Beiträge von mingo28

    Hallo Markus!

    Folgende lese ich:

    den 7.5

    Meine Lieben!

    Den Brief von 3.5 liebe Schwester

    habe ich erhalten. Habe Euch doch schon

    öfters geschr(ieben). Sind halt doch imer mehr

    glücklich. Ich habe es doch schon geschrieben

    weil der Vater so viel Arbeit hat. Er

    weiß doch was Er zu thun hat, der Heinrich

    komt doch vielleicht glücklich diesen Monat

    könnten dann einander Wiedersehen.

    Viele Grüße an alle.

    Sohn Josef


    Adessiert an:

    Alois Kammerbauer

    (......)

    Arberg

    Millelfr. Bay.


    Ganz oben rechts steht etwas von 1. Komp.

    Bei dem Rest müßte ich raten.


    Auf jeden Fall war der Josef und der Heinrich kurz vor der Heimkehr aus dem Krieg.

    Das war bestimmt die schönste Karte, welche die Familie erhalten hat und darum wurde sie aufbewahrt.

    Der 23.1. iſt der Tag der Handſchrift. Als ich in den 1980er Jahren das erſte mal was davon gehört hatte, war ich verwundert, denn ich glaubte nicht, daß ſo ein Tag überhaupt notwendig ſei.


    Gedacht wird am „Tag der Handſchrift“ dem Geburtstag von John Hancock am 23. Januar 1737, der ein politiſcher Führer im Amerikaniſchen Unabhängigkeitskrieg war. Er unterzeichnete als Präſident des Kontinentalkongreſſes als erſter die amerikaniſchen Unabhängigkeitserklärung – mit Sicherheit noch mit dem Federkiel.


    Da in Coronazeiten die Schüler ihre Ausarbeitungen auf elektroniſchen Weg zum jeweiligen Lehrer ſenden mußten, war das wieder mal Grund ſich die Schrift meines Sohnes näher unter die Lupe zu nehmen. Dieſe war noch nie beſonders, aber ich habe es immer darauf geſchoben, daß er als Linkshänder den Füller ſchieben und nicht ziehen muß und erſt nachdem ſeine Schreibhand weitergerückt iſt, konnte er das Geſchriebene kontrollieren.


    Warum aber die Schrift heute noch kraklich iſt, war mir immer ſchon ein Rätsel. Ich war aber irgendwann der Meinung, das wird ſich ſchon mit den Jahren geben. Das hat es aber nicht.


    Auf der Suche nach Erklärungen bin ich im Netz auf die Autorin Maria-Anna Schulze Brüning mit mit dem provokanten Buchtitel ihres Sachbuches „Wer nicht ſchreibt, bleibt dumm“ und im Untertitel „Warum unſere Kinder ohne Handſchrift das Denken verlernen“ geſtoßen. Hier hat eine engagierte Lehrerin und Pädagogin seit Jahren beobachten müſſen, wie ſich die Handſchrift der Schüler verſchlechtert und ſie hat dies genau analyſiert. Sie wägt alles ab; das Pro und Contra zu Schreibſchriften, die verſchiedenen Schriften und die heutigen Lernmethoden. Und ſie ſchlägt Wege aus der Miſere vor.


    Zwar wird in Thüringen noch die Handſchrift gelehrt, aber das geht wie folgt: zuerſt die „Druckſchrift“ und dann die „Vereinfachte Ausgangsſchrift“. Das Problem iſt, daß die Schüler die Druckbuchſtaben nach Belieben malen und nicht ſchreiben und dann bei der „Vereinfachten Ausgangsſchrift“ die Druckbuchſtaben verbinden ſollen. Das hat Tücken.


    Der richtige Weg wäre anders herum und nicht die „Vereinfachte Ausgangsſchrift“ zu nehmen. Der Name täuſcht und dieſe Schreibſchrift hat einen erheblichen Mangel im Vergleich zu anderen Schreibſchriften (Schulausgangsſchrift, Lateiniſche Ausgangsſchrift), denn der Buchſtabenanſatz beginnt hier in der Mittellinie.


    Eltern ſollten bei ihren Kindern auf die Schreibſchrift achten, denn das empfinde ich als elementar für die Bildung. Das oben genannte Buch kann ich nur wärmſtens empfehlen.


    Es gibt mittlerweile auch einige Seiten im Netz, die ich zum Thema Schrift beſucht habe: www.initiative-schreiben.de und www.handschrift-verbessern.com. Dann findet man bei Youtube jede Menge Videos zur Verbeſſerung der eigenen Schrift, die man sich ruhig zu Gemüte führen kann.


