Beiträge von Alter Fritz

    Angemeldet : Die Anschriften kann man im Moment mal sein lassen, wie sie wollen. Ich weiß noch gar nicht, ob diese Familie am Ende die sein wird, nach der ich für eine Bolivianerin mit österreichischen Wurzeln suche. Wenn es am Ende so sein sollte, gehe ich nochmals in die Details.


    Vielen Dank für die Hilfe!

    Herzlichen Dank, "Angemeldet"! Das hilft mir gut weiter, und den Himmelpfortgrund gibt es heute noch in Wien. Nachdem ich nun den Taufeintrag des Bräutigams in Lichtental gefunden habe, konkretisiert sich der Geburtsname der Mutter wohl doch eher zu Mistelberger - d'accord?


    Im Kirchenbuch der katholischen Gemeinde St. Florian Matzleinsdorf steht eine mich interessierende Heirat. Ich muss sagen, dass ich mit der an sich zügigen und sauberen Handschrift meine Probleme habe. Ich bin für jede Hilfe dankbar.


    Ich habe den Eintrag auf zwei vergrößerte Bilder verteilt, um die Lesbarkeit zu verbessern. Im Teil 1 geht es um den Bräutigam, im Teil 2 um die Braut.


    In Teil 1, Spalte 1 lese ich:

    6. 13. 20. July ??? pro??? + ?? ??? 27. July 845 copuliert (Rest ???)


    Spalte 2:

    Karl Helbinger, Zimmerpolier ?????? 22 in ????????, Sohn des Carl Helbinger, Zimmer??? u. d. Theresia geb. Mistelberger ?????


    Spalte 3:

    ???? 175 ???????????????


    Spalte Alters-Jahre:

    ? 26 29 März (1)820 ???????



    In Teil2, Spalte 1 lese ich:

    Karolina Kluber, Handarbeiterin ??? 49 geb. ?? Tochter des Ignaz Kluber, Baumwollfaktors u. d. ? Elisabeth geb. ??? ???


    Spalte 2:

    ???? 7 über ???? ???


    Alters-Jahre:

    ?? 30 13 August (1)815 ???


    Namen und Stand der Trauzeugen sind mir im Moment nicht so wichtig.


    Anmerkungen:

    ??? ???? ???? 27 July (1)845 z. 37340.


    Das kann ich zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht beantworten. Auf den mühseligen Weg durch das Kirchenbuch habe ich mich noch nicht begeben, er steht mir noch bevor. Die vorliegenden rund 770 Seiten müssen sozusagen mit der Hand am Arm durchsucht werden, da alle Familiennamen ohne Hervorhebung im Text stecken. Man kommt also nicht mit Überfliegen voran, wie in vielen anderen Kirchenbüchern, sondern man muss Eintrag für Eintrag angehen. Diese schöne Aufgabe hebe ich mir noch auf, bis alle anderen Quellen erschöpft sind und mir nichts sonst übrig bleibt.

    Nr. 1228


    Breslau, am 22. Mai 1908.


    Der Direktor der Hebammenlehranstalt hier zeigte an, daß von der ledigen Näherin Else Smekal, evangelischer Religion, wohnhaft in Breslau, Gräbschenerstraße 86, zu Breslau in obengenannter Anstalt am neunzehnten Mai des Jahres tausend neunhundert acht nachmittagas um fünfeinviertel Uhr ein Knabe geboren worden sei und daß das Kind die Vornamen Kurt Franz erhalten habe.


    17 Druckworte gestrichen.


    Der Standesbeamte. i.V. Meinertz


    Hat geheiratet Nr. 459/32 Bln.-Charlottenb. II



    Randvermerk:


    Breslau, den 10. April 1909.


    Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, der Persönlichkeit nach bekannt, der Arbeiter Friedrich Franz Gilke, wohnhaft in Berlin, Rüdersdorferstraße 58, evangelischer Religion, und erklärte, daß er seine Vaterschaft zu dem von der Else Smekal, die nach ihrer vorliegenden Geburtsurkunde jedoch "Elsa" mit Vornamen heißt, am 19. Mai geborenen, nebenstehend eingetragenen Kinde, Vornamens Kurt Franz, hiermit anerkennt und fügte behufs ehelicher Legitimation desselben hinzu, daß er am heutigen Tage im diesseitigen Standesamt ausweislich des Heiratsregisters No. 147, Jahrgang 1909, mit der Elsa Smekal die Ehe geschlossen habe.

    Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben.

    Franz Gilke

    Der Standesbeamte, i.V. Meinertz

    Heute brauche auch ich Hilfe beim Entziffern. Es geht um den Taufeintrag Nr. 40 aus dem Jahr 1856 im katholischen Kirchenbuch von Suchá nad Parnou in der Slowakei. Dort liest man, dass Maria Antonia (Helbingen), weiblich, eheliche Tochter, am 27. Juli 1856 geboren und am 28. Juli getauft wurde.


    Bei der Spalte der Eltern brauche ich Hilfe. Ich lese dort:

    "Helbingen Carolus

    et Birndl Christi-

    na con(?) Magister

    (?) (?)

