Beiträge von mingo28

    Grundlegend ist ja das Genter gut gemeint. Aber es ist viel zu weit über das Ziel hinausgeschossen worden und es treibt immer neue Blüten. Kein Ende ist in Sicht. Einem maskulinen Ausdruck wird mittlerweile versteckte Frauenfeindlichkeit und Sexismus unterstellt.


    Wenn ein (gemäßigtes) Genter zur Sprache der Beamten und Politiker werden würde, könnte man es ja noch akzeptieren.

    Aber es wird zunehmend den Menschen gegen ihren Willen auf aggresive Weise verordnet und aufgedrückt.

    Und wenn die Dudenredaktion, die aus meiner Sicht eine moralische Instanz der Sprache sein müßte, hier einknickt, wird es nicht mehr lange dauern und es wird in den Schulbüchern zur Normalität. Eine Sprache, die sich in Jahrhunderten entwickelt hat, erleidet einen unwiederbringlichen Schaden. Das müßte einen schon beunruhigen.

    Als ich heute morgen diese Meldung gelesen habe, hat es mir "glatt die Sprache verschlagen".


    Es gab ja einen ähnlichen Versuch in einer anderen Stadt (ich glaube ebenfalls im Norden); der aber meines Wissens nicht durchkam.

    Da hatte eben der gesunde Menschenverstand nochmal gesiegt.

    Wird irgendwann mal dieser beschlossene Unfug zurückgenommen oder werden jetzt andere Städte nachziehen, da sie meinen, korrekter als die Anderen sein zu müssen?


    Was die Stadt Hannover betrifft: Sie hat sich hierfür eine gute Anwartschaft als Sprachpanscher des Jahres 2019 geschaffen.


    Habe ich eine antiquierte Ansicht oder wie denkt Ihr darüber?


    Wie immer bin ich neugierig!

    Vielleicht bin ich ja ein Pedant.

    Aber ich verstehe nicht, dass immer wieder Fragen zur Entzifferung von Kurrentschrift unter "Frakturschriften allegemein" und nicht unter "Schreibschriften Kurrent" angebracht werden.


    Merke: Fraktur ist keine Schreibschrift und erst recht keine Kurrentschrift.


    Hallo Miteinander,

    erstmal muß ich Theo rechtgeben!

    Es werden Forenthemen oftmals in die falsche Kategorie gesetzt. Mitunter wird ein neues Thema in eine noch bestehendes Thema eröffnet.

    Ich selbst bin auch nicht ganz unschuldig. Wenn man in ein Forum eintritt, braucht man sicherlich eine Zeit, bevor man den Durchblick hat. In der ersten Zeit sind mir hierzu auch Fehler unterlaufen.

    Die neugestaltete Seite des BfdS finde ich ganz übersichtlich. Das Forum hat sich nicht wesentlich geändert, ich wage zu behaupten, daß es ebenfalls übersichtlich gestaltet ist.

    Ich stelle folgende Fragen in den Raum:

    Können falsch eingegeben Themen vom Moderator/den Moderatoren in die richtige Kategorie verschoben werden? Oder ist dies technisch nicht möglich.

    Müßte dann das Thema erst gelöscht werden und dann neu eingestellt werden?

    Danke schön.

    Hallo a15n,

    leider gibt es in dem Schriftstück kein vergleichbares großes A.

    Allerdings ist bei diesem Name kein kleines w, sondern ein kleines t zu erkennen. Wie konnte ich das übersehen?

    So gesehen, glaube ich, daß Artin dann doch der richtige Name ist. Den Name habe ich bis dato zum erstenmal gehört.

    Nochmals recht schönen Dank!

    Hallo,


    könntest Du das Schriftstück nochmal neu scannen? Man kann es nicht wirklich vergrößern und die Feinheiten des Schriftstücks bleiben auf der Strecke.

    Auf jeden Fall handelt es sich um einen Zahlungsbeleg.

