Antiquatexte mit langem ſ ſind beſſer lesbar als Texte nur mit Rund-s, ſehen eleganter aus als dieſe, verbinden Antiqua- mit Frakturtexten und ſind alltags- und wie ich meine auch behördentauglich.
Das Setzen des langen ſ nach den Frakturſatzregeln (ohne Ligaturregeln) gelingt nach einem der folgenden Verfahren, vorausgeſetzt die Schrift enthält das lange ſ (Unicode 017F):
1. Wer Regelkenntnis beſitzt, ſchreibt die Texte einfach ſelbſt. Nützlich iſt dabei ein Programm wie TaſtaturPlus, mit dem das lange ſ mit AltGr+s geſetzt wird. Nachteil: Ganze Texte laſſen ſich nicht in Lang-ſ-Texte umwandeln.
2. Beim Text-Schreiben oder -Umwandeln mit vollfunktionalen OpenType-Antiquaſchriften entſteht der Regeltext von ſelbſt. Allerdings ſind mir nur meine beiden LOV.AntiquaS-Schriften mit weitgehend korrektem Regelſatz bekannt.
3. Mit dem neuen Programm AutoLs (http://www.ligafaktur.de) können Lang-ſ-Texte dagegen mit allen Schriften geſchrieben und umgewandelt werden, die das lange ſ in ihrem Zeichenbeſtand enthalten. Zwar beſitzt auch das Ligafaktur-Programm eine Antiqua-Lang-ſ-Funktion, aber AutoLs ist einfacher zu bedienen. Starten Sie das Programm und ſchreiben ohne weitere Einſtellungen ſofort regelgerechte Antiqua-Lang-ſ-Texte mit ihrer gewünſchten Schrift oder wandeln Texte in regelgerechte Antiqua-Lang-ſ-Texte um.