Stäbchenschrift

  • Hallo zusammen!


    Beim Stöbern nach Vorlagen für die Schulausgangsschriften stieß ich in der Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/St%C3%A4bchenschrift) auf folgenden Eintrag:


    "Die Stäbchenschrift ist eine von Maximilian Schlegl in den 1930er Jahren für den Anfangsunterricht im Lesen mit Fibeln geschaffene Ausgangsschrift.[1] Die Stäbchenschrift ist durchweg geradlinig und zeigt die Grundgestalt der Kleinbuchstaben der deutschen Kurrentschrift. Sie konnte auch in der Gegenbewegung, also von rechts nach links statt von links nach rechts, gelesen und geschrieben werden.[2] Die pädagogische Grundidee der Stäbchenschrift ist dabei jene des "werktätigen Legens"[3] von Buchstaben bzw. Wörtern und Sätzen mit Hilfe streichholzähnlicher "Schreibstäbchen".
    Die Stäbchenschrift konnte sich nicht durchsetzen."


    Das hört sich für mich so an, als gäbe es neben Koch-Hermersdorf-Schrift, Sütterlinschrift und Offenbacher-Schrift noch einen weiteren Vorlagenkatalog für eine Kurrent! Leider koann ich im netz dazu nichts finden, außer dem antiquarischen Verweis auf Schlegls Bücher.


    Weiß von euch jemand mehr dazu oder hätte mal ein Schriftbild dazu?


    Mit den besten Wünschen zum Jahreswechsel (möge sich in euren Briefkästen nur angenehme Post wiederfinden!)


    grüßt euch
    der Oliver

    Ich habe eine feste Meinung - verwirrt mich nicht mit Tatsachen!

  • Darüber habe ich in irgendeinem meiner Bücher schonmal gelesen. Bloß wo? Ich kann mich auch an ein Bild erinnern.
    Es ist aber keine Anfangsschrift im Sinne der Sütterlin etc., sondern eher eine didaktische Möglichkeit um zu einer richtigen Anfangsschrift hinzuführen.
    Mal sehen ob ich was dazu finde..., ich weiß nur nicht wo.

  • Man findet im netz allenfalls antiquarische Hinweise auf das Buch:


    Maximilian Schlegl, Friedrich Sammerl: Die deutsche Stäbchenschrift, ihr Wesen und ihr Gebrauch. Eine methodische Einführung. Ferdinand Hirt, Breslau 1933.


    Die Idee scheint aber wahrlich nicht verbreitet gewesen zu sein.

    Ich habe eine feste Meinung - verwirrt mich nicht mit Tatsachen!

  • So, nun habe ich doch noch etwas gefunden, es hat mir keine Ruhe gelassen:


    F. Sammer: Stäbchenschrift - Frakturhilfsschrift. in:
    Prof. Dr. G. Raederscheidt (Hg). Schrift und Schreiben. 6.Jg. Heft 1. Verlag F. Soennecken Bonn und Leipzig. 1934.


    [IMG:http://suetterlinstube-dresden.de/data/documents/Schlegel-Staebchenschrift.jpeg]


    Übrigens gab es laut dem o.g. Aufsatz zu dieser Zeit sieben Frakturhilfsschriften.

  • Zu diesem Thema ist ja gerade auch ein schöner Abdruck in der aktuellen „Deutschen Schrift„ zu lesen. Ich habe mich damit schon etwas befasse, aber die Kapitälchen sind nicht mit abgedruckt. Vielleicht kann da jemand nachhelfen?