Beiträge von kottelettchen389

    Hallo alle,


    Frantz Steidls Kündigung scheint nicht sehr wohlwollend aufgenommen worden zu sein...

    Könnt ihr mir helfen, die wenigen Lücken in der Transkription zu füllen?




    Frantz Steidl 1ster Amtsschreiber der Herrschaft Fal-

    kenau [an der Eger] resigniert seinen Dienst.


    Allerdings hätten Sie besser gethan der bittersten

    Demuth erst etwas zu bemühigen, um auch eine Ihrem

    eigenen Stand? angemessenen Art, Ihren Posten nicht

    zu kündigen. – Ich halte das meiner ____ nicht noth-

    wendig auf eine solche Geschrift meine Handlungs-

    weise zu rechtfertigen. Übrigens? nehme ich

    Ihre Aufkündigung natürlich an, und Sie können

    in der gesetzlichen Frist austrotten?.

    Prag? den 5/1832

    C. P. Nostitz



    Edit: ein zweiter Eintrag für mehr Kontext. Frantz hat Steuergelder unterschlagen?


    Budislauer Verwalter Franz Steidl, um Nachsicht

    einiger Final-Ersätze, d_____: 12 April 1834.


    Da jeder Bedienstete gesetzlich verbunden ist, das ihm

    verantraute Geschäft mit Redlichkeit u. Treue zu ver-

    walten, so kann ich dem vorliegenden Gesuche um

    so weniger willfahren als derselbe in dem beim Tabo-

    rer __ Kreisamte aufgenommenen Protocolle selbst

    eingestanden hat, die fraglichen Taxen eingehoben,

    nicht verrechnet zu haben, was im schonendsten

    Falle den Ersatz dieser eingehobenen Taxen noth-

    wendig zur Folge hat, wobei es auch sein unab-

    änderliches Bewenden? erhält.

    Schloss Mieschitz am 12 April 1834.

    Nostitz.

    Hallo liebe Lesende,


    ich knoble an dieser schwer lesbaren Handschrift. Es handelt sich um Ausschnitte eines Tagebuches, das von Curts Mutter für ihn geführt wurde. Die Familie hat 1933 Berlin verlassen und ist nach Palästina gegangen. Ich wäre total dankbar, wenn jemand die Lücken füllen könnte, denn ich stoße an meine Grenzen.


    Liebe Grüße,
    Fabian



    1 ----

    Am 31.12.1932

    starb Curts geliebter

    Vater, plötzlich,

    infolge eines

    Herzschlages-

    Curt war gerade

    in einem Erholungs-

    heim im Riesen-

    gebirge, als man

    ihn von dort

    ______ musste.

    Ein einschneiden-

    der, schwerer

    Schicksalsschlag für

    meinen Jungen.


    Curt war mir in

    meiner schwersten

    Zeit sehr viel.

    ______



    2 ----

    Am 23.9.1933

    verließ Curt

    gemeinsam mit

    seiner Mutter

    u. Schwester seine

    Heimatstadt

    Berlin, erst

    ___ __ ____ ______,

    um von der Oma

    u. Onkel Delfried

    u. Tante Anny

    Abschied zu nehmen,

    dann über Paris.

    Marseille, mit

    der

    “Ce___”

    nach Palästina!




    3 ----

    13.10.1933

    Ankunft in Jaffa,

    nach guter

    Ueberfahrt.

    Erst 4 Wochen

    Hotel Talp___,

    dann 4 Wochen

    gemeinsam mit

    Helga – Kinderheim

    ________, Helga

    erkrankte an

    Diphterie, schwere

    Wochen, dann

    Jehuda – ________ –

    ___________ –

    ________street 11




    4 ----

    Die Konfirmation

    am Schabbat d. 2. Februar 1935

    durch Rabbiner Dr. Levy


    Gotteshaus: Heifetz-Saul[?]


    Curt sang und

    sagte sehr schön

    auf. Curts Oma

    kam ______

    nur __________

    ans _________,

    sie hatte sich im-

    mer gewünscht diesen

    Tag noch zu er-

    leben. Es war

    ihr vergönnt,

    es war eine

    schöne Familien-

    feier. ___ 45

    ______ und

    10 Tischgäste.

    Danke!! Ich hatte sogar die Google Bildersuche bemüht – leider erfolglos. Wieder was gelernt :)

    Edit: Ich bin mir allerdings immer noch nicht sicher, was das 'Ew.' am Anfang im Kombination mit dem 'etc.' bedeutet. Vielleicht:
    'Ehrenwerter [...]' wie in einer Anrede?
    Sorry falls das naive Fragen sind, aber ich habe null Erfahrung mit Texten aus dieser Zeit...