    (Zwar geht es in meinem Beitrag vordergründig um das Erlernen der Lateinschrift und nicht um Sütterlin und Kurrent, aber ich halte das Thema für gesellſchaftlich ſehr wichtig und für das Forum angebracht.)

    mingo28 hat einen neuen Termin erstellt:

    mingo28 hat einen neuen Termin erstellt:

    Neulich hörte ich in einem Kulturſender, den ich ſehr ſchätze, ein Interview, indem der Interviewte von den Problemen der Schauſpieler in der Pandemie berichtet. Als ich dann zum (gefühlten) zehnten Mal die Klauſel „die Schauſpielerinnen und Schauſpieler“ vernommen habe, habe ich mir entnervt einen anderen Sender eingeſtellt.


    Im Gendern ſcheint man ſich in Deutschland mittlerweile überſchlagen zu wollen.


    Jetzt läuft folgende Meldung durch die Preſſe, die ich hier nur verkürtz wiedergeben möchte:

    Die Duden-Redaktion folgt mit ſprachpolitiſchen Eifer der Genderei. Sie will um die 12.000 Stichwörter überprüfen, “reformieren” und in der Online-Ausgabe veröffentlichen. Es entſtehen ſinnentſtellte neue Definitionen. Der Weg bis zur entſprechenden Druckausgabe iſt dann nicht mehr weit.


    Mir ſtellt ſich die Frage, ob die ſich ihrer Verantwortung zur deutſchen Sprache noch bewußt ſind. Der Duden verkommt zur Plattform von Sprachwillkür. Das Werk hatte rund 140 Jahre Beſtand. Die Duden-Redaktion beſchränkte ſich darauf, den fortändernden Sprachgebrauch verzögert, aber nicht empfehlend aufzunehmen. Selbſt in der Zeit des Nationalſozialismus hatte ſich der Duden nur mäßig angepaßt und das war mit Sicherheit eine Spagatwanderung. Jetzt büßt er jegliche Verbindlichkeit ein.


    Die Signalwirkung auf die Gesellſchaft iſt verheerend. Die Verunſtaltung der Sprache erreicht einen neuen Höhepunkt. Der Duden ſchafft ſich ab.


    Ich bin gegen das Gendern; aber mit meiner Einſtellung habe ich noch nie einen anderen Menſchen auf Grund ſeines Geſchlechts diskriminiert!

    Da ich ſeit meiner Kindheit mich mit amerikaniſcher Geschichte befaſſe, war ich hellauf begeiſtert über dieſes Projekt, zumal ich ſowieso gern ehrenamtlich unterwegs bin.


    Schon bei der Beſichtigung der Seite kam eine gewiſſe Ernüchterung – alles auf Engliſch. Da es um die Übertragung deutſcher Schrift geht, hätte man eine deutſche Version erwarten können. Die Liſte der Übertrager zeigt mir, daß der Großteil der Teilnehmer aus deutſchsprachigen Gebieten kommt.


    Die Anmeldung habe ich mit ach und krach hingekriegt. Wie die Bearbeitung der Dokumente erfolgen ſoll, iſt mir nicht ganz aufgegangen. Ein falſcher Klick und (ich vermute) ein Dokument wird für beendet erklärt, obwohl es nicht iſt. Man hätte auch ein Übungsbrief einſtellen können, wo man die Bearbeitung durchgehen könnte, ohne Unheil anzurichten oder eben einen Einführungsfilm.


    Eine Anfrage per E-Post an die Uni iſt bis heute nicht beantwortet worden.


    Weitere Mängel habe ich bei zwei Hilfsdokumenten (Namen, Städtenamen) feſtſtellen müſſen. Der Einführungsfilm, welcher das Projekt an sich vorſtellt, hätte deutſche Untertitel haben können.


    Ich will nicht falſch verſtanden werden. Ich bin kein notoriſcher Nörgler und ich ſtehe ſolchen Projekten ſehr offen gegenüber. (Hier gäbe es eine abwechslungsreiche Arbeit für viele Jahre.) Aber von der Seite, die von einer Universität betrieben wird, hätte ich mehr erwartet. Hier iſt nur minimierter Aufwand betrieben worden.


    Ich laſſe erſtmal alles ruhen, werde mich noch mal an die Uni wenden und einen zweiten Anlauf wagen.

    Zunächſt muß ich ſagen, habe ich bis dato die Federn nach Gebrauch lediglich abgewiſcht, abgeſpült und trocknen laſſen.


    Speziell dieſe Feder ſieht mir ſehr gebrechlich aus und ich wollte dieſe nicht überdimenſional mechaniſch reinigen. Hier habe ich es mit Zahnbürſte und Zahncreme verſucht und anſchließend geſpült. (Die anderen empfohlenen Gerätſchaften wollte ich lieber nicht teſten.) Das Schreibergebnis iſt momentan aber dasſelbe.


