Beiträge von mingo28

    Auf jedenfall wird ein musikalischer Begriff gesucht. Am Ende des Wortes glaube ich deutlich ein "lle" zu erkennen. Mit viel Fantasie deute ich Quatrille. Auch wenn der Begriff eher aus dem taenzerischen Bereich kommt. Zählt man die Buchstaben, wuerde es hinkommen. Möglicherweise ein ähnlicher Begriff, welches auf "lle" endet.

    Was haltet ihr davon? Die Poesie des Textes wuerde es hergeben.

    Mir ist klar, dass ich hier Kaffeesatzleserei betreibe.


    Entschuldigt bitte die Rechtschreibung. Mein Telefon streikt oftmals bei Umlauten.

    Hallo Habeljohann!


    Zunächst erstmal ein sehr schöner Text, fast poetisch, als wenn es sich um eine Produktbewertung oder eine Werbeschrift handeln täte.


    Der Text:


    Die Orgel die Sie uns gebaut vereint das weiche

    Zarte mit dem schönen männlichen Kräftigen und Sie haben

    da ein …………………….. von Stimmen …… ……isch in einan-

    der gelegt, daß davon Herz und Gemüth eines jeden

    Zuhörers zur Andacht gestimmt und mit Weihe erfüllt

    werden muß.


    Die wirklich wichtigen Wörter habe ich nicht rausgekriegt. Nach "Stimmen" könnte "chor" folgen.

    Vor "isch" könnte "gem" stehen; also "gemisch". Aber das wäre zu spekulativ.


    Wer hat bessere Ideen?

    Hallo GRF!


    Ich hatte mit einer Anwort auf meine Frage in der allgemeinen Runde schon nicht mehr gerechnet, da dieser Beitrag schon etwas zurückliegt.

    Wie ich vermutet hatte, ist der handschriftliche Eintrag auf eine Annonce eines österreichischen Blattes zurück zu führen.

    Verwundert war ich über die Schreibweise der Federn. In der Druckversion ist eindeutig von "Cement-Federn" die Rede, während ich "Cernet-Federn" übertragen habe. Ich bin nochmal Buchstabe für Buchstabe durchgegangen und wie üblich wurden Buchstaben im Text verglichen. Ich bin zum selben Übertragungsergebnis gekommen: Der Schreiber war halt doch etwas liederlich.


    Recht schönen Dank nochmal.


    Mit Deiner Recherche hast Du im Forum zugleich einen guten Einstieg gemacht!

    Hallo Miteinander!


    Jeder von uns kennt die Stolperstellen, die beim Transkripieren alter Texte mitunter auftauchen.

    Beim Stöbern im Netz zum Thema Regeln für Transkriptionen bin ich auf folgende Seite gestoßen:


    http://www.denkmalverein-penzberg.de


    Unter der Ruprik "Praxishilfen" finden sich u.a. zwei sehr interessante Artikel.

    1. Regeln zur Transkription alter handgeschriebener Texte

    2. Hilfen zum Handschriftenlesen


    Ich zumindestens finde sie sehr nützlich und manche Unsicherheit kann ich hierbei überwinden.


    Schaut einfach mal rein.

    Zwei Geschichten, die das Leben schreibt oder mein Lieblings(reiz)thema:

    „Coffee to go“; auf gut sächsisch „Gaffee zum Loofn“


    Neulich war ich in einem Getränkehandel eines landwirtschaftlichen Betriebes in Ostthüringen. Man konnte dort u.a. gleich einen frischen Kaffee trinken bzw. mitnehmen.

    Aufgestellt war eine einfache Kaffeemaschine (nicht so eine Superautomat) und auf einem gewellten Pappschild war folgendes drauf gekritzelt: „Kafee two gow“.

    Eigentlich wurde hier alles falsch geschrieben! Ich wußte gar nicht, wie ich das der netten Verkäuferin schonend beibringen soll und aus Höflichkeit habe ich auf ein Foto verzichtet.


    Ein Freund von mir hat vor 10 Jahren eine Russin geheiratet, die mittlerweile, zwar mit deutlichem Akzent, ganz gut deutsch spricht. Eines Tages waren die Beiden in der Innenstadt Einkaufsbummeln und sie fragte ihn, was das heißt: „Coffee Togo. Stammt der Kaffee aus Togo?“

    Recht schönen Dank, Johann!


    Etwas bin jetzt weitergekommen.

