Fremdwortvermeidung - in welchem Maß?

  • Guten Abend werte Mitschreiber,


    ich denke mal, daß die meisten von uns hier Anglizismen gegenüber weniger aufgeschlossen sein dürften. Was mich aber interessieren würde, ist die Frage, ob ihr auch bei etwa Latinismen schaut, diese nach Möglichkeit zu vermeiden.


    Ich selbst versuche inzwischen, mit möglichst wenigen Fremdwörtern auszukommen. Gerade solche Begriffe wie Moment, Infektion, Korrespondenz usw. ersetze ich inzwischen, da es ja sinnvolle deutsche Gegenstücke dazu gibt. Ich weiß nicht, wie andere das wahrnehmen, aber ich finde, daß die Texte, welche ich so schreibe, dadurch oftmals besser klingen. Man kann ja eine Reihe solcher Begriffe ersetzen ohne daß der Text besonders merkwürdig klingen würde - auch für Menschen, welche sich weniger mit der deutschen Sprache befassen. Auch bei stärker wissenschaftlichen Texten finde ich, daß man da auf einiges verzichten könnte, was Fremdwörter angeht, ohne der Qualität der Arbeit einen Abriß zu tun.


    Als Fremdwörter sehe ich allerdings nur solche Begriffe, die auch deutlich als solche zu erkennen sind. Die bereits sehr gut angepaßten wie Fenster, Speicher und wie die ganzen Klassiker, um wieder ein Fremdwort zu gebrauchen, heißen, belasse ich selbstverständlich. So puristisch bin ich dann auch nicht. :-)