    Ich denke nicht, daß das Problem an diverſen Tintenreſten oder eventuellen Roſtſtellen liegt, eher an minderer Qualität des Materials. (Die empfohlenen Brauſe-Federn behalte ich im Auge.)

    Auf jeden Fall sollte ich ſchon der Reinigung künftig mehr Aufmerkſamkeit widmen.


    Auch will ich mal eine Säuberung im Ultraschall-Reinigungsbad teſten; auch wenn das nicht gerade traditionell erſcheint.


    Nochmals recht ſchönen Dank

    Dem Edl (Edlen) gestrengen Herrn Carl

    Joseph Remnitz Kayserlichen

    Forst und Waltmeistern in

    Eysenärzt zur zu Stollen


    Gräz den 21ten März (1)736


    Exoffo (lat. "von Amts wegen") Eisenärtzt


    Graz in Österreich hieß früher auch Grätz

    Das Papier, welches ich verwende, iſt recht ordentlich. Keineswegs zu rauh, als daß ſich die Feder abgenutzt haben könnte. Und ſo viel ſchreibe ich noch nicht.


    Die Tinte, die ich bisher benutzt habe, iſt ſehr unterſchiedlich, manche iſt recht dünnflüßig; nicht von der Farbe her, die iſt in Ordnung. Auf jeden Fall iſt keine Eiſengallustinte dabei.

    Dieſes Problem habe ich auch mit den Tinten, die ich ſtändig verwende.


    Dieſes Schreibſet gibt es in Weimar im „Gingko Shop“. Ein Federhalter, 9 Stahlfedern, ein Vorlagenblatt und alles in einer Geſchenkmappe - ganz nett; ohne Reklame machen zu wollen.


    Die beſagte Feder macht den Eindruck, daß ſie ſchlecht ausgeſtanzt iſt. Die Aufſchrift darauf lautet: „Boite Plume Blanzy Poure & Cie“.

    Im Netz habe ich dieſe Feder nicht finden können. Beim Verſuch mir einfach nochmal das ganze Set neu zu zulegen, mußte ich feſtſtellen, daß dieſe in veränderter Form mit völlig anderen Federn angeboten wird.

    Die Werbung für Gaſtſtätten und für das gute Bier wird gern in Fraktur geſetzt, um Tradition zum Ausdruck zu bringen.


    Ich habe mal ein Beiſpiel aus Thüringen gefunden, zwar gut gemeint, wie ſie aber nicht ſein ſollte.

    Das „Dingſlebener Bier“. Ihr leſt richtig: das lange „s“ falſch geſetzt. Ich ſah dies zuerſt auf einer großflächigen Werbung eines Lieferwagens und wenn man im Netz ſucht, findet man auf allen möglichen Etiketten hierzu nur dieſe Schreibweiſe.


    Wie das Bier trotz Falſchſchreibung ſchmeckt, kann ich nicht ſagen. Das müßt ihr ſchon ſelbſt rauskriegen.

    Hallo Utz!


    Ich habe in den letzten Tagen reichlich experimentiert. Das beſagte LSB.exe iſt in der Beschreibung vielverſprechend, aber es kann nur bei Windows 10 inſtalliert werden. Allerdings fand ich unter Ligafaktur das Zuſatzprogramm "TaſtaturPlus", was erſtmal meinen beſcheidenen Anforderungen genügt.


    Aber ich habe nebenbei auf dieſer Seite die Schrift LOV.PostAntiqua entdeckt, die alle meine Wünſche erfüllt. Und ich behaupte mal, das dieſe Schrift als Alltagsſchrift tauglich iſt.


    Nochmal recht ſchönen Dank

    Ich hatte mich etwas unglücklich ausgedrückt.


    Ligafaktur konnte ich bei mir nicht inſtallieren. Da meldete ſich gleich der Virenſcanner. Zwar ist mir die Diskuſſion zu dieſem Thema im Forum bekannt, aber die Behebung der Probleme diesbezüglich ſind mir noch zu kompliziert. Da wart ich noch etwas ab und verſuche mich dann nach und nach einzufuchſen.


    Ich habe meinen Antiqua-Text ganz normal am Rechner geſchrieben und hinterher dann per Taſtenkombination Alt+0383 bei Bedarf das runde „s“ durch das „ſ“ erſetzt. Das mag aufwendig ſein und man hat manches „s“ vielleicht doch überſehen, aber im Großen und Ganzen genügt mir das erſtmal. Für mich iſt die Verwendung einer Antiqua-Schrift mit „ſ“ ſehr reizvoll und ich verſtehe es erſtmal als Übergang bis ich mich für diverſe Frakturſchriften entſchieden habe.