    Das letzte Wort in der 1. Zeile "zahlte"

    Das 5. Wort in der 2. Zeile "Quittung".

    Bei einigen Worten bin ich mir nicht ganz sicher. Darum halte ich mich da noch zurück.

    Ich denke aber, daß hier, wie so oft, die Rechtschreibung nach Lust und Laune verwendet wurde.


    Ich ja gespannt, ob ich noch was rauskriege.

    Hallo Ejmi,

    ich versuche mich mal.

    Wie immer bitte ich alle Mitglieder um kritische Durchsicht!!!

    Bei den Namen bin ich mir nicht immer sicher!!!


    Deutsches Reich

    Bezirkshaupfmannstaft: Reichenberg. Landesgericht: Reichenberg.

    Diozöse: Leitmeritz. Vikariat: Friedland. Pfarre: Wetzwalde. N. Erh. 654.

      

                                                      Geburts- und Taufschein

    Laut hierämtlichen Geburts- und Taufbuch, Band XII Seite 306 wird hiermit amtlich

    bestätigt, daß in Wetzwalde, Gasse ---- Haus-Nr. 117.

    am 13. Oktober 5 h früh 1920 in Worten: eintausend neunhundertzwanzig

    geboren und am (Tag, Monat und Jahr) 17. Oktober 1920 in der

    Pfarr-Kirche zu Wetzwalde nach röhmisch-katholichen Ritus getauft worden ist.


    Name des Kindes: Anna Hermine Schwertner

    Religion: römisch-katholisch.

    Abstammung: unehelich Geschlecht: weiblich

    Mutter: Selma Berta Schwertner, röm. kathol., geboren in Ullersdorf Nr. 16

    am 25.7.1902, zuständig nach Wetzwalde, Tochter des Anton Schwertner, Fabrik-

    arbeiter in Wetzwalde Nr. 117 und der Anna geb. Rothsprack aus Ullersdorf.


    Taufender Priester: H. H. Pfarrer Franz Stief.

    Paten: Anna Bertwa, Fabrikarbeiter in Niederbernsdorf Nr. 121.

    Paul Schwertner, Fabrikarbeiter in Wetzwalde Nr. 117.

    Geburtsassistentin: Julia Krolopp aus Wetzwalde.


    Urkund dessen die eigenhändige Unterschrift und das Amtssiegel.

    Römisch-katholisches Pfarr-Amt Wetzwalde.

    am 6. Dezember 1938.

    Franz Stief, Pf.

    Seelsorger.


    Ich hoffe, daß Du, Ejmi, etwas damit weiterkommst.

    Leider kann ich nicht ins Tschechische oder Englische übersetzen, damit dieses Schriftstück verständlich wird.


    mingo28





    Hallo Frasch,

    wiedermal eine ganz ausgefallene Handschrift.

    Ich versuche mich mal, trotzdem bitte meine Übertragung kritisch überprüfen!

    Vorallem bei den Namen.

    Viel Spaß beim weiteren forschen und transkripieren.


    Nr. 217

    Werdau, am 10. Dezember 1917

    Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute,

    der Persönlichkeit nach

    bekannt,

    die Hebamme Marie Wallich,

    wohnhaft in Leubnitz,

    und zeigte an, daß

    in ihrem Beisein von der Emma Klara

    Schubert geborene Friedrich, Ehefrau

    des Technikers Erwin Magnus

    Schubert, beide evangelisch-

    lutherischer Religion, wohnhaft

    zu Werdau, Königstraße 13, daselbst

    am sechsten Dezember des Jahres

    tausend neunhundert siebzehn vormittags

    um ein viertelzwölf Uhr ein Knabe

    geboren worden sein und daß das Kind die Vornamen

    "Werner Siegfried Magnus"

    erhalten habe. 3 Druckworte geschrieben.

    Marie Wallich.

    Der Standesbeamte.