    Hallo zusammen,


    ich übersetze eine Rezension einer Bach'schen Sonate aus dem 'Musikalischen Almanach für Deutschland' in der Ausgabe von 1784 von Johann Nikolaus Forkel (https://de.wikisource.org/wiki…nach_f%C3%BCr_Deutschland). Dabei bin ich auf eine Abkürzung gestoßen, die ich nicht einordnen kann. Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen.


    So beginnt die Rezension. Es geht um die letzte Zeile:

    Ew. [?] verzeihen, das ich mit meiner Antwort [etwas später erscheine. Ich wollte ein paar Tage über den Inhalt nachdenken, ich hoffe, Sie verstehen das etc.]



    Am Ende erscheint dasselbe Symbol erneut:
    [Falls Sie Fragen haben oder Fehler entdecken, antworte ich gern darauf bla bla]. Ich verharre [?].


    Meine Vermutung war, dass es ein Kürzel des Autors J. N. Forkel ist, aber das ergibt irgendwie keinen Sinn...


    Vielen Dank im Voraus und herzliche Grüße aus Dresden,

    Fabian

    "Angemeldet", vielen Dank für deinen Beitrag, der auf mich sehr kompetent wirkt und deswegen sofort völlig überzeugt hat. :)
    Ja, "bei" ist hier schon von der Logik her die offensichtliche Wahl. Ich war mir aber unsicher, weil die Autorin auf den ~25 Seiten davor immer zweifelsfrei erkennen lassen hat, was sie meint.
    Ich selbst bin auf dem Gebiet auch noch ein ziemlicher Grünschnabel, darum bin ich für den Rat eines erfahrenen Schriftentzifferers sehr dankbar!
    Vielleicht melde ich mich ja bald wieder mit einer weiteren Frage, denn ich habe noch einige Dutzend Seiten vor mir...

    LG an alle und einen schönen Ostermontagabend,

    Fabian

    Hallo ihr Lieben,

    ich sitze an der Transkription eines Notizbuches (um 1910-1930) im kirchlichen Kontext. Die Autorin verwendet eine Abkürzung, die ich einfach nicht entziffern kann. Im betreffenden Absatz notiert sie etwas über einen Herrn v. Mackensen, der Armeemitglied war:


    "V. Mackensen XX Ueberreichung eines Geschenkes

    seiner Kameraden an Major Fritz v. Hennigs-Techlin

    XX s. (seinem) 50. Geburtstag. Das Sachsenroß (das Geschenk)

    versinnbildlichte den Kindern ihren (?) Vater,

    wie er mit hohem Kopf die Kleinigkeiten

    übersieht u. das Ziel im Auge behält."



    Es liegt für mich nahe, die Abkürzung in beiden Fällen mit "bei" zu transkribieren:

    "bei Ueberreichung" und "bei seinem Geburtstag". Aber ich werde trotzdem nicht schlau daraus. Weiß vielleicht jemand mehr dazu?


    Vielen Dank im Voraus für alle Vorschläge und Ideen und Grüße aus Dresden,


    Fabian

    Ja, natürlich! An die Option von Zahlen habe ich überhaupt nicht gedacht. Jetzt wo du es einmal gesagt hast, sehe ich es endlich. Normalerweise hat die Autorin solche Zusammensetzungen und auch Trennungen über das Zeilende sehr sauber geschrieben. Ich hätte eigentlich einen Bindestrich dazwischen gesucht. Vielleicht bin ich deshalb nicht drauf gekommen.
    Danke dir 1000-fältig für die Erleuchtung!!!

    Ich stürz mich dann mal auf den Rest.

    Man liest sich :)

    Liebe Transkriptionistengemeinde,

    ich brauche euren Hilfe. Ich transkribiere ein Notizbuch aus den Anfängen der 20er. Der Abschnitt dreht sich um den Sohn von Ferdinand von Lochow. Dieser Vater Ferdinand ist berühmt, weil er eine besondere Roggensorte gezüchtet hat. Das wird für den Leser kurz in einer Klammer erklärt. Die Verfasserin ist offenbar verwandt mit den von Lochows. Der sicher transkribierte Text lautet wie folgt:


    (ältester Sohn des berühmten Saatzüchters

    von Lochow-Petkus, der durch Verbesserung

    der Roggensaat unter woofältiger Mühe mit Hilfe

    seiner Familie Deutschlands Korn-Erträge so

    steigerte, daß der Krieg dadurch nicht zur Hungers-

    not wurde)


    Mir fehlt nur das markierte Wort in der Mitte. Sinn ergeben würde m.M.n. nur "sorgfältig", aber das kann ich da einfach nicht rauslesen. Was denkt ihr?


    Danke und liebe Grüße,

    Fabian


    P.S. Das ist mein erster Beitrag. Ich hoffe, ich hab alles richtig gemacht... :)