    Rom: Catholicus ma-

    ritus, illa Lutherana Evangl."


    Den Wohnort lese ich als "Sruka No. 7", die Paten als

    "Müller Ignatius

    et Vaigl Antonia

    a con(?) Braxa-

    (?) Senken(?)

    Rom: Catholici"


    Nach dem Schnörkel des Pfarrers steht unter Bemerkungen nochmals, dass der Ehemann römisch-katholisch und die Ehefrau lutherisch-evangelisch war. Es fehlen mir die Wortteile oder Wörter, die durch Fragezeichen ersetzt sind.





    Den Beruf des verstorbenen Vaters von Johann Friedrich Haller unterschreibe ich mal noch nicht, "...wärters" sehe ich aber auch, notfalls auch noch "...anwärters". Das ist aber alles mehr oder weniger Herumraterei.


    Kommt die Kopie aus Archion.de? In diesem Fall könnte man vielleicht mit vergrößertem Ausschnitt und Helligkeits-/Kontrast-Fingerübungen noch etwas herauskitzeln. Ein moderner Scan scheint es jedenfalls nicht zu sein, eher eine schwierige Verfilmung aus den 1930er Jahren. Da ist dann manchmal nicht mehr herauszuholen als darin steckt.

    Ich stimme "Angemeldet" uneingeschränkt zu. Auch intensivstes Rätseln führt mich zu keinem anderen Ergebnis. Falls es sich wirklich um einen Übernamen handeln sollte, lässt sich dieser vielleicht in anderem Zusammenhang noch verifizieren. Über welche Zeitstellung reden wir? Spätes 18./frühes 19. Jahrhundert?

    Ich habe mal rasch im DWB der Gebrüder Grimm nachgeschaut. Dort wird unter sieben verschiedenen Bedeutungen für "Dest" (maskulin) aufgeführt:


    4. In Baiern und Östreich ist dest soviel als rob, bis zur robdicke eingesottenes von früchten, marmelade.


    Dazu passend gibt es auch destig als Adjektiv und Adverb: squalidus, intricatus und Squalide, confuse.

    Ich koche zwar viel und gern, kann aber zum "Dest" leider auch nichts aus eigenem Wissen beisteuern. Was mich an der Eigelb-Theorie ein wenig stört, ist die Mengenangabe "3 Sdl" auf Seite 127, zumal im Verhältnis zum danach aufgeführten "½ Sdl" Wasser. Bei Eidottern hätte nur eine Stückzahl Sinn.


    Gibt es schon eine Erklärung oder Theorie zu der Maßeinheit "Sdl"?


    Bei "prowiere" könnte ich mir vorstellen, dass es sich um das Probieren handelt, denn immerhin sollen nur ein paar Tropfen auf einen Zinnteller gegeben werden, der dann in etwas Kaltes gestellt wird. Vielleicht kann der Rest des hier nur unvollständigen Satzes Aufklärung geben.


    Bei "Borruß" muss ich passen, halte aber Borretsch von der Zutatenliste her für plausibel. Porree kommt m.E. weniger in Frage, da schon Zwiebeln im Spiel sind.


    Beim Schmalz plädiere ich auch für "geronnen", auch wenn es dort nicht buchstabengetreu so steht.


    Wenn das Kochbüchlein einmal komplett transkribiert sein sollte und eine kommerzielle Verwertung nicht geplant sein sollte, würde ich mich, wenn das geht, sehr für eine Kopie interessieren.

    Ich kann nur wenig zur Aufhellung beitragen, vor allem kaum Belegbares.


    Die Masse des Fraktursatzes wird schon vor hundert und mehr Jahren auf Linotype-Maschinen gesetzt worden sein. Es würde sich das "Überleben" dieser Schriften wohl auf die Messingmatrizen beschränken, die in den Druckereien wohl kaum jemand weggeworfen hat. Blei müsste man hierfür nicht aufheben.


    Was die Handsatzschriften für Überschriften und Akzidenzen angeht, so wird sicher nicht einheitlich verfahren worden sein. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Frakturschriften irgendwo im Keller gelagert worden sind, denn die hatten schließlich ja mal richtig Geld gekostet. Es mag natürlich auch Betriebe gegeben haben, deren Leitung so vom ewigen Fortbestand des Systems und seiner Weisheiten überzeugt war, dass man Schriften entsorgt hat.


    Dass es über die Behandlung der Bestände Vorschriften gegeben hätte, ist mir nicht bekannt. Bei der sehr kurzen Lebensdauer des Schriftenerlasses schätze ich seine Auswirkung auf die Bestände als eher gering ein.


    Die inländischen Schriftgießereien werden allerdings wohl kaum noch Schriften produziert haben, für die kein Bedarf mehr vorhanden war.

    Außerhalb des Themas mal eine Frage: Kann man in diesem Forum eigentlich auch für einzelne Themen, speziell jetzt "Euro-Banknoten", das Abonnenment löschen? Oder muss man alles, bei dem man auch einmal einen Beitrag eingestellt hat, bis zur bitteren Neige auskosten?