Beiträge von Michael_Nagel

    Korrekt. Keins der "n" endet mit Abschwung. Und die Kombination "sen" gibt es nicht. Mehr hab ich nicht geschrieben.
    Im Übrigen wiederhole ich nochmal meine Vermutung vom Montag 13:10: die beiden Textstücke stammen nicht vom selben Schreiber. Schon die Verwendung von "Herdicke" und "Opherdicke" lässt das ja vermuten.

    ohne den geringsten

    Zeitverlust


    Ist das nicht ein "n" mit Abschwung?

    Hfllo, hier meine Ergänzungen:


    [Seite 2]



    und Theresia Kainin Söldnerin zu unterm

    Kaistlberg?, ersten 3. Bey errichtung diess

    selbst zugegen, leztere aber in deren ab-

    wesenheit durch vorbemelte gwalthabend

    Vertretten worden, die auch de dato et grato

    zu cavirn Versprochen, Bekännen hiemit

    offent gegen widermäniglich, mit und in

    Kraft diess, das Wir auf absterben unserer

    Schwester und Schwägerin Anna Maria

    Holmerin Bürgerl. Leinweberin zu Blatling

    die inhalt Heuratsbriefs de dato 31. Aug.

    1790 zum Rükfahlgut bedungene 100 f.

    von Ihrem Eheman Vitus Holmer heut dato

    bar und ohne abgang erhalten zuhaben.

    Sag und zellen dahero unserm Schwager

    Veit Holmer, oder Wer immer hierummen quit-

    tirens nöthig ist, allerdings quit, frey, Miessig,

    ledig, und Los, also und dergestalten, das

    weder Wir noch iemand anderer von unsret-

    wegen diessfals zu Ewigen zeiten nichtes

    mehr zu suchen oder zufordern haben sollen,

    noch wollen, weder mit noch ohne Recht in

    keine Weeg, noch Weiß, wie es im̅er durch

    Menschen Sinn erdacht werden mag,

    massen Wir uns auf all weiterer anforderung,

    und in sonderheit der Exception non nume-

    ratae pecuniae gänzlichen begeben, worüber

    obrigkeitlich angelobt worden den 27.

    Dber? Ao. 1803.


    Zeugen


    Johan Scherzer Schneidermeister, und

    Hallo, Kurt,


    Hier meine Ergänzungen:


    Erstens Verspricht Hochzeiterin ihren an-

    gehenden Eheman an vorseyenden Hochzeit

    tag 200. f. bar zu einen wahren Heurat-

    gut, dan 1. zwyschläferig aufgerichtes Beth,

    Bethstad, und Kasten zur Ausfertigung

    zuezubringen, dagegen, und zu billigmäs-

    siger Vergleichung dessen thut Er Ihr

    Andertens seine mitls Kaufbriefs de dato

    1. July 1790. an sich gebracht sam̅entliches

    Anwesen samt Schuld und Gegenschulden

    dergestalten an und entgegen Verheuraten,

    das sie nach seinem absterben hievon einzig

    wahre Besitzerin seyn, und verbleiben solle,


    ---


    somit hierauf Ihr Heuratgut versichert

    wissen will, so ist wegen denenn

    Todfällen

    Dritens abgeschlossen worden, das,

    wan sich dieser bey Ihme ohne in dieser Ehe

    bey leben seyenden Kind anbegibt,

    mus sie seinem nächsten Befreunden

    zum Rückfallgut 200 f. bey wideru-

    migen Stands Veränderung, oder innern

    Jahr und Tag sicher bar hinaus bezalen.

    Ereignet sich aber der Todfall auf

    Seite Ihrer auf solche Weiß, hat Er Ihrer

    Muter, wan sie noch leben soll, auf obige

    Art 25. f. zu behändigen, in widerigen

    aber ihren übrig nächsten Befreunden

    nichtes hinauszugebenn. Wormit be-

    schlossen, und hierüber obrigkeitlich an-

    gelobt worden den 23. Aug. 1803.


    Heuratsgezeugen.


