doch nicht selten gerate ich auch an Menschen, die meine Vorliebe, mein
    Bemühen scheinbar schon fast als persönlichen Angriff empfinden.


    Meine alte (nicht mehr vorhandene) Netzseite hatte an vielen Stellen
    Frakturschrift und hauptsächlich deutsche Begriffe, (alte Rezepte aus
    der Region, alte Monats- und Tagesnamen, Regionalgeschichte,
    antiquarische Bücher, Thema gebrochene Schriften ...)


    hier wurde ich oft per Epost beschimpft, ich sei doch wohl aus der
    "rechten Ecke", solche "Nazi Schriften" sollte man verbieten, ob ich
    denn ein Mitglied der NPD sei, was das überhaupt soll solche "Dinge"
    auch noch zu unterstützen, ich sei doch ein "ewig Gestriger" und sollte
    mich endlich damit abfinden, dass das Dritte Reich nicht mehr existiert,
    ich sei ein Verweigerer der modernen, multikulturellen Gesellschaft und
    und und.
    Manchmal beschränkte es sich auch auf einige Kraftausdrücke im Verbund mit Nazi.... irgendsoetwas.


    Auch im persönlichen Kontakt hatte ich ähnliche Erlebnisse, z.B. bei
    einem Vortrag über Schriften an einer Berufschule, aufgrund eines
    Bfds-Aufklebers am Auto, mit dem Zusteller wegen meines Adressaufklebers
    am Briefkasten...


    Ich möchte nicht weinerlich erscheinen, nur fragen, ob es mir da allein
    so geht, oder ob Ihr solche Begegnungen auch erlebt habt?



    Nachtrag:
    Auf einigen Netzseiten wird der BfdS als "tiefbraun" hingestellt, war das hier noch nie Thema?

    Da ich davon so begeistert war, hier noch ein mal die Empfehlung:


    Im Museum der Arbeit Hamburg gibt es eine Druckwerkstatt, die jeden Montag Tag der Offenen Tür hat, wo man gegen 5 Taler (Materialgebühr)
    seine eigenen Schriftstücke im Bleisatz setzen kann (oder Holzschnitt, Linoldruck etc.).


    Ein paar gebrochene Schriften (z.B. Münchner Fraktur) sind vorhanden.


    Museum der Arbeit — Wiesendamm 3 — 22305 Hamburg
    direkt am U-/S-Bahnhof Barmbek
    Tel: 040/428 133-0 — Fax: 040/428 133-330



    Offene Druckwerkstatt:
    Jeden Montag von 18.00 bis 21.00 Uhr
    Keine Anmeldung erforderlich


    Zusätzlich:
    Vorführungen im Ausstellungsbereich Grafisches Gewerbe
    Handsatz und Buchdruck: Di. bis So. von 14 - 15 Uhr
    Steindruck: Fr. 15 -16 Uhr, Sa. und So. 15 - 17 Uhr
    Die Arbeit an der Linotype-Setzmaschine: jeden Do. 14 - 16 Uhr


    Buchbindersprechstunde mit Reinhard Hauswirth
    Jeden Montag von 17-19 Uhr, außer an Feiertagen


    http://www.museum-der-arbeit.de

    Die Schrift sieht im Gesamtbild schön aus und lässt sich leicht lesen.


    Im Detail ist mir aufgefallen, dass bestimmte Buchstabenkombinationen etwas "zusammengesetzt" anmuten, was ich glaube, auf die Majuskeln zurückzuführen ist.


    Das eher wie eine Uniziale aussehende E, das große L und W passen sehr gut zu den Unterlängen vom kleinen h und s.


    Das große G z.B., das wieder eher nach Antiqua aussieht, lässt das Wort Großstadt so aussehen, als wäre "Gro" Antiqua, und "ßstadt" eine andere Schrift. Das gleiche fiel mit beim großen "B" auf.


    Noch stärker fällt es bei dem Wort "Fall" auf, da erscheint die F-Majuskel tatsächlich im Vergleich zum folgenden "all" einfach aus einer falschen Schrift gesetzt zu sein.



    Mein Vorschlag wäre, F, B und G noch leicht abzuwandeln. Vielleicht eine Rundung im F, oder eine leichte Unterlänge?



    Nachtrag:
    Beim Ansehen der Schrift auf der Quellwebseite ist mir das noch bei anderen Majuskeln aufgefallen, besonders bei der Andron Englisch.

    Der Haussekretär - Hilfs-, Formular u. Nachschlagebuch
    Verlagsdruckerei Merkur, Berlin - 1910


     [Blockierte Grafik: http://lh5.ggpht.com/_pVoruEwUiDg/TPDMRdUbFJI/AAAAAAAAAQw/Fot_oASK42M/s288/haussekretaer.jpg]


    "mit über 1000 Mustern praktischen Gebrauch und zur
    formvollendeten Anfertigung von Briefen, Vorlagen zu
    Geschäftsbriefen, Anleitung zum Rechnen mit ganzen, Bruch
    und Dezimalzahlen, Muster zu Karten, Kartenbriefen, Postkarten,Telegrammen"


    Auszug:




    In "Der Haussekretär" finden sich mehr als tausend Musterbriefe, passend zu jeder Gelegenheit.
    Z.B. Der Brief an den Vater aus der Fremde, Mahnungen an nicht zahlende Kunden, Bittbriefe an Amtspersonen, Glückwünsche an den
    Thronfolger, Liebesbriefe, Beileidsbekundungen, Schriftstücke an und von Fürsten, usw.


    Ein sehr schönes und nützliches Nachschlagewerk, übersichtlich sortiert und fast jede erdenkliche Situation ist enthalten. Ich greife oft darauf zurück, um Briefe an Rechtsanwälte, Behörden usw. zu verfassen.

    Oh die Erika ist ja toll, die werde ich mir merken.


    Zitat aus dem Angebot: "Natürlich wird niemand mehr ernsthafte Texte mit der Maschine schreiben wollen, aber theoretisch wäre es möglich."


    ;)