Beiträge von Angemeldet

    Wie ein "R" sieht mir das nach langer Betrachtung auch nicht mehr aus. Könnte, mit viel Fantasie, sogar ein großes "K" sein. Es kann jedenfalls kein Zufall sein, dass zweimal an der gleichen Stelle der Verbindungsstich zum Fuß des "R" fehlt. Mittlerweile bin ich mir nicht mal mehr sicher, dass das am Ende ein "c" ist, könnte auch ein "o" sein. Ich bin alle Varianten von Orten und Gütern durchgegangen, ohne Erfolg.


    Hier muss ich leider, wie so oft, aufgeben.

    Mhm...etwas anderes war mit dem zuerst vorliegenden Buchstabenmaterial aber nicht zu auszumiiteln. Wir haben es also mit einem vermutlich schwach geschriebenen "R" zu tun. Dann ändern wir den Namen erstmal auf Rorth. Rørth scheint übrigens ein gängiger dänischer Nachname zu sein.

    Gesetzt den Fall, dass das hier Kreis Schwetz heisst

    Ja, heißt es. Der noch unbekannte Ort war vermutlich keine eigene Gemeinde im Kreis. War es überhaupt ein Ort? Ich lese da nämlich Ronayc und das ist, zumindest laut Google, kein wirklicher Ortsname.

    Wir sind also aus Dänemark zurück und reisen nun durch Polen...


    Vater in Wusen verstorben, Mutter am Leben und dort wohnhaft


    dessen Ehefrau Anna geb. Piorth (möglich, eher Piortti)

    Vater verstorben in Neuenburg, Mutter am Leben und dortselbst wohnhaft

    Laut Duden: die Robot - Frondienst, Fronarbeit

    Oh, das war mir absolut nicht klar, für meine Quellen ein ganz und gar untypischer Begriff.

    Die Buchstaben "e r n" im Wort "Äkern" sind für mich gleich mit den "e r n" im Wort Bauern

    Klingt durchaus plausibel. Ich dachte an Buschwerk auf den Feldern, das ist in dieser Zeit häufig noch als eigenes Besitzstück aufgeführt. Das m sehe ich schon, das e wäre demnach lateinisch. Nicht selten kam es vor, dass die Grundherren und Eigenbauern hier Weidenbäume zu Ackerland umschlagen wollten, wodurch es mit den Anspännern und Hintersättlern zum Prozess kam, meist prokuriert durch das entsprechende Amt oder Patrimonialgericht.


    Aber auch der Bauer ist plausibel. Der Wechsel im Zuge der Dreifelder-Wirtschaft erscheint mir sinnvoll. Ich kenne Cambium vor allem als rechtsgeschichtlichen Begriff für den Wechsel von Geld (also das spätmittelalterliche Wechselgeschäft und die diversen Ausprägungen). Der Georges nennt auch Tausch als Bedeutung. Die Feldbebauung wurde hier, im ehemaligen Preußen, nicht jährlich durch Komissare untersucht, sondern seit dem 18. Jahrhundert mit systematischen Landmessungen in Diarien festgehalten. Da wa rtatsächlich haarklein aufgeführt, wer wann welches Stück im Winterfeld, welches im Sommerfeld bebaute und wer was zu Wiesen und Brache liegen ließ. Dadurch konnten die Triftwege für den genossenschaftlichen Viehschlag definiert werden, sodass sich kein Bauer beschweren musste,dass die Tiere seine Früchte niedertrampelten.

    Lieber Johann,


    ist Robott=Frohndienst?


    Zu # 2292A müsste ich es jetzt auch haben


    Das Cambium (der Wechsel, Vertauschung o.ä.) derer Hadbareischen Äkern und deren Bäumen/

    habe ich schon auch zu bewürken angefangen



    Nur schade, dass hier so gar keine Diskussion mehr entsteht, damit du am Ende alle Sätze verstehen kannst.

    # 2283

    Dann ich Speculire für dieses Jahr / Eine Robott (Rabatt?) zu ersparen, die mir das Holtz zum Kalch führen /wirdt.


    # 2284

    daß gnädigst anbefohlene küchel(iche) Mentsch, wirdt auch mein / Weib bis 1ten May aufzutreiben trachten.



    # 2285

    Indehm Sie bies / nun von der Colliburavitädt (???) keine dergleichen Consription er-/hielten,


    # 2286

    um wie hier/ also auch für Kobsdorff Jurium Director (?) sein können...


    Nr. 2292 und 2292A bislang gar nichts



    # 2294

    werden, zerschiedene Comedien gehabt, in dehme

    E. L. Stein oder E. B. Stein


    unwahrscheinlicher, aber auch möglich wären


    F. L. Stein, F. B. Stein und F. C. Stein

    Ein Gutsbesitzer aus Geshof (Geslah Gehof Gessah ???) schreibt hier der Kammer, dass er im Februar und August (18?)74 ein Gesuch eingereicht hat, damit die einen näher zu bestimmenden Beamten zulässt, dere seine Holzgerechtsame berichtigt. Der Gutsbesitzer bittet dafür um baldige Verfügung, weil der Schaden, den er bei der derzeitigen Anweisung [seines Holzdeputats] nimmt, enorm sei.


    Mir sieht es vom Schriftbild eher nach 19. Jahrhundert aus, da ich es aber nicht verorten kann, kann ich das Jahr nicht genau bestimmen. Bei dem Ort fehlen mir konrete Informationen. Die Seite selbst wird Teil eines Schriftverkehrs mit der Zivilverwaltung oder staatlichen Forstadministration sein, aus dem sich ableiten ließe, wo das Gut lag.

    # 2


    unterthäniges maturations-Gesuch

    an Seiten

    des Majors Dankwerth als Besitzers

    des Guths Egestorf


    die Holzberecht(igung)

    des Guthes Egestorfbetreffend


    # 1

    An K. Kammer

    Da Euer p p nicht geruhet

    haben, mich auf die untern

    10ten May v(origen) J(ahres) übergebene

    Vorstellung mit einer gnädigen Resolution zu

    versehen: so mache ich mir die Erlaubniß,

    um deren baldige Aus-

    fertigung hierdurch unter-

    thänig gehorsamst zu bit-

    ten. Der ich in tiefsten

    Respect bin


    Euer p.


    Erklärung erübrigt sich hier m.E.

    Ich würde hier in aequivalens oder aequivalent sagen. Ein anderers Wort gibt mein lateinischer Sprachschatz nicht her.


    # 2 Auszahl oder Auspahl - je nachdem was weniger Sinn macht. Im Übrigens kann ich mir nichts darunter vorstellen, dass man Pferde und Ochsen in den Kändel Kündel (?) geschirrt musste, wenn die Auszahl (?) nicht rechtzeitig kam. Kann leider bei dieser Passage überhaupt nicht konstruktives beisteuern.


    # die Maßeinheit würde aus dem Kontext eigentlich als Metze am meisten Sinn machen, die gängigste Maßeinheit für den Fruchtverkauf war aber der Scheffel.