    In Vertretung Zöllner


    29./7.1941 (gefallen)

    Werdau Nr. 36 1941.

    Beim Gang durch meine Buchhandlung fiel mir ein Taschenbuch auf, auf der vorn Goethes Konterfei mit verzogenen Mundwinkel und grün angelaufenen Gesicht zu erkennen ist.

    "Wenn du mich frägst, macht das in keinster Weise Sinn!" von Andreas Hock. Wie der Untertitel gleich mitteilt: Von der deutschen Sprache ihrem Niedergang", wobei gleich das Thema klar ist.

    Den größten Raum des Büchleins nimmt die Sprachverwahrlosung der letzten Jahre durch Anglizismen ein, egal ob in der Werbung oder in den heute sich modern gebenden Unternehmungen. Dazu kommt die über das Ziel schießende Politische Korrektheit, der Verlust von sprachlichen Niveau und der flutende Email- und SMS-Verkehr.

    Alles in kurzen Kapiteln ganz unterhaltsam geschrieben. Insgesamt könnte man über vieles lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

    Ich selbst muß mich beim Lesen der Lektüre hier und da selbst "an die Nase fassen", da auch ich manchen Unfug aus der Computersprache mitunter verwende.


    Darüber hinaus ist Andreas Hock bereits Verfasser von mindestens drei weiteren Werken, die diese Thematik unter verschiedenen Aspekten betrachtet.

    Schaut einfach mal in die nächste Buchhandlung rein oder in die gute alte Bibliothek. Es lohnt sich!!!

    Hallo,

    hinter Friedrich Tillmann lese ich "aufgeboten". Das Ende des Wortes ist verkrichselt. Es ist auch möglich, das hier ein neues Wort beginnt und in der nächsten Zeile sich fortführt.

    Man vergleiche zumindest mit "aufgeboten" in der 2. Zeile.

    Wäre es möglich, das in der vierten Zeile "aus ehelicher Sohn" steht und dies eine sprachliche Abkürzung für "außerehelich" bedeutet?

    Hallo,

    die endgültige Lösung kann ich leider nicht bieten. Vermutlich wurde das Wort in latein geschrieben, wie man es oft bei der Verwendung von Fremdwörtern findet.

    Die beiden ersten Buchstaben sind i und n. Der 3. Buchstabe ist vermutlich ein a. (Ähnlich wurde das "a" bei dem Wort "aufgegangen" geschrieben.) Ab dann kann man nur rätseln. Der nächste Buchstabe müßte ein i sein. Das Lesen in einem Wort nur bei dieser meiner bisherigen Reihenfolge, ist aber ein Unding.

    Danach glaube ich ein lateinisches "d" zu erkennen. Den Rest wäre "ible". Alles in allem ergibt erstmal kein mir bekanntes Wort bzw. keinen Sinn.

    Inhaltlich sind die beiden genannten Personen "unpäßlich". Die Übersetzungen in andere Sprachen für dieses Wort wären "indisposizone" (italienisch), indisposed (englisch), indisposé (französisch). Möglich das so ein Fremdwort einfach nur falsch wiedergegeben wurde.

    Wäre noch interessant zu wissen, ob der Autor eine Fremdsprache sprechen konnte und er an andere Stelle Fremdwörter verwendet hat.

    Vielleicht liege ich aber mit meinen Gedanken völlig falsch.

    Hallo,

    ich kann nichts wirklich Neues beitragen. Möglich ist, da bei Spalte 3/4 das Wort "Haußstand steht", das bei Spalte 5/6 das "St" als Abkürzung für "Stand" ist. Das ist natürlich eine reine Vermutung.

    Insgesamt wird es sich um unterschiedliche soziale Gruppierungen innerhalb der Gemeinden/Städte, die hier im Kirchenbuch eingetragen sind.

    Würde es Sinn machen, mal eine halbe Seite dieses Kirchenbuches zu zeigen, damit man sich ein besseres Bild machen kann?