    Das alles hat bei Word 2003 mit der Taſtenkombination ſtets funktioniert. Dort verwende ich Times New Roman als Standard. Bei Libre Office ſchreibe ich mit Liberation Serif ſtandardgemäß. Das klappte bis vor einem Jahr. Als dies nicht mehr möglich war, glaubte ich erſt, daß mein Libre Office beſchädigt iſt und habe verſucht, das Problem mit der neueſten Variante von Libre Office 7.0 zu löſen. Hier aber mit dem ſelben Ergebnis wie bei der alten Verſion.


    Ich habe auch gleich Times New Roman in Libre Office verſucht, aber es hat auch mit der Schrift nicht funktioniert.


    Ich habe (vor längerer Zeit) zum Teſten folgende Schriften bei Libre Office inſtalliert: LOV.WKlingsporSchrift und die Offenbacher Schwab OT. Diese Schriften funktionieren auch mit der richtigen “s”-Schreibung einwandfrei.

    Bisher hatte ich, da ich immer noch Schwierigkeiten mit dem Zuſatzprogramm Ligafaktur habe, das lange „s“ in der Taſtenkombination im Nachhinein eingegeben. Zum einen bei Word 2003 und lange Zeit bei Libre Office 6., welches mein bevorzugt verwendetes Schreibprogramm iſt. Irgendwann ging das bei Libre Office nicht mehr und ich habe mir jetzt die 7. Verſion inſtalliert, mit dem ſelben Ergebnis.


    Was mache ich falſch?

    Neulich erwarb ich in einem Antiquariat (es gibt ſie noch) das Buch „Eine ungemein eigenſinnige Auswahl unbekannter Wortſchönheiten aus dem Grimmſchen Wörterbuch“.

    Der noch junge mir bis dato unbekannte „Verlag Das kulturelle Gedächtnis“ iſt der Herausgeber.


    Bevor man das Buch aufschlägt, bleibt der Blick auf ungewöhnliche Wortſchöpfungen der deutſchen Sprache hängen. Zu den Gebrüdern Grimm braucht man wohl nicht viel zu ſagen. Mit ihrem „Das Deutſche Wörterbuch“ schufen die Grimms das größte und umfaſſendſte Wörterbuch zur deutſchen Sprache, welches als das „Wortgedächtnis der Deutſchen“ gilt.


    Beim Durchblättern des graphiſch ſehr ſchön geſtalteten Buches entdeckt man unbekannte Wortſchönheiten und exotische Wortkreationen und das quer durch die Jahrhunderte.


    Als ich es dann erwarb, dachte ich mir, daß dies genau das Richtige für die graue und kalte Jahreszeit iſt – einfach nur zum Blättern und Schmökern.


    Der ſelbe Verlag gab übrigens das Buch mit dem viel verſprechenden Titel „Die Wunderkammer der deutſchen Sprache“ heraus.

    Eine Lanze für die Moderatoren


    Dieſes Forum wird privat betrieben, d.h. daß Enthuſiaſten es betreiben und betreuen. Sie ſind nicht rund um die Uhr am Rechner, da ſie nebenbei ſicherlich beruflich ihren Mann ſtehen müſſen und auch Familie haben werden.


    Gelegentlich findet ein Softwareupdate ſtatt. Bei dieſer Gelegenheit werden eventuell auch Veränderungen vorgenommen. Ich ſelbst habe auch schon Vorſchläge unterbreitet, bin aber im Nachhinein zu der Anſicht gekommen, daß meine angeſtrebten Änderungen nur für den Moment überlegt waren.


    Bei jedem neuen Ordner oder jeder neuen Unterkategorie beſteht die Gefahr, daß die Überſichtlichkeit in der Handhabung des Forums leidet. Ich muß ſelbst feſtſtellen, daß manches Thema (auch von mir Erstellten) nicht in einen der gängigen Ordner paßt. Aber die leichte Handhabung ſollte man nicht leichtfertig durch eine erweiterte Ordnerstruktur und immer neuen Kategorien aufs Spiel ſetzen. Neue Mitglieder und Beſucher haben ſowieſo erſtmals Schwierigkeiten ſich zu orientieren und durchzufinden. Ein zu kompliziert gestaltetes Forum könnte ſo manchen potentiellen Nutzer abſchrecken.


    Und natürlich wird es privat finanziert. Jedes Update koſtet etwas und daher ſollte jede Änderung gut überlegt ſein. Wer von den Kritikern, denen es ſchon einige gegeben hat, würde einfach mal ſo Jahr für Jahr Zeit und Geld für andere ausgeben?


    Mir ist das Forum ſehr ans Herz gewachſen. Auch wenn ich aus zeitlichen Gründen nicht an allen Diskuſſionen teilnehmen kann und ich ſo manchen Beitrag überſpringen muß, ſchaue ich jeden Tag 2- bis 3-mal, oftmals nur kurz, hier vorbei.

    Die Mängel ſind mir bewußt, aber damit kann ich leben!

    mingo28 hat einen neuen Termin erstellt:

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