    Nochmal zu Punkt 1:

    In dem Bild Nr. 1 findet Du auch das Wort Schüssel und hier mit einem "ß" geschrieben, daß natürlich völlig anders aussieht als bei "dß". Ich habe nochmal ein Bild (Nr. 5) hochgeladen, indem dieses Zeichen innerhalb eines Wortes vorkommt: Kindzkoch (vorletzte Zeile, 2. Wort). Du darftst mich nicht fragen, was dieses Wort bedeutet. Es sieht wie ein kleines aber verunglücktes "z" aus.

    Zu Punkt 2:

    Hier habe ich leider nur dieses eine Beispiel. Ich finde aber die Darstellung zwar ungewöhnlich aber interessant.

    Zu Punkt 3:

    Es tauchen in einen Kochbuch die unterschiedlichsten Mengenangaben auf. Einige konnte ich klären, wie Lot, Seidel oder Pfiff. Von den Mengen, die angegeben wurden, macht Pfund den meisten Sinn. Leider konnte ich hierzu nichts weiter finden.

    Zu Punkt 4:

    Die Pünktchen über den ü durchziehen sich durch das ganze Buch. Das Wort Kraütel kommt in verschiedenen Kombinationen bei den Kochrezepten sehr häuftig vor. Ich denke, diese sind bewußt so gesetzt und nicht auf flüchtiges Schreiben zurück zu führen.

    Hallo Miteinander!


    Bei der Übertragung eines Haushaltsbuches aus Österreich um 1850 bin ich folgende kleine Problemchen gestoßen:


    1. Es werden häufig Abkürzungen verwendet. Einmal das kleine Wörtchen „und“ wird mit unterstrichenen „u“ abgekürzt (1 + 3. Zeile) und es wird für das Wörtchen „das“ abgekürzt, obwohl mir nicht klar ist, ob hier mit „dß“ oder „dz“ (1. + 2. Zeile) abgekürzt wird.

    Sind dies persönliche Abkürzungen des Autors oder waren diese damals üblich?

    2. Als Beilage im Buch lagen lose Blätter bei. Dort wurde u.a. ein lateinisches Begriff geschrieben und vor bzw. nach dem beiden Wörtern sind Zeichen gesetzt (2. Zeile). Wie würde man bei der heutigen Übertragung diese Zeichen am Rechner darstellen?

    3. Es finden sich Mengenangaben bei zahlreichen Rezepten (2. Zeile). Ich vermute mal, daß es sich um österreichische „Pfund“ handelt, weiß es aber nicht mit Sicherheit. Wenn ja, wo finde ich auf den Rechner dieses Zeichen.

    4. Häufig finde ich bei dem Wort „Kräutl“ die Strichchen über den „u“, statt über dem „a“ (2. Zeile). War dies allgemein üblich oder lag es einfach im Ermessen des Schreibers?


    Ich bin wie immer über Eure Meinung gespannt und freue mich über jede noch so kleine Hilfe!

    Nicht schlecht staunte ich, als im Schaufenster einer Thüringer Stadtinformation eine Broschüre entdeckte, auf der folgender Text in Sütterlin stand:


    „Wenn du das hier lesen kannst, dann gib dein Wissen weiter, sonst kann bald niemand mehr die Tagebücher unserer Großeltern lesen!“


    Der Herausgeber hatte aus dem Nachlaß seiner Schwiegerleute ein Schulheft gefunden; einfache Texte mit schönen Zeichnungen versehen. Da er von der Schrift fasziniert war, es aber nicht lesen konnte, besuchte er kurzerhand ein Sütterlinkurs an der Volkshochschule.


    Somit entstand die Veröffentlichung des Heftes auf knappen 47 Seiten; die Bilder mit dem Originaltext und nebenan gleich die Übertragung.


    Inhaltlich ist dies erstmal für Lokalpatrioten interessant, da das Schulheft wie der Titel bereits sagt, „Orte, Sagen und Besonderheiten aus dem Schiefergebirge“ vorstellt. Aber in erster Linie geht es dem Autor darum, den Leser aufzufordern, sich mit den alten Schriften zu befassen. Dazu wurde ein Beiblatt des Sütterlin-Alphabet beigelegt.


    Die Zusatzinformationen sind knapp gehalten, jedoch wäre ein kurzer Text zur Entstehung des Heftes auf Grund des Zeitraumes von 1937 bis 1945 notwendig gewesen. Man wird dem Herausgeber eines Schulheftes einer Schülerin in der damaligen Zeit heute nichts unterstellen wollen, jedoch könnte es bei einem Bildtext leicht zu Irritationen führen.