    Joseph Hörbäk bürgerlicher Zwyrössler,

    und Franz Siebaur Tagwercher bede zu

    Blätling auf seite seiner, und auf seite

    Ihrer Johan Staindl Miller, Johan Scherzer

    Schneidermeister, und Wolfgang Grill Schuch-

    macher sam̅entliche Burger zu ersagten

    Blätling.

    Erstlichen will ich den Gelt

    rest welchen ich Anno 78.

    vermueg Außzügs bin

    zuveraitten schuldig bliben

    Hiemit in meinen emPfang

    genohmen haben Benendt-

    lich Vier unddreissig Pfundt

    funff schilling acht Pfennig

    Hallo,


    Hier mal der Anfang:


    obrichkeitlich angelobt worden den 18 aug.

    Ao 1803


    Zeugen

    Wolfgang gril Schuchmacher, und Johan Mill-

    güsser Brodladens... bede bürger zu Blätling.


    (2. Heurathsbrief zu 200 f:


    In Nam̅en etc. : hat sich der Ehrbare Vitus Holmer

    verwittibt bürgerlicher Leinweber zu Blät-

    ling mit der Magdalena des Joseph Huber

    Söldner, und Fischers zu Steinkirchen seel.

    dan ...ra dessen Eheweib annoch am leben

    ehelich erzeigten Tochter unter Beistands

    leistung ihres Bruders Joseph Huber Söldner

    und Fischer zu gedachten Steinkirchen bis auf

    die Priesterliche Copulation in die Eheliche Ver-

    bündung eingelassen, und sind zwischen beden

    Brautpersonen nachstehende Heuratspakta

    abgemacht worden als


    ------

    P.S. Ergänzungen und Korrekturen sind willkommen

    ... jedoch vndt weilen

    die darbey verloffne Grosse Bossheith, das alter erfüllet, ...


    Link

    ... ex Jure Divino, Canonico, et Civili...


    ... außer das ich quo ad modum mortis darfir hielte, es

    solte ob lentitudinem (= Langsamkeit) des bads...


    ...

    welcher zum

    umschlingen wie ein Leuw usque ad ultimum habitum beraith

    ist, ...


    Link Leuw


    ... und gleichsamb ihrer ohnvermerkht

    das haubt abgeschlagen werden...



    ... weillen in disen gegen

    gott und den menschen atrocissimo Delicto einmahl nimmermehr

    ainig "bestendige" beßerungs hoffnung vorhanden...


    ... sondern die Recidiva

    aus des verfluchten gaists zuer continuierendem nachstreben über

    kurz, oder lang ohnfehlbahr zu befahren, ...


    ... da gar erwachsne personen sich etwan etlich iahr durch

    bestendigen harten Streit erwehret, ...


    ...

    so dan bey ainem noch solchen jungen kind,

    als die Delinquentin, und welhes uffzugebende Lediglaßung, ...

    Was ich abweichend lese:


    auch einist in einer mühlin große anzahl mäüß machen helffen,

    die den leithen die säckh vernagen, ...



    ... die 12. stueckh Vich mehren theil ihren kälber mit dißer salben

    gelähmt, vnndt dem so genannten kesellhanßen ein gaisst, dem

    beckher theiß kleiner genant dem alten zue Engelschwiß

    2 oder 3 kälber hingerichtet, ...


    ----


    ... daß ops in der bluest verdorben...


    S. unten ein Link zu Ops (Seite 249):


    Link Ops


    Betr. Blust:


    Link Blust

    Es war nur ein Vorschlag von mir. Für mich sieht der erste Buchstabe bei dem vermeintlichen John und der bei dem Trubel unterschiedlich aus. Kann mich natürlich irren, zumal ich kein Muttersprachler bin.


    Betr. anglo-amerikanisierter Namen : es könnte doch wohl vom Schreiber zum Schreiber variieren oder von der momentanen "Caprize" des jeweiligen Schreibers abhängen.

    Seite 1


    Wohl Edel. gestreng. Hochgelehrter

    Innsonders Hochgeehrter Herr p.


    Ich habe zwahr ermanglet, Ihro Hohfrst. gn. seines

    und meines gndigsten Fürsten und Herrn gndigsten Verlang. und

    Befelh gemeß durch gegenwertigen aignen, deme man des Lohns

    zue befridigen belieben wolle, umb die bewuste consilia naher

    Buohauw ahn Ihro Fürst. gnd. selbsten underthänigst zu schreiben,

    mit gewiser hoffnung erfolgender willföhrigkhaith, was aber

    aus ohnzweiffenlicher Caprize selbigen oberambtmans, der

    niemandt gehrn vil zu lieb thuet, ist in aine ohnverhoffte ab-

    schlag antworts, und zwahr gar ohngereimbtt, Indeme Ich

    solche consilia öffters selbst gelesen, und mich ainig darinnen contra

    co(mmun)ica(ti)o(n)e(m) begriffen, singular Bedenkhens niht zue erinneren

    wais, Erfolget, wolle mein Hochgeehrter Herr obgegenwert-

    igen zu Rückerwartenden Original Inschluß ohnschwer

    vernemmen, und seiner Höchsten Behör mit meiner under-

    thenigsten recommenda(ti)on und den anhang gehorsambst

    referiren, das mir diser ohnverhoffte erfolg sehr laidt

    seye, verbleibe aber in all andern noch gndigst gefallen

    zu allen underthenigsten Diensten Jeder Zeit so beraith allß

    schuldigst. Welchen noch nuhn dahin stehet, was mit dem

    verhafften Medlein disponiert werden wolle, ich wehre der

    ohnmasgeblichen gedanckhen, weilen die Boshait das alter

    bey ihro überflüßig erfillet, und ainige standhaffte Beß-

    erungs hoffnung nit vorhanden, das mit ihro, caeteris paribus,

    die jüngst angeditene execution von Rechts wegen gar wol

    vorgenommen werden kinde. Befilhe anbey was allerseits

    nehst göttlicher allmaht gottes und verharre


    Meines Hochgeehrten Herrn.

    Dienstberaithwülligster


    Heinrich Ludwig von Holzingen

    Seite 2


    weder mit elteren, pflegern noch anderen getreuen obsicht (=Aufsicht),

    und ufferzucht versehen worden, sondern sein brodt mit betlen im

    mießiggang, und solchem geföhrlichen Umbvagieren, warzue

    der teifel leichtlich den zugang hat, suchen mießte, gewis auch

    eruolgen, und mithin anstatt der durch erthailte genad ver-

    gebenlich gehofften emendation, das leste übel sowol wegen der

    seelen gefahr, als bekhanten unthaten der hexerey nur

    ärger werden würde. Allein demnach ich mich erinnere, das

    vor ohngefahr 15 oder 16 jahren ebenein solcher gantz gleicher

    casus mit zweyen minder iehrigen brueder und schwester bey

    dem firstl. stifft Buochau passiert, und aber uon lobl. dar

    iber consulierter Juridischen facultet Ingolstadt geschlossen,

    worden, das man solche kinder vor erlangter pubertet, umb

    desmitelst?, ob zue standhaffter beßerung gar kein hofnung

    und mitel mehr vorhanden sein möchten? zue erfahren, mit

    todts straff nicht exequieren solle, wessen mann gethan, und die

    selbe bis uff solhe zeit mit nicht geringen, vom stifft subminis-

    rierten Kosten in custodia gehalten, hernach aber wirkhlich durch

    das schwerdt hingerichtet hat; So stelle zu gnedigstem belieben, ob

    man ratione dises verzugs ad maiorum securitatem auch noch einiges

    Academisches guetachten ein zuhollen, oder zu ersparung der zeit und

    costen, wenigst gnedigst belieben möchte, bey firstl. stifft Buoch-

    hauw obgemeltes Ingolstadtisches consilium zuer information uff resti-

    tution abzufordern, dasselbe geg. dem proponierten casu zu halten,

    und zuerwögen, auch sich volglich pro re nata, und nach weiterem

    guetbefinden umb so vil besser darnach zurichten: welchen letsteren

    fahls mich underthenigst offeriere, auf weiters vernemmen, die nothurfft

    also balden nacher Buochauw zu iberschrieben, mit dem ersuchen, hoch be-

    sagt ihro hoch frstl. gnd. dise meine wenige und nur mit kurzem

    gnedigst begehrte ohnmasgebliche gedancken, negst meiner gehorsambsten

    recommedation, underthenigst zu refferiren.