• Guten Abend!


    Läßt ſich die Nutzung wie unten aufgeführt verallgemeinern?


    - [Math. Minus]

    – [Gedankenſtrich mit Leeranſchlag für Antiquatexte, auch deuſche Texte.]

    — [Gedankenſtrich für Fraktur mit Leeranſchlag.] Lt. Duden von 1938.

    — [Für engl. Texte, jedoch ohne Leeranſchlag.]


    Falls dies korrekt iſt, ſtellen ſich mir zwei Fragen:


    1) Ist der engl. mit dem dt. Gedankenſtrich identiſch, alſo über 0151 mit der 'alt'-Taſte auszuwählen?

    2) Ist bei deutſchen Texten in Antiqua, der Gedankenſtrich – mit 'alt' 0150 korrekt?

    Oder ſollten wir den aus der Fraktur heraus bekannten Strich — nutzen?


    Dankeſchön und viel Freude am Schreiben!

    Andreas

  • Danke; die Verwendung bei der Angabe € 2,— anſtelle von € 2,-- in deutſchen Texten "begegnete" mir ſelten. Sehr intereſſant!


    Zur Verwendung bei deutſchen Texten in Antiqa mit Lang-ſ, analog zum Frakturſatz, ſchweigt sich Wikipedia jedoch aus.

    Sollte hier Ihrer Anſicht nach auch der in der Fraktur gebräuchliche Gedankenstrich Anwendung finden?


    Viel Freude am Schreiben!

    Andreas

  • Ich denke, es kommt auf den Kontext an, z.B. die Zeit, in die der Text eingebettet ist, auf das Medium, auf den verfügbaren Typensatz und auch auf die entsprechende Textherstellungsmethode. Ich finde z.B. schon in Druckschriften um 1800 gar keinen Unterschied zwischen Geviertstrich bei Auslassungen und Geviertstrich bei Bindestrich. Die sind in Fraktur identisch, Sprache deutsch. Warum sollte ich mir ein Klingelschild mit Kanzleikurrent malen, wenn ich in moderner Bauhaus-Architektur wohne? Anders gesagt: der Halbgeviertstrich hat sich eingebürgert, man nehme den Halbgeviertstrich (–). Und wir können froh sein, dass "--" als Überbleibsel der Generation "Adler-Suchsystem" keine bleibenden interpunktionalen Schäden hinterlassen hat.