Beiträge von Beatrix

    Ich suche jemanden, der mich hin und wieder mit schwierigen Schriften unterstützen kann. Ich bekomme immer wieder Dokumente aus den klassischen Migrationsländern zur Übersetzung, diese datieren 19. Jhd. bis Mitte 20. Jhd. Natürlich gegen Bezahlung. Ein Beispiel des aktuellen Auftrags ist als Link beigefügt, ich habe vier Seiten davon und meine Schwierigkeiten damit. Wer hat Interesse? Schreibt mir bitte an matrix.osterkamp@gmx.de. Wenn diese Anfrage hier nicht erlaubt ist, Beitrag bitte einfach löschen.
    https://www.dropbox.com/s/7zc27tdgxpj8l8t/IMG_0175.jpg?dl=0

    Ich hatte vor einigen Jahren bereits Briefe von Russlanddeutschen aus der Kurrentschrift übertragen und mir nur gedacht, klar, die konnten ihre Kultur und Traditionen nicht mit kyrillischen Zeichen pflegen. Die jüngsten Briefe waren aus den 80er Jahren. Jetzt habe ich einen kanadischen Kontakt und zum ersten Mal von den Mennoniten gehört. Das ist eine Täufergemeinschaft ähnlich den Amishen und Hutterern. Sie sind aus Russland nach Kanada gekommen und sprechen eine Art Plattdeutsch. Ihre Predigten werden noch immer in der Kurrentschrift verfasst! Wollte ich euch nur erzählen, weil ich mich so darüber gefreut habe.

    Wer kann mir helfen? https://www.dropbox.com/s/qc1p…/M-3Front%26Back.pdf?dl=0
    Die Schrift ist schwer zu lesen oder eher unklar. Ich bin für jede Hilfe dankbar.


    Nachstehend was ich rausbekommen habe:

    Vorderseite (XXX = nicht entziffert)
    Herzlich danke ich dir für Lenchens Fotografie, habe mich sehr gefreut. Lieb wäre es mir gewesen, wenn du selbst damit gekommen wärst XXX
    es kann wirst kommen.

    Stellst du also durchaus XXX verlauten es XXX haben dann kannst du uns

    lieber XXX damit wir unser XXX brauchen

    3 Lehre schreiben wird und [lassen] diesen und du denkst, sprechen anders.
    Ernst Loll Karl Tante G.


    Rückseite: (Adresse ist klar)
    Nur liebe Tante nicht noch mal versuchen diesen einzuladen zum Weihnachtsfest oder schon jetzt dasselbe ist doch zum Reisen für dich das nicht kalt geworden ist. Ich habe diesmal vor XXX Weihnachten [hier/so] XXX

    Die Else kommt [da her]

    Herzliche Grüße und Küsse deine Nichte





    Liebe Kurrentschriftfreunde,


    hier noch ein Beispiel für eine schlechte Schrift, https://www.dropbox.com/s/57wlq9628zthyul/1.3.4.pdf?dl=0 die auf unzähligen dieser "Streifen" zu lesen ist, die er während seiner Haft verfasst hat. Gustl Malin war unglaublich: Er besuchte nur zwei Jahre die Schule und hat sich als Autodidakt zum anerkannten Geologen weiterentwickelt, der mit mehreren Universitäten in Kontakt war. Seine Ansichten wichen von denen der Fachwelt ab, sollten sich jedoch bewahrheiten. Daneben hat er über 3000 Eingaben für Leute geschrieben, die sich keinen Anwalt leisten konnten. 1942 wurde er wegen Landesverrat in München-Stadelheim hingerichtet, ein Prozess mit gekauften Zeugen. Schönschreiben war nicht seine Stärke, und so hat die Stadelheimer Zensur seinen ersten Brief an die Familie nicht passieren lassen. Die Häftlinge durften ohnehin nur alle 14 Tage Post empfangen oder wegschicken, bekamen dann aber Papier und Schreibzeug.

    Warum diese Streifen? Ein Grund könnte seine katastrophale wirtschaftliche Situation sein, ein anderer die Zensur in Feldkirch und Bregenz zu umgehen, wo er zuvor weggesperrt war (wer setzt schon diese ganzen Dinger zusammen?). Wir wissen es nicht.

    Ich finde diese Schriftstücke so unglaublich, ich wollte sie euch unbedingt zeigen - mit der Zustimmung der Enkelin von JAM.

    Hier mein Albtraum der Kurrent. Kann es jemand entziffern?
    Die zweite Seite ist leider verzerrt, hier Link zum Original, S. 7/8 https://www.dropbox.com/s/jpj0…tters%20combined.pdf?dl=0
    [crabbed] bedeutet, dass ich etwas nicht entziffern kann. Ich bin für jede Hilfe dankbar!
    Nachfolgend was ich rausbekommen habe:


    Ie. Exzellenz!

    Der erg. [crabbed] bestätigt den Empfang der port[crabbed] [Zuschuss] alle [crabbed]

    10 [crabbed] infolgedessen er sich sofort zu dem Herrn Fürsten Ptácek begebe, um mit demselben die Serowitzer

    Waldungen in Augenschein zu nehmen. Der erg. Ges. kam jedoch bald zur Überzeugung, dass eine oberflächliche

    Besichtigung dieser Waldungen absolut nicht zum gewünschten Ziele führen könne, nachdem dadurch der Wert des-

    selben nicht einmal annähernd festzustellen möglich ist. Da der effektive

    Wert dieser Waldungen bei eventuellem Kauf eine ziemlich bedeutende Rolle spielen würde, so freuet es den

    erg. Ges[crabbed] ganz un[crabbed]lich, wenigstens einen Teil der Serowitzer Waldungen der fachmännischen Seite

    [crabbed] seines Wertes schätzen zu lassen, für die [crabbed] Abwicklung des Gutskaufes von Wichtigkeit

    wäre.