    Dann hat man bei der Übertragung sich an die heutige Rechtschreibung gehalten, jedoch stolpert der Lernende schnell über die Schreibweise einiger Wörter mit „ß“, welches heute mit „ss“ geschrieben wird. Auch dies ist nicht ausdrücklich erwähnt worden.


    Das soll aber der kleinen Publikation keinen Abbruch tun und ich freue mich jetzt schon auf die Herausgabe eines 2. Teil, indem es ausschließlich um die Gemeinde Heberndorf geht.


    Sehr gefreut habe ich mich noch über das handgeschriebene Grußwort eines Gymnasiallehrers, bei dem ich selbst mehrere Kurse besucht habe. Überhaupt ist es seinen großen Engagement zu verdanken, daß die Kurse in hiesigen Volkshochschulen außerordentlich gut besucht werden.

    Hallo Alle miteinander!


    Ich übertrage zur Zeit ein handgeschriebenes Haushaltsbuch aus dem Raum Steyr in Österreich. Dieses ist voller Back- und Kochrezepte sowie Haushaltstips und religiös motivierte Texte. Dieses Buch wurde ca. 1850 begonnen, dann vermutlich von der Mutter auf die Tochter usw. weitergeführt bis etwa 1880. Diesem Buch liegen einige lose Blätter bei, unter anderem eine mehrere Seiten umfassende durchnummerierte Sammlung von abgeschriebenen Anzeigen und Haushaltstips, jedoch sind diese leider nicht vollständig. Diese Anmerkungen stammen vermutlich ebenfalls aus einem Haushaltsbuch aus Österreich. Diese wurden als „Anmerkungen“ bezeichnet. Im letzteren Teil des Haushaltsbuches und den „Anmerkungen“ finde ich einige textliche Übereinstimmungen. Hier scheint etwas abgeschrieben bzw. weitergereicht worden sein.

    Ich habe eine Anzeige aus dem Text übertragen. (Ihr könnt ja diesen mal kritisch auf eventuelle Fehler durchsehen).

    Dieser ist inhaltlich für Freunde des Handgeschriebenen interessant. Nun zu meiner Frage:

    Kann man anhand des Inhaltes der Annonce diese zeitlich eingrenzen? Und welches Zeitungsblatt war im Raum Steyr in der Zeit von 1850 bis 1880 dominierend?


    Wie immer bin ich auf Eure Meinungen gespannt!


    Hier die Annonce:


    Anzeige. Die bewährten echten, galva-

    nischen Federhalter des Hauses Allexander in

    Birmingham und Brüssel, geprüft und anerkannt

    von dem kais. Akademie der Wissenschaften in Pa-

    riß und den ersten Gelehrten der Welt, so an

    allen großen Organen der französischen, eng-

    lichen und deutschen Presse mit einmüthigen Bewun-


    …………………………………………. Seitenwechsel


    derung besprochen, sowie die im vergleichlichen,

    nie rostendenen Cernet-Schreibfedern dessel-

    ben Hauses, sind ausschließlich für Österreich zu

    beziehen, durch Johann Bächer‘s Nürnberger Waa-

    ren-Handlung, untere Bäckerstrasse N. 752,

    wo beyde Artikel stets in großen maßen Quantitä-

    ten vorräthig sind. Warnung. Durch die be-

    reits hier zum Verkauf an gebotenen nachge-

    machten, falschen Cernet-Federn und elektro-

    galvanischen Federhaltern, ist der Erfinder in

    die Nothwendigkeit versetzt, vor diesen unechten

    Fabricaten auf das ausdrücklichste zu warnen.

    Die echten Cernet-Federn sind in Schachteln von bra-

    silianischen Gummi mit dem Nahmen, Die Federhalter

    in Etui mit dem Nahmen und Siegel „T. Allesandre“

    versehen. Alle jene, welche dieses Zeichen nicht tra-

    gen, sind unecht.

    Der Verein Deutsche Sprache e V hat eine Pedition mit dem Motte "Schluß mit dem Genter-Unfug!" gestartet.


    Unter der Seite http://www.vds-ev.de kann man sich über den Inhalt der Pedition informieren und je nachdem wie man dazu steht - entweder man unterschreibt es oder man läßt es sein.


    Seid also mal neugierig und führt Euch mal den Inhalt zu Gemüte.

    Grundlegend ist ja das Genter gut gemeint. Aber es ist viel zu weit über das Ziel hinausgeschossen worden und es treibt immer neue Blüten. Kein Ende ist in Sicht. Einem maskulinen Ausdruck wird mittlerweile versteckte Frauenfeindlichkeit und Sexismus unterstellt.


