Text von 1759: Lesehilfe gesucht

  • Dieses Textstück stammt aus einem schriftlichen Auftrag aus dem Jahr 1759, im Umfeld des 7jähriges Krieges. Mir fehlt beim Lesen das zweite Wort der ersten Zeile:



    Mein Transkript (vom Rest):

    "Dieses .......
    muß Herdicke und
    Hengsen außthun"


    Herdicke (heute Opherdicke) und Hengsen sind benachbarte Dörfer (heute Ortsteile von Holzwickede), die mit diesem Schriftstück einen Auftrag zum Transport von Pferdefutter ("Fourage") bekommen haben, aber ihm nicht (rechtzeitig?) nachgekommen sind. Eine Aufstellung der durch den Ausfall entstandenen Kosten ist auch auf dem Auftrag vermerkt. Ob sich dieses Textstück auf den eigentlichen Auftrag oder die entstandenen Extrakosten bezieht, kann ich nicht sehen. Vielleicht würde hier das fehlende Wort helfen.


    Die Seiten des vollständigen Dokuments sind leider zu groß für den Upload hier, Interessenten kann ich gerne ein Digitalisat und Informationen über die Quelle zukommen lassen (andreas.heidemann(at)historischer-verein-holzwickede.de).

    Einmal editiert, zuletzt von a15n () aus folgendem Grund: "außthun" hat erkennbar kein s sondern ein ß

  • Klingt gut und plausibel.


    Ich zögere nur bei der Endung 'n' von 'Wagen'.

    'Diesen' und 'Hengsen' haben deutlich sichtbar die gleiche Linienführung für den gleichen Buchstaben. Bei 'Wagen' wäre das (gleiche) End-n völlig anders notiert.

  • Gute Frage! Die stelle ich mir auch.

    Im Zweifel ist eine unsichere Interpretation besser als keine. Der "Wagen" (und auch die Korrektur auf "diesen" beim ersten Wort) ist für mich ein wertvoller Beitrag.

    Es gibt im kompletten Dokument (das mit 1,5 MB leider etwas größer ist als die 0,5MB Beschränkung im Forum) schon ein Wort "Wagen" - im Vergleich sieht das deutlich anders aus:


    Das Dokument macht aber den Eindruck, als ob die beiden Textstücke nicht vom gleichen Schreiber stammen. Insofern ist das ein Beispiel von geringem Wert.

  • Nein, das heruntergezogene "n" kommt im anderen Text gar nicht vor. Die Kombination "sen" gibt es auch nicht.


    Ihr könnt gern selber mal nachschauen - ich hab das Dokument mal kleingerechnet, jetzt passt es hier hin:
    (Das Transkript hierfür hab ich auch schon)


  • Also ich sehe das "-en" hier dreimal, einmal als -sten, einmal als -schen und einmal als -ßen. Ein Frikativ ist zumindest involviert, auch wenn ich daraus tatsächlich keine Regel erkenne.

  • Also ich sehe das "-en" hier dreimal, einmal als -sten, einmal als -schen und einmal als -ßen. Ein Frikativ ist zumindest involviert, auch wenn ich daraus tatsächlich keine Regel erkenne.

    Korrekt. Keins der "n" endet mit Abschwung. Und die Kombination "sen" gibt es nicht. Mehr hab ich nicht geschrieben.
    Im Übrigen wiederhole ich nochmal meine Vermutung vom Montag 13:10: die beiden Textstücke stammen nicht vom selben Schreiber. Schon die Verwendung von "Herdicke" und "Opherdicke" lässt das ja vermuten.

  • Doch, natürlich endet geringsten auf Abschwung. Dass bei Requisitionen unterschiedliche Hände involviert waren, ist sehr wahrscheinlich. Ich würde hier trotzdem eher an eine Regel denken als an eine individuelle Note.

  • Korrekt. Keins der "n" endet mit Abschwung. Und die Kombination "sen" gibt es nicht. Mehr hab ich nicht geschrieben.
    Im Übrigen wiederhole ich nochmal meine Vermutung vom Montag 13:10: die beiden Textstücke stammen nicht vom selben Schreiber. Schon die Verwendung von "Herdicke" und "Opherdicke" lässt das ja vermuten.

    ohne den geringsten

    Zeitverlust


    Ist das nicht ein "n" mit Abschwung?

  • ohne den geringsten

    Zeitverlust


    Ist das nicht ein "n" mit Abschwung?

    :huh: ja, da ist doch eins. :/

    Was mag einen Schreiber damals veranlasst haben, das "n" mal so und mal anders zu schreiben? Kennt das jemand aus anderen Texten?

    Sollte das die Lesung "Wagen" ändern, um die es mir eigentlich geht?
    Sollte das meine Einschätzung ändern, was die Anzahl der Schreiber angeht?
    :/