Opas Briefe - Ostern 1944

  • Hier sind weitere Textauszüge eines Briefes meines (unglaublich poetischen) Opas, den er an Ostern 1944 an seine Familie schrieb.

    Es sind insgesamt 4 sehr eng beschