Hilfe zu 8 Kurrent-Zeichen benötigt

  • Hallo,
    kann mir bitte jemand helfen, die Zeichen 1-8 zu identifizieren ? In den normalen Zeichensätzen von Kurrent finde ich sie nicht (bis auf das "c", wobei ich nicht weiß, wie sich Nr.1 und 2 unterscheiden).
    Merci schon einmal.


    BG,
    Volker


  • Hallo Volker!


    Ich bin ja auch nicht unbedingt der absolute Experte, aber was ich weiß ist, daß es sich bei den ersten beiden Zeichen jeweils um ein c handelt. Warum bei dem 3. Zeichen, was für mich ein e darstellt zwei Punkte drüber sind, kann ich dir nicht sagen. Das y mit Punkten ist auch eine ältere Schreibweise von y. Das D ist eindeutig ein großes D. Die beiden unteren Zeichen sind wohl jeweils ein kleines und ein großes A. Warum allerdings ein Kreis drüber steht, weiß ich leider auch nicht. Aber ich vertrau´ mal ganz einfach auf die wesentlich Erfahreneren in diesem Forum. Die klären uns sicher richtig auf.


    Gruß Sven

  • Ë
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    ËëDas Ë (kleingeschrieben ë) ist ein Buchstabe des lateinischen Alphabets, bestehend aus einem E mit Umlaut oder Trema.


    Im Albanischen ist das Ë der achte Buchstabe des Alphabets und mit 10 % der häufigste Buchstabe in albanischen Texten. Sein Lautwert ist /ə/. Im Kaschubischen wird der Buchstabe ebenfalls mit diesem Lautwert verwendet.


    In den allermeisten Sprachen, unter anderem im Französischen, Niederländischen und dem Afrikaans ist das Ë zwar kein eigener Buchstabe, wird aber verwendet, um anzuzeigen, dass ein E mit einem vorhergehenden Vokal nicht als Diphthong, sondern einzeln auszusprechen ist.


    Im Luxemburgischen wird Ë hauptsächlich für ein betontes /ə/ benutzt, es wird aber auch in einigen Wörtern verwendet, bei denen eine Abfolge von drei e auftritt, z. B. leeën (legen).
    -----------------------------------------------


    Trema
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    Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Eine Beschreibung des zahnmedizinischen Begriffs findet sich unter Diastema.



    Beispiel eines Tremas auf e und i. Der verwendete Schriftsatz ist GaramondDas Trema (Plural: Tremata), auch „Trennpunkte“ genannt, ist ein diakritisches Zeichen in Form eines horizontalen Doppelpunktes über einem Vokal. Die Umlautpunkte auf den deutschen Buchstaben ä, ö und ü sind optisch mit dem Trema identisch, haben aber eine andere Funktion. Um Missverständnisse zu vermeiden, wird daher das Trema im Deutschen – wenn überhaupt – nur in Eigennamen auf einem i (Zaïre) oder e (Citroën, Piëch, Noëlle) verwendet.


    Schon die deutschen Rechtschreibregeln vor 1996 rieten von der Verwendung des Tremas ab. Die Regeln seit der Rechtschreibreform von 1996 befassen sich gar nicht mehr mit dem Trema (siehe Das Trema in der deutschen Rechtschreibung im 19. Jahrhundert). Bei Schreibungen wie im griechischen Fremdwort Asteroid konnte sich das Trema auch in der Vergangenheit nicht durchsetzen, da sich im Deutschen die Diärese bereits durch die unterschiedliche Schreibung von dem in der Regel mit eu oder äu verschrifteten Diphthong /ɔʏ/ unterscheidet.


    Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
    1 Verwendung in verschiedenen Sprachen und Schriften
    1.1 Als Kennzeichnung einer Diärese
    1.2 Als Kennzeichnung einer abweichenden Vokalqualität
    2 Das Trema in der Datenverarbeitung
    2.1 Unicode
    2.2 TeX und LaTeX
    2.3 Mac OS
    2.4 HTML
    3 Siehe auch



    Verwendung in verschiedenen Sprachen und Schriften [Bearbeiten]


    Als Kennzeichnung einer Diärese [Bearbeiten]
    Häufig wird das Trema zur Kennzeichnung einer Diärese, das heißt der getrennten Aussprache von aufeinander folgenden Vokalen, genutzt. Der Gegensatz dazu ist die Synärese, die zwei Vokale lautlich zu einer Silbe, meist zu einem Diphthong (beispielsweise ei, eu, au im Deutschen) zusammenzieht.


    Im Französischen und im Niederländischen wird das Trema generell verwendet, um die getrennte Aussprache von Vokalen zu kennzeichnen. Beispielsweise zeigt das Trema im französischen Wort Noël („Weihnachten“) an, dass das e nicht mit dem o zusammengezogen, sondern als [nɔˈɛl] ausgesprochen wird. Weitere Beispiele aus dem Französischen sind die Wörter égoïste und Saül, aus dem Niederländischen paranoïde, geëerd und reünie.
    In der griechischen Schrift findet das Trema regelmäßige Verwendung, um die getrennte Aussprache von Vokalen in ansonsten als ein Laut gesprochenen Digraphen zu kennzeichnen, zum Beispiel αϊ oder οϊ. Ohne Trema werden die Vokalkombinationen αι oder οι als einfaches /e/ oder /i/ ausgesprochen, die Diärese eines Diphthongs ist hier also nur historisch zu sehen. Näheres dazu siehe unter Trema in der neugriechischen Orthographie.


    Als Kennzeichnung einer abweichenden Vokalqualität [Bearbeiten]
    In anderen Alphabeten und Sprachen wird das Trema benutzt, um eine abweichende Aussprache des zugrundeliegenden Graphems anzuzeigen. Hierbei liegen aber nicht die phonologischen Regeln der deutschen Umlautbildung zugrunde.


    In der Albanischen Sprache und im Luxemburgischen steht das Trema des Buchstabens ë nicht für eine Diärese, sondern für einen eigenständigen Vokal, das (Schwa), und wird wie ein offenes ö (Beispiel është), am Wortende oft auch gar nicht ausgesprochen (Beispiel unë). In der ladinischen Sprache steht das ë für einen stets betonten Schwa-Laut.
    Im kyrillischen Alphabet und manchen Sprachen, die es verwenden, hat das Trema nicht die Funktion einer Diärese. So wird beispielsweise im Russischen der Buchstabe Ë/ë als jo (jɔ) ausgesprochen.


    Im Katalanischen, Spanischen und in der brasilianischen Orthographie des Portugiesischen benutzt man das Trema, um die Aussprache des Phonems /u/ deutlich zu machen, wenn dieses zwischen g (katalanisch und portugiesisch auch q) und e bzw. i steht. Die Aussprache von gue und gui ohne Trema ist /ge/ bzw. /gi/, während es mit dem Trema /gu/+/e/ bzw. /gu/+/i/ gesprochen wird.
    Spanisch: paraguas (Regenschirm) -/gu/+/as/. aber paragüero -/gu/+/e/+/ro/ (Schirmständer).
    Katalanisch: llengua (Sprache), llengües (Sprachen), qüestió (Fragestellung, Diskussionsthema).
    Nach der Rechtschreibreform von 1990 gilt dies auch im Französischen.

    Ich habe eine feste Meinung - verwirrt mich nicht mit Tatsachen!

  • Å
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    Dieser Artikel behandelt vor allem Herkunft, Darstellung und Aussprache des Buchstabens Å. Die verschiedenen Bedeutungen dieses Zeichens finden sich unter Å (Begriffsklärung)


    ÅåDer Buchstabe Å - Kleinbuchstabe å ist ein Buchstabe des lateinischen Alphabets. Er kommt unter anderem im Dänischen, Norwegischen und Schwedischen vor. Etymologisch entspricht es dem altnordischen langen a (dort gewöhnlich á, bisweilen ā oder aa geschrieben); die daraus entstandenen Zwielaute im Isländischen und Färöischen werden immer noch á geschrieben.


    Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
    1 Form und Geschichte
    2 Einsortierung im Alphabet
    3 Vorkommen
    3.1 Im Dänischen
    3.2 Im Norwegischen und im Schwedischen
    3.3 Andere Sprachen
    3.4 Abkürzung
    4 Kuriosa
    5 Darstellung auf dem Computer
    5.1 Unicode
    5.2 HTML
    5.3 TeX
    6 Triviales
    7 Siehe auch



    Form und Geschichte [Bearbeiten]
    Das Å ist ein A mit einem kleinen Kreis (bolle) darüber. Dieser Kreis wird gleichermaßen bei den Groß- und Kleinbuchstaben, und sowohl in der Druck- als auch in der Schreibschrift verwendet. Der Überlieferung zufolge soll er die gerundeten Lippen bei der Aussprache darstellen.


    Historisch geht er zurück auf ein kleineres A, das über das A gesetzt wurde und so den Langvokal aa ablöste. Das kleine A wurde dann zu einem Kreis reduziert und tauchte erstmals in einer schwedischen Handschrift im 15. Jahrhundert auf.



    Einsortierung im Alphabet [Bearbeiten]
    Im Schwedischen und Finnischen ist Å der 27. Buchstabe im Alphabet und steht zwischen Z und Ä: Xx Yy Zz Åå Ää Öö
    Im Dänischen und Norwegischen ist Å der 29. und letzte Buchstabe des Alphabetes: Xx Yy Zz Ææ Øø Åå
    Im Deutschen (und anderen Sprachen) wird Å unter A einsortiert.


    Vorkommen [Bearbeiten]


    Im Dänischen [Bearbeiten]
    Im Dänischen steht der Buchstabe Å für den offenen, tiefen Vokal A mit einer Tendenz zum O (langes nordisches A). Früher wurde Aa bzw. aa geschrieben, erst mit der Rechtschreibreform von 1948 wurde das Å eingeführt.



    Im Norwegischen und im Schwedischen [Bearbeiten]
    Im Norwegischen und im Schwedischen steht der Buchstabe Å für den Vokal O (wie langes/kurzes offenes deutsches "O")


    Im Norwegischen wurde, wie im Dänischen, ursprünglich Aa bzw. aa geschrieben. Å wurde 1917 eingeführt und ist seit 1938 obligatorisch in der offiziellen Rechtschreibung.



    Andere Sprachen [Bearbeiten]
    Å kommt außerdem vor:


    im Chamorro, einer auf Guam und den Marianen gesprochenen Sprache
    im Wallonischen
    im Istrorumänischen
    in einer bestimmten Orthografie des Nordfriesischen
    bei der Schreibung einiger deutscher Dialekte, wie Bairisch, Südrheinfränkisch oder Pfälzisch
    bei der Schreibung einiger Italienischer Dialekte, wie dem Bologneser Dialekt


    Abkürzung [Bearbeiten]
    Å ist die Abkürzung für Ångström (Einheit).



    Kuriosa [Bearbeiten]
    In Dänemark ist der alte Digraph Aa durch Å ersetzt worden, in Eigennamen und Ortsnamen wie Aabenraa findet sich jedoch noch häufig die alte Schreibung. Ein Kuriosum ist die Stadt Århus, die sich mit Å schreibt, während im Namen der Universität der Stadt der Digraph beibehalten wurde: Aarhus Universitet.


    Auch im Norwegischen finden sich noch Reste der alten Schreibweise, die aus der Unionszeit mit Dänemark stammen. So heißt der norwegische Thronfolger „Haakon“ (gesprochen „Hokun“).


    Einen der kürzesten Ortsnamen der Welt haben skandinavische Orte mit Namen Å („å“ ist ein Wort für „Fluss“), z. B. Å an der Südspitze der Inselgruppe Lofoten vor Norwegen.

    Ich habe eine feste Meinung - verwirrt mich nicht mit Tatsachen!