    Wenn ein (gemäßigtes) Genter zur Sprache der Beamten und Politiker werden würde, könnte man es ja noch akzeptieren.

    Aber es wird zunehmend den Menschen gegen ihren Willen auf aggresive Weise verordnet und aufgedrückt.

    Und wenn die Dudenredaktion, die aus meiner Sicht eine moralische Instanz der Sprache sein müßte, hier einknickt, wird es nicht mehr lange dauern und es wird in den Schulbüchern zur Normalität. Eine Sprache, die sich in Jahrhunderten entwickelt hat, erleidet einen unwiederbringlichen Schaden. Das müßte einen schon beunruhigen.

    Als ich heute morgen diese Meldung gelesen habe, hat es mir "glatt die Sprache verschlagen".


    Es gab ja einen ähnlichen Versuch in einer anderen Stadt (ich glaube ebenfalls im Norden); der aber meines Wissens nicht durchkam.

    Da hatte eben der gesunde Menschenverstand nochmal gesiegt.

    Wird irgendwann mal dieser beschlossene Unfug zurückgenommen oder werden jetzt andere Städte nachziehen, da sie meinen, korrekter als die Anderen sein zu müssen?


    Was die Stadt Hannover betrifft: Sie hat sich hierfür eine gute Anwartschaft als Sprachpanscher des Jahres 2019 geschaffen.


    Habe ich eine antiquierte Ansicht oder wie denkt Ihr darüber?


    Wie immer bin ich neugierig!

    Vielleicht bin ich ja ein Pedant.

    Aber ich verstehe nicht, dass immer wieder Fragen zur Entzifferung von Kurrentschrift unter "Frakturschriften allegemein" und nicht unter "Schreibschriften Kurrent" angebracht werden.


    Merke: Fraktur ist keine Schreibschrift und erst recht keine Kurrentschrift.


    Hallo Miteinander,

    erstmal muß ich Theo rechtgeben!

    Es werden Forenthemen oftmals in die falsche Kategorie gesetzt. Mitunter wird ein neues Thema in eine noch bestehendes Thema eröffnet.

    Ich selbst bin auch nicht ganz unschuldig. Wenn man in ein Forum eintritt, braucht man sicherlich eine Zeit, bevor man den Durchblick hat. In der ersten Zeit sind mir hierzu auch Fehler unterlaufen.

    Die neugestaltete Seite des BfdS finde ich ganz übersichtlich. Das Forum hat sich nicht wesentlich geändert, ich wage zu behaupten, daß es ebenfalls übersichtlich gestaltet ist.

    Ich stelle folgende Fragen in den Raum:

    Können falsch eingegeben Themen vom Moderator/den Moderatoren in die richtige Kategorie verschoben werden? Oder ist dies technisch nicht möglich.

    Müßte dann das Thema erst gelöscht werden und dann neu eingestellt werden?

    Danke schön.

    Hallo a15n,

    leider gibt es in dem Schriftstück kein vergleichbares großes A.

    Allerdings ist bei diesem Name kein kleines w, sondern ein kleines t zu erkennen. Wie konnte ich das übersehen?

    So gesehen, glaube ich, daß Artin dann doch der richtige Name ist. Den Name habe ich bis dato zum erstenmal gehört.

    Nochmals recht schönen Dank!

    Hallo,


    könntest Du das Schriftstück nochmal neu scannen? Man kann es nicht wirklich vergrößern und die Feinheiten des Schriftstücks bleiben auf der Strecke.

    Auf jeden Fall handelt es sich um einen Zahlungsbeleg.

    Das letzte Wort in der 1. Zeile "zahlte"

    Das 5. Wort in der 2. Zeile "Quittung".

    Bei einigen Worten bin ich mir nicht ganz sicher. Darum halte ich mich da noch zurück.

    Ich denke aber, daß hier, wie so oft, die Rechtschreibung nach Lust und Laune verwendet wurde.


    Ich ja gespannt, ob ich noch was rauskriege.

    Hallo Ejmi,

    ich versuche mich mal.

    Wie immer bitte ich alle Mitglieder um kritische Durchsicht!!!

    Bei den Namen bin ich mir nicht immer sicher!!!


    Deutsches Reich

    Bezirkshaupfmannstaft: Reichenberg. Landesgericht: Reichenberg.

    Diozöse: Leitmeritz. Vikariat: Friedland. Pfarre: Wetzwalde. N. Erh. 654.