    Der erg. Ges[crabbed] gestattet sich daher nochmals, Er. Exzellenz die Sache nahezu-

    legen, die in seiner ergebenst – Letztens vom 29. [Nov] vorgetragenen höfl. Bitte -

    dn [crabbed] zu [crabbed]: Er. Exzellenz möge gütigst gestatten, dass der Ges[crabbed]tigte auf seine Kosten [crabbed]

    den vierten Teil der Serowitzer Waldungen fachmännisch + unter Berücksichtigung des Herrn Fürsten Ptácek auf [crabbed] folgende schätzen lassen darf

    [crabbed] es einer Messung [crabbed] Schätzung der dort [crabbed] Ökonomie[crabbed] würde der erg. Ges.

    vollständig abzulehnen gewillt sein.

    Zum Schlusse erlaubt sich der erg. Ges. die höfliche Bemerkung, ob Er. Exzellenz

    bei Nennung des Verkaufspreises so [crabbed] F 400.000,-- bereits auf die das fremde [crabbed] [crabbed] [crabbed]

    dem ein Teil des Serowitzer Wald[crabbed] [crabbed] zum Opfer fiel Rücksicht genommen.

    Bez. Beza[crabbed]ung des Gutes bei evtl. Kaufe desselben würde der erg. Ges.[crabbed]

    die Hälfte des Kauf[crabbed] sofort bei Abschluss des Kauf-

    vertrages in bar, die andere Hälfte in zehn gleichen jährlichen Raten zuzüglich der 4 %igen Zinsen erbringen.

    Hallo,


    ich habe Briefe von Deutschrussen aus der Kurrentschrift übertragen. Klar, sie konnten ihre Kultur nur mit der ihnen geläufigen Kurrentschrift pflegen, das Kyrillische war dazu ungeeignet. Die Briefe stammen u. a. aus den 80er Jahren hier in D. Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

    Danke, Wolmers!


    Ich hätte noch einen: https://www.dropbox.com/s/l6rx…0p2/2nd%20letter.pdf?dl=0
    [...?] zu der Post
    Das man nit In Venedig handelen soll ado 1418

    Ist von dem gleichen Dokument, das - wie richtig vermutet - aus Nürnberg stammt, und zwar das Embargo König Siegmunds gegen Venedig betreffend. Ich würde euch auch gerne das Siegel zeigen, aber es ist hier besser zu sehen: http://www.stadtarchive-metrop…r-sigismund-wird-geboren/


    Nochmals herzlichen Dank!


    PS: Das Dokument habe ich aus Amerika bekommen.

    Liebe Experten,


    Beim prosaischen Text einer Partitur bin ich auf ein unbekanntes Zeichen gestoßen, es kommt zweimal vor und sieht für mich wie ot. aus. Hat jemand das schon einmal gesehen, und wofür steht es? Bin für jeden Hinweis dankbar.


    Sonnige Grüße, Beatrix


    Übertragung oberer Teil: wehe (oder wehn) ot.??? mit Beiden Säuseln
    Übetragung unterer Teil: Scheints ot.??? daß Erde Himmel,

    Dateien

    • Dok2.pdf

      (72,99 kB, 50 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    Hallo,
    brauche Hilfe beim Entziffern von Urkunden aus 1861, bin dankbar für jeden Hinweis. Der Autor liebt Abkürzungen.
    Im ersten Teil fehlt mir das letzte Wort, das erste ist (Kontext: wart hiesigen) Lithografen.
    Beim 2. Teil: (Kontext: dahin
    mitzu
    theilen, daß der Hamer früher) Tuchhändler (evtl. "war ein J."? Aber was bedeuten die letzten 4 Wörter oder Zeichen? Hat jemand eine Ahnung? Dann ist in der 2. Zeile das 2. Wort, dieses Zeichen kommt öfters vor, kennt das jemand? Im untersten Teil sehe ich in der 1. Zeile nur "als", die beiden anderen Wörter sind durchgestrichen. Ist das korrekt?
    In der 2. Zeile fehlt mir das vorletzte und in der dritten das 2. und 5. Wort. Kontext:
    Der
    Senat beauftragt E.
    de Chapeaurouge, als Patron d. Vorstadt St. Georg,
    1. Zeile: ? als ?
    2. Zeile: d. Abschrift d. Note d. Preuß
    3. Zeile: an ? u bare ?. d. d. 5. März -
    Weiterer Kontext: den
    angebl. in St. Georg wohnenden Carl Hamer bffd. zu geben ist, d. gewünschten Erkundigungen beziehen u. an E. Synd. Merck gelangen zu laßen.



    Wäre toll, wenn jemand helfen könnte.



    Verzweifelte Grüße, Beatrix

    Hallo,


    ich erfasse derzeit ein Buch in Fraktur, allerdings ohne literarischen Wert. Ich muss mich sehr an die Vorlage halten und habe als Font Typographer gewählt, wobei die lang-S alle mit Walbaum + 2 Größen mehr nachzurüsten sind. Sieht gut aus. Man kann das im Grunde mit jedem Text machen. Die Fonts habe ich mir hier heruntergeladen: http://www.schriftarten-fonts.de/search.html?q=Fraktur.
    Sicher geht's technisch auch einfacher, aber das ist meine Version für Word.


    Und ich hätte noch ein digitalisiertes Buch in Fraktur.


    Viele Grüße, Beatrix