Ein resignierter Amtsschreiber und verletzte Gefühle – 1832

  • Hallo alle,


    Frantz Steidls Kündigung scheint nicht sehr wohlwollend aufgenommen worden zu sein...

    Könnt ihr mir helfen, die wenigen Lücken in der Transkription zu füllen?




    Frantz Steidl 1ster Amtsschreiber der Herrschaft Fal-

    kenau [an der Eger] resigniert seinen Dienst.


    Allerdings hätten Sie besser gethan der bittersten

    Demuth erst etwas zu bemühigen, um auch eine Ihrem

    eigenen Stand? angemessenen Art, Ihren Posten nicht

    zu kündigen. – Ich halte das meiner ____ nicht noth-

    wendig auf eine solche Geschrift meine Handlungs-

    weise zu rechtfertigen. Übrigens? nehme ich

    Ihre Aufkündigung natürlich an, und Sie können

    in der gesetzlichen Frist austrotten?.

    Prag? den 5/1832

    C. P. Nostitz



    Edit: ein zweiter Eintrag für mehr Kontext. Frantz hat Steuergelder unterschlagen?


    Budislauer Verwalter Franz Steidl, um Nachsicht

    einiger Final-Ersätze, d_____: 12 April 1834.


    Da jeder Bedienstete gesetzlich verbunden ist, das ihm

    verantraute Geschäft mit Redlichkeit u. Treue zu ver-

    walten, so kann ich dem vorliegenden Gesuche um

    so weniger willfahren als derselbe in dem beim Tabo-

    rer __ Kreisamte aufgenommenen Protocolle selbst

    eingestanden hat, die fraglichen Taxen eingehoben,

    nicht verrechnet zu haben, was im schonendsten

    Falle den Ersatz dieser eingehobenen Taxen noth-

    wendig zur Folge hat, wobei es auch sein unab-

    änderliches Bewenden? erhält.

    Schloss Mieschitz am 12 April 1834.

    Nostitz.

  • Allerdings hätten Sie besser gethan den bittersten

    Unmuth erst etwas zu beruhigen, um auf eine Ihrer

    eigenen Würd angemessene Art, Ihren Posten auf-

    zukündigen.

  • – Ich halte es meiner seits nicht noth-

    wendig auf eine solche Zuschrift meine Handlungs-

    weise zu rechtfertigen. Uibrigens nehme ich

    Ihre Aufkündigung natürlich an, und Sie können

    in der gesetzlichen Friest austretten.

    Prag den 5/832

    E.G. Nostitz

  • Da jeder Bedienstete gesezlich verbunden ist, das ihm

    anvertraute Geschäft mit Redlichkeit u. Treue zu ver-

    walten, so kann ich dem vorliegenden Gesuche um

    so weniger willfahren als derselbe in dem beim Tabo-

    rer kk. Kreisamte aufgenommenen Protocolle selbst

    eingestanden hat, die fraglichen Taxen eingehoben,

    nicht verrechnet zu haben, was im schonendsten

    Falle den Ersatz dieser eingehobenen Taxen noth-

    wendig zur Folge hat, wobei es auch sein unab-

    änderliches Bewenden erhält.

    Schloss Mieschitz am 12 April 1834.