Beiträge von Michael_Nagel

    Hallo,


    Ich lese es wie folgt:


    am 20 ten


    Boos Ferd. bgr.? (bürgerlicher) Bäkerm(eister?) s. Kind Anna, kath., 2 J. a. Stadt

    Nro. 103 an Gehirnhölen-Wassersucht D. Hallamitzschek


    Das B bei den Rufnamen und das in den Einträgen unterscheiden sich in der Schreibweise, s. z. B. das markierte Wort in dem Einrag vom 22ten (Beleuchtungsdiener).

    Dem Hochwürdigen in Gott Geistlich(en):

    Wohledl(en) und Hochgelehrdten Herrn,

    Herrn Augustino, der Lobwürdigen

    Cardthaußen AggsPach Praelaten p.

    Meinem Genedig(en) Hochgebiedendten

    Herrn


    ... Von dar nach AggsPach

    Praes: den 12. Febr. 1664

    Das gefertigte Verwesamt ist in der Lage neu eintret-

    ten wollenden Fuhrwerkslustigen das Erzfuhrwerk vom Präbichl

    bis St. Stefan mit oder ohne Ablagerung gegen den Preis von

    23. kr? oestr. Währg pr Bergzentner zu überlassen und ihnen

    Jahr für Jahr diesen Fuhrwerksverdienst zu garantiren, da

    jährlich bis 75000. Ztr. hieher zu verfrachten sein werden.

    Alle 4 Wochen erfolgt die baare Bezahlung gegen klas-

    senmäßig gestempelte Quittung, und haben die Präbichler

    Erzveckturanten im strengen Winter, wenn vom Präbichl kein

    Fuhrwerk mehr möglich, das Vorrecht bei der Verfrachtung der

    Erze vom Dollinger, Reitinger und Kulmberger Bergbau.

    Es hindert auch nicht solche Veckturanten einzutretten welche

    die Erze auf irgend einem Platze in Vordernberg per Schlitten stel-

    len und von dort per Achse hieher frachten wollen, und werden

    Ihnen in solchem Falle bis zur vollständigen Lieferung hieher

    angemessene Vorschüße auf den Theilverdienst verabfolgt.


    Kk Verwesamt St. Stefan am 29ten Oktober 1859.


    ---

    Vecturant m., lat. Kutscher, Fuhrmann; Vecturanz f., lat. Fuhrwesen, Wagenbeförderun

    Ich würde den Text so lesen:


    In Erwiederung der schätzbaren Requi-

    sition vom 13/19 Oktober l. J. Z. 497/5549 wird

    dienstfreundlich ersucht, dem hiesigen Juris-

    dizenten Johann Haderer, nachdem derselbe

    anno 828 geboren, folglich in der 1ten pflichti-

    gen Mil: (=Militär) Altersklasse sich befindet, und sei-

    ner Abwesenheit wegen ediktaliter zur Stel-

    lung vorgeladen ist, mit gebundener

    Marschroute zur Stellung am 30 Okto-

    ber l. J. ganz zuverlässig anher beför-

    dern lassen zu wollen.


    Mgt: Budweis am 20 Oktober 848

    Korrekt. Keins der "n" endet mit Abschwung. Und die Kombination "sen" gibt es nicht. Mehr hab ich nicht geschrieben.
    Im Übrigen wiederhole ich nochmal meine Vermutung vom Montag 13:10: die beiden Textstücke stammen nicht vom selben Schreiber. Schon die Verwendung von "Herdicke" und "Opherdicke" lässt das ja vermuten.

    ohne den geringsten

    Zeitverlust


    Ist das nicht ein "n" mit Abschwung?

    Hfllo, hier meine Ergänzungen:


    [Seite 2]



    und Theresia Kainin Söldnerin zu unterm

    Kaistlberg?, ersten 3. Bey errichtung diess

    selbst zugegen, leztere aber in deren ab-

    wesenheit durch vorbemelte gwalthabend

    Vertretten worden, die auch de dato et grato

    zu cavirn Versprochen, Bekännen hiemit

    offent gegen widermäniglich, mit und in

    Kraft diess, das Wir auf absterben unserer

    Schwester und Schwägerin Anna Maria

    Holmerin Bürgerl. Leinweberin zu Blatling

    die inhalt Heuratsbriefs de dato 31. Aug.

    1790 zum Rükfahlgut bedungene 100 f.

    von Ihrem Eheman Vitus Holmer heut dato

    bar und ohne abgang erhalten zuhaben.

    Sag und zellen dahero unserm Schwager

    Veit Holmer, oder Wer immer hierummen quit-

    tirens nöthig ist, allerdings quit, frey, Miessig,

    ledig, und Los, also und dergestalten, das

    weder Wir noch iemand anderer von unsret-

    wegen diessfals zu Ewigen zeiten nichtes

    mehr zu suchen oder zufordern haben sollen,

    noch wollen, weder mit noch ohne Recht in

    keine Weeg, noch Weiß, wie es im̅er durch

    Menschen Sinn erdacht werden mag,

    massen Wir uns auf all weiterer anforderung,

    und in sonderheit der Exception non nume-

    ratae pecuniae gänzlichen begeben, worüber

    obrigkeitlich angelobt worden den 27.

    Dber? Ao. 1803.


    Zeugen


    Johan Scherzer Schneidermeister, und

    Hallo, Kurt,


    Hier meine Ergänzungen:


    Erstens Verspricht Hochzeiterin ihren an-

    gehenden Eheman an vorseyenden Hochzeit

    tag 200. f. bar zu einen wahren Heurat-

    gut, dan 1. zwyschläferig aufgerichtes Beth,

    Bethstad, und Kasten zur Ausfertigung

    zuezubringen, dagegen, und zu billigmäs-

    siger Vergleichung dessen thut Er Ihr

    Andertens seine mitls Kaufbriefs de dato

    1. July 1790. an sich gebracht sam̅entliches

    Anwesen samt Schuld und Gegenschulden

    dergestalten an und entgegen Verheuraten,

    das sie nach seinem absterben hievon einzig

    wahre Besitzerin seyn, und verbleiben solle,


    ---


    somit hierauf Ihr Heuratgut versichert

    wissen will, so ist wegen denenn

    Todfällen

    Dritens abgeschlossen worden, das,

    wan sich dieser bey Ihme ohne in dieser Ehe

    bey leben seyenden Kind anbegibt,

    mus sie seinem nächsten Befreunden

    zum Rückfallgut 200 f. bey wideru-

    migen Stands Veränderung, oder innern

    Jahr und Tag sicher bar hinaus bezalen.

    Ereignet sich aber der Todfall auf

    Seite Ihrer auf solche Weiß, hat Er Ihrer

    Muter, wan sie noch leben soll, auf obige

    Art 25. f. zu behändigen, in widerigen

    aber ihren übrig nächsten Befreunden

    nichtes hinauszugebenn. Wormit be-

    schlossen, und hierüber obrigkeitlich an-

    gelobt worden den 23. Aug. 1803.


    Heuratsgezeugen.


    Joseph Hörbäk bürgerlicher Zwyrössler,

    und Franz Siebaur Tagwercher bede zu

    Blätling auf seite seiner, und auf seite

    Ihrer Johan Staindl Miller, Johan Scherzer

    Schneidermeister, und Wolfgang Grill Schuch-

    macher sam̅entliche Burger zu ersagten

    Blätling.

    Erstlichen will ich den Gelt

    rest welchen ich Anno 78.

    vermueg Außzügs bin

    zuveraitten schuldig bliben

    Hiemit in meinen emPfang

    genohmen haben Benendt-

    lich Vier unddreissig Pfundt

    funff schilling acht Pfennig

    Hallo,


    Hier mal der Anfang:


    obrichkeitlich angelobt worden den 18 aug.

    Ao 1803


    Zeugen

    Wolfgang gril Schuchmacher, und Johan Mill-

    güsser Brodladens... bede bürger zu Blätling.


    (2. Heurathsbrief zu 200 f:


    In Nam̅en etc. : hat sich der Ehrbare Vitus Holmer

    verwittibt bürgerlicher Leinweber zu Blät-

    ling mit der Magdalena des Joseph Huber

    Söldner, und Fischers zu Steinkirchen seel.

    dan ...ra dessen Eheweib annoch am leben

    ehelich erzeigten Tochter unter Beistands

    leistung ihres Bruders Joseph Huber Söldner

    und Fischer zu gedachten Steinkirchen bis auf

    die Priesterliche Copulation in die Eheliche Ver-

    bündung eingelassen, und sind zwischen beden

    Brautpersonen nachstehende Heuratspakta

    abgemacht worden als


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    P.S. Ergänzungen und Korrekturen sind willkommen