      

                                                      Geburts- und Taufschein

    Laut hierämtlichen Geburts- und Taufbuch, Band XII Seite 306 wird hiermit amtlich

    bestätigt, daß in Wetzwalde, Gasse ---- Haus-Nr. 117.

    am 13. Oktober 5 h früh 1920 in Worten: eintausend neunhundertzwanzig

    geboren und am (Tag, Monat und Jahr) 17. Oktober 1920 in der

    Pfarr-Kirche zu Wetzwalde nach röhmisch-katholichen Ritus getauft worden ist.


    Name des Kindes: Anna Hermine Schwertner

    Religion: römisch-katholisch.

    Abstammung: unehelich Geschlecht: weiblich

    Mutter: Selma Berta Schwertner, röm. kathol., geboren in Ullersdorf Nr. 16

    am 25.7.1902, zuständig nach Wetzwalde, Tochter des Anton Schwertner, Fabrik-

    arbeiter in Wetzwalde Nr. 117 und der Anna geb. Rothsprack aus Ullersdorf.


    Taufender Priester: H. H. Pfarrer Franz Stief.

    Paten: Anna Bertwa, Fabrikarbeiter in Niederbernsdorf Nr. 121.

    Paul Schwertner, Fabrikarbeiter in Wetzwalde Nr. 117.

    Geburtsassistentin: Julia Krolopp aus Wetzwalde.


    Urkund dessen die eigenhändige Unterschrift und das Amtssiegel.

    Römisch-katholisches Pfarr-Amt Wetzwalde.

    am 6. Dezember 1938.

    Franz Stief, Pf.

    Seelsorger.


    Ich hoffe, daß Du, Ejmi, etwas damit weiterkommst.

    Leider kann ich nicht ins Tschechische oder Englische übersetzen, damit dieses Schriftstück verständlich wird.


    mingo28





    Hallo Frasch,

    wiedermal eine ganz ausgefallene Handschrift.

    Ich versuche mich mal, trotzdem bitte meine Übertragung kritisch überprüfen!

    Vorallem bei den Namen.

    Viel Spaß beim weiteren forschen und transkripieren.


    Nr. 217

    Werdau, am 10. Dezember 1917

    Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute,

    der Persönlichkeit nach

    bekannt,

    die Hebamme Marie Wallich,

    wohnhaft in Leubnitz,

    und zeigte an, daß

    in ihrem Beisein von der Emma Klara

    Schubert geborene Friedrich, Ehefrau

    des Technikers Erwin Magnus

    Schubert, beide evangelisch-

    lutherischer Religion, wohnhaft

    zu Werdau, Königstraße 13, daselbst

    am sechsten Dezember des Jahres

    tausend neunhundert siebzehn vormittags

    um ein viertelzwölf Uhr ein Knabe

    geboren worden sein und daß das Kind die Vornamen

    "Werner Siegfried Magnus"

    erhalten habe. 3 Druckworte geschrieben.

    Marie Wallich.

    Der Standesbeamte.

    In Vertretung Zöllner


    29./7.1941 (gefallen)

    Werdau Nr. 36 1941.

    Beim Gang durch meine Buchhandlung fiel mir ein Taschenbuch auf, auf der vorn Goethes Konterfei mit verzogenen Mundwinkel und grün angelaufenen Gesicht zu erkennen ist.

    "Wenn du mich frägst, macht das in keinster Weise Sinn!" von Andreas Hock. Wie der Untertitel gleich mitteilt: Von der deutschen Sprache ihrem Niedergang", wobei gleich das Thema klar ist.

    Den größten Raum des Büchleins nimmt die Sprachverwahrlosung der letzten Jahre durch Anglizismen ein, egal ob in der Werbung oder in den heute sich modern gebenden Unternehmungen. Dazu kommt die über das Ziel schießende Politische Korrektheit, der Verlust von sprachlichen Niveau und der flutende Email- und SMS-Verkehr.

    Alles in kurzen Kapiteln ganz unterhaltsam geschrieben. Insgesamt könnte man über vieles lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

    Ich selbst muß mich beim Lesen der Lektüre hier und da selbst "an die Nase fassen", da auch ich manchen Unfug aus der Computersprache mitunter verwende.


    Darüber hinaus ist Andreas Hock bereits Verfasser von mindestens drei weiteren Werken, die diese Thematik unter verschiedenen Aspekten betrachtet.

    Schaut einfach mal in die nächste Buchhandlung rein oder in die gute alte Bibliothek. Es lohnt sich!!!