Beiträge von Angemeldet

    "Befand sich bis ersten dMts.

    noch immer bei der kk. Finanz-

    wache u(nd) erhält in Folge

    seiner Enthebung die Wan-

    derbewilligung für sämt(liche)

    österreichische Kronländer..."


    dMts. (des Monat)s auf die Schnelle, für etwas anderes fehlt mir Vergleichsmaterial.

    Es unterstreichen mehrere Ausdrücke die antichristliche Ausrichtung dieses Spruchs, der wilde Wald als alttestamentarisches Symbol für die lauernde Gefahr (häufig in Gleichnissen mit Löwen zu finden), der Hahn, der kräht (ehe der Hahn dreimal kräht, wirst du mich verleugnen), das Kind, das nicht neugeboren wird (Anspielung auf die Wiedergeburt) Hier soll also also ein finsterer, gefährlicher Ort ohne Leben suggeriert werden, darunter dann noch das INRI (Jesus Nazarenus, Reks, Judiorum), da könnte Horwinde gut irgend irgendeine Zauberformel sein, vielleicht aus einer Naturreligion stammend. Aus meinem Germanisch-Wörterbuch habe ich zusammengesetzt das Wort Hurenwein herausbekommen, also irgendein Gebräu vielleicht, das dort im Wald hergestellt werden sollte.


    Allerdings ist Deutung Nr. 4 hier mein absoluter Favorit, besonders in Kombination mit dem Rest. Grammatisch natürlich auch eher abwegig.


    5. horowin ist übrigens althochdeutsch für Sumpf, sumpfig, wenn das nicht weiterhilft.

    6. Zudem, obwohl klar ein H voransteht, könnte man überlegen, ob das Wort irgendeine dialektale Form von Nordwind sein soll. Der kommt sehr oft in Dämonenbeschwörungen und Zauberformeln vor.

    In der Kategorie "Frakturschriften Allgemein", teilweise auch "Deutsche Sprache" finden sich zuweilen diverse Leseempfehlungen zu typographischen Atlanten, Schriftratgebern, online stehenden Schrifttafeln, Wörterbüchern, online angebotenenen Werken etc. Die Publikationen werden dort so, wie sie die Autoren im Netz oder in Einrichtungen finden eingetragen und besprochen, was es mitunter schwierig macht, ein pdf wiederzufinden, das vor Monaten oder Jahren eingetragen wurde und einem in einer bestimmten Situationen behilflich sein kann. Auch ist es für Threadbeitragende unhandlich, jedesmal die ganze Kategorie zu durchsuchen, um sich zu vergewissern, dass man hier nicht doppelt und dreifach auf ein Werk hinweist. Wäre es, allein für die Übersicht für neue Schriftinteressierte daher nicht sinnvoll, in der Kategorie "Verschiedenes" eine eigene Unterkategorie "Literaturempfehlungen" oder Literatur und Ratgeber" anzulegen, damit man leichter und übersichtlicher zu entsprechenden Informationen gelangt? Zudem könnten dann auch die Moderatoren mit angehefteten Threads Werbung für Ihre eigenen Veröffentlichungen machen, etwa die des BfDS oder die der Sütterlinstube Dresden.

    So viele Wilhelminen...aber immerhin klingt das schonmal plausibler, als meine Version, obwohl ich mich bei solchen Ungereimheiten oft frage, ob es so etwas wirklich in Kirchenbüchern oder Personenstandsverzeichnissen gab. Ich bin in meinen eigenen Forschungen schon Vielem begegnet, von häuslicher Gewalt bis zu Pädophilie, aber nie richtigem Inzest.


    Den Nachnamen würde ich Guskar lesen

    Das Gretchen war verstorben und zuletzt wohnhaft

    Ich weiß ja nicht, unter welchen Umständen das Autogramm entstanden ist, aber wenn ich mich in so eine lyrisch-pointierte Schriftstellerseele hineinversetzen müsste, der um eine paar Worte als Widmung gebeten wird, würde ich so etwas schreiben wie "Ich kann noch jedes Wort schreiben." Das ist jetzt keine Schriftinterpretation, obwohl mir der dritte "Buchstabe" eindeutig wie ein h vorkommt. Es würde nur irgendwie der Logik der Situation entsprechen.

    "Die Plinthe an der Ostseite ist ziemlich gut erhalten, weil sie dem Wellenschlage nicht so stark ausgesetzt ist. Der Pegel B steht etwas exponirt in einem Graben, welcher von ein-


    "... von dem pp Rengstorff gestellte Bedingung einzugehen. Bei der Zuverlässigkeit des pp Rengstorff glaube ich Ew. Excellenz um die Genehmigung dazu ehrerbietigst ersuchen zu dürfen."


    Ich muss sagen, dass ich für das Personen-pp (pro persona?) bis heute keine befriedigende "Übersetzung" gefunden habe. Es wurde hier auch schon in mehreren Threads behandelt (Beispiel), wobei ich die von Franz geäußerte Meinung auch vertreten würde, dass es ein verselbstständigtes perge perge ist, also im Sinne von "fahre fort", "Der Sinn ist klar" etc. pp

    Ich will hier gar keine Saarland-Witze bemühen...


    Aber ja, da steht Vater. Inzwischen scheint er sich aber ein kleines Grundstück gekauft zu haben. Wahrscheinlich war mit seiner Tochterfrau in der Wohnung nicht mehr genug Platz für die gemeinsamen Kinder.

    Tesseract 4.00 mit gewünschtem Sprachpaket installieren, neueste Version von Gimagereader aufspielen. Im Interface im Drop-Down-Menu "OCR mode" Plain text auswählen und in das "Sources"-Feld die gewünschte PDF-Datei ziehen. Wenn man dann auf den Knopf (Recognize...etc) drückt, öffent sich darunter ein Drop-Down-Menu in dem man das Feld "Multiple Pages" auswählen kann. Es öffnet sich darauf ein Dialogfenster, das fragt, welche Seiten erkannt werden sollen, auf welche Art und ob Quellordner und Namen vorangestellt werden sollen. Mit OK bestätigen und dann geht`s los.


    Nach Standardwert "Entire Page". liest er einfach die ganze Seite von links oben nach rechts unten runter. Ich wäre allerdings nicht so guter Dinge, dass das Ergebniss gleich beim ersten Mal verblüffend sein wird. Die Spaltenerkennung funktioniert immer noch nicht so super und immer wieder glypht der Ausgabetext einer Seite zum Ende aus, obwohl eine gleichmäßige Aufnahmequalität vorliegt. Das habe ich bei der scheibchenhaften Texterkennung seltener in dieser krassen Form (ist natürlich auch mühseliger). Mit AutoDetect kann man es zwar mal versuchen, aber, wie auch beim Text, gibt es hier schnell Probleme, etwa wenn Überschriften kommen oder Spalten nicht proportional über die Seite verteilt sind. Ach, und das Verfahren dauert eine Weile. Bei mir waren es jetzt testweise 4 :37 für 41 Seiten Fraktur.

    Vielleicht interessiert es den ein oder anderen, dass ein Großteil des Inventars bereits aufgeklärt werden konnte. Wie zu erwarten war, werden v.a. viele Tücher und Kleidungsstücke beschrieben, aber eben auch liturgische Gerät.


    Es geht jetzt hauptsächlich noch um das Wort auf S. 4 tasth, offenbar eine Abkürzung in Verbindung mit dem Korporale. Vielleicht hat jemand noch eine Idee.

    Das kann ich nicht beurteilen, weil ich den Rest des Buchs nicht kenne. Aber der Stempel hat mit der ausführenden Behörde nur mittelbar zu tun. Stempel waren in erster Linie Gebührensiegel, in zweiter Linie bekräftigten sie den Rechtsakt.

    (Teil-)nahme an unerlaubten Gesellen

    Verbindungen, Gesellen Gerichten

    Verrufserklärungen u. d. gl.

    Mißbräuche gegen die Landes-

    gesetze bekannt gemacht wurde,

    [...]

    bis Ende März 1840 sechs er- theilt.

    Hoc iat (?) Lichtenau in Mühlkreise am neunten Dezember 1840 fünf

    Wiegnnen (Wiegmann?)


    Wäre es möglich, hier das ganz Buch einzustellen?

    Ne, das ist echt nicht hilfreich und das ist auch keine Schrift, sondern Geschmiere.

    Ich bleibe bei "deuten" mit Tendenz zu allem anderen auch. Ernsthaft, das kann sogar etwas Abgekürztes sein.Vergleichsmaterial fehlt.


    Wer Textpaläographie betreiben will, kann sich ja mal sein Autogramm anschauen.