  • Im Übrigen hat Bussard recht:


    5 = D


    1 = c in Ligaturen, also bei ch, sch, ck
    2 = c in Einzelstellung


    4 ist das alte y. Dazu gibts hier irgendwo im Forum einen eigenen Faden


    6 sieht zwar aus, wie ein Violinschalloch, ist aber ein F

    Ich habe eine feste Meinung - verwirrt mich nicht mit Tatsachen!

  • Hallo Oliver!


    Das lateinische e mit Pünktchen hast du ja ausführlich erklärt. Für mich bleibt aber immer noch ungeklärt, warum die Punkte über einem deutschen e sind?
    @ Volker: Wo stammen denn die Zeichen her? Aus einem lateinischen oder einem deutschen Text? Oben schreibst du ja, daß du die Zeichen mit Kurrent verglichen hast, aber nirgends gefunden hast. Wie kommst du auf Kurrent?


    Gruß Sven

  • Zitat von "bussard1974"

    Hallo Oliver!


    Das lateinische e mit Pünktchen hast du ja ausführlich erklärt. Für mich bleibt aber immer noch ungeklärt, warum die Punkte über einem deutschen e sind?
    @ Volker: Wo stammen denn die Zeichen her? Aus einem lateinischen oder einem deutschen Text? Oben schreibst du ja, daß du die Zeichen mit Kurrent verglichen hast, aber nirgends gefunden hast. Wie kommst du auf Kurrent?


    Gruß Sven

  • Zitat von "bussard1974"

    Hallo Oliver!


    Das lateinische e mit Pünktchen hast du ja ausführlich erklärt. Für mich bleibt aber immer noch ungeklärt, warum die Punkte über einem deutschen e sind?
    @ Volker: Wo stammen denn die Zeichen her? Aus einem lateinischen oder einem deutschen Text? Oben schreibst du ja, daß du die Zeichen mit Kurrent verglichen hast, aber nirgends gefunden hast. Wie kommst du auf Kurrent?


    Gruß Sven


    Hallo Sven,
    habe die Zeichen aus dem deutschen "D.S.Kurrent"-Font. Sind dort enthalten; - warum auch immer.
    BG, Volker

  • Wenn Font-Designer einen Font erstellen, dann gehen sie nicht immer von einem deutschen ABC aus, bzw einem aus fürs Deutsche nötigen Grundbestand an Buchstaben, sondern bilden auch Zeichenverbindungen die für andere Sprachen nötig sind, machmal einfach weil es geht, machmal, weil sie alle möglichen Lautzeichen der Sprachen schaffen möchten die Lateinbuchstaben nutzen, machmal weil der Font von dem sie ausgehen diese Zeichen hat. Für die deutschen Schrift scheint manches davon nicht sinnvoll, doch bleibt zu bedenken, daß diese Schrift durchaus auch für andere Sprachen genutzt werden kann und wurde (bsp. das Lausitzer Sorbisch).

  • Es wird wohl ein Schriftenersteller eine 1 zu 1- Übertragung angestrebt haben. Dabei wußte er nicht, daß fremdländische Wörter immer in Lateinschrift geschrieben wurden.
    Das e mit Doppelpunkt hat also im Lateinischen eine Funktion, im Deutschen wird es das faktisch nicht gegeben haben und dieser Buchstabe ist ein Anachronismus.
    Da ich aber schon Texte in lateinischer Sprache in deuter Kurrent aus dem 16. Jahrhundert gesehen habe, schließe ich nichts aus. :wink:

    Ich habe eine feste Meinung - verwirrt mich nicht mit Tatsachen!

  • Es kommt darauf an, in welcher Zeit die Schrift entstanden ist, da sich die Schrift weiterentwickelt hat. Darf ich fragen, in welcher Zeit der Text, welchem diese Zeichen entnommen sind, entstanden ist? Vielleicht kann darüber etwas weiter gefunden werden. Handelt es sich um eine Handschrift oder ist der Text gedruckt?