    Hallo Jörg,

    ich versuch mich mal:


    Tochter des verstorbenen Handelsmanns Konrad

    Belloff, zuletzt wohnhaft in Duisburg und der verstorbenen

    Ehefrau desselben Katharina, geborene Wolf, zuletzt wohnhaft zu

    Oberrad.


    Ich verstehe das so: Die beiden genannten Personen, Konrad und Katharina, sind die Eltern der hier nicht benannten Tochter.

    Handelsmann kann man sicher mit Händler gleichsetzen. Es muß nicht unbedingt gleich Kaufmann sein.

    Es gab mal eine Gemeinde Oberrad bei Frankfurt am Main, die ist aber heute eingemeindet. Wenn man bei der Schreibweise von Ortsnamen Schwierigkeiten hat, dann lohnt es sich immer mal die Wikipedia zu benutzten.


    Vielleicht hilft Dir das ja etwas weiter.

    Hallo Bernhard,

    wie so oft, findet man immer wieder Schriftstücke mit Mischung aus alter und neuer Schrift.

    Alt geschriebende Buchstaben wäre das "d" und das "r".

    Alle anderen Buchstaben sind in latein - somit lese ich "Madame Dufreme", wobei die letzten Buchstaben geschmiert sind.

    Hat noch jemand einen anderen Vorschlag?

    Herzlichst m.

    Hallo,

    ich probiers mal:


    An das löbliche Gemeinde Amt in

    Vordernberg


    Josef Mandel gegenwärtig als Postilion

    bei den hiesigen Postmeister in Dinnstedt

    hat in Jahre 1866 in der hiesigen

    Stadt eine Gastwirtschaft in der

    Pachtung gehabt und soll wegen der

    am 11 Februar und 8ten Mai 1866 abge

    haltenen Tanzmusiken einen Nach

    trags Stempel Gebühr laut der Verord-

    nung den RR Finanzbezirks-Direc-

    tion Bruck von 30 November 1867

    Zahl 8126 mit 2 (?) bezahlen

    Das löbliche Gemeinde Amt wird dienstlich

    ersucht diesen Betrag mit 2 (?) von

    Josef Mandl einzubringen und

    dieselben Portofrei anher zu übermachen.

    Gemeinde Amt Knittelfeld ??? 28 November 1868

    Der Bürgermeister


    Bei den Städtenamen bin ich mir auch nicht ganz sicher.

    Ich vermute bei der Strafe, daß hiermit 2 Gulden gemeint sind.


    Was meinen die Anderen dazu???

    Man könnte fast "Zuckerkr." lesen.

    Sind die Einträge in einer bunten Mischung aus Kurrent- und Lateinbuchstaben?

    Dann könnte man das vermeintliche "d" als "r" lesen.

    Dasselbe beim "k" - ich könnte dies als eine neuere oder eben eigenwillige Variante des Schreibers deuten.

    Hallo a15n,

    eine wirkliche Hilfe kann ich nicht bieten. Aber man könnte sich langsam ran tasten.

    Das Wort ist abgekürzt - hinten ist ein Punkt zu erkennen.

    Der erste Buchstabe ist ein großes "G" oder "Z".

    Und der 6. (?) bzw. letzte ein kleines "d".

    Würde ich soweit richtig liegen?

    Vielleicht hilft auch ein wenig anderweilig rätseln: wie alt war die Person, welches Geschlecht bzw. welchen Beruf hatte sie .

    Was meinst Ihr?

    Hallo Markus, ich versuch mich mal:


    1. Schlossergehilfe

    2. der Persönlichkeit nach auf Grund vorgelegten Eheschließungskarten anerkannt.

    3. Sohn des Hüttenarbeiters

    4. Näherin

    5. Tochter des Gutsbesitzers


    Bei Punkt 2 und 3 bin ich nicht ganz sicher. Was sagen die anderen dazu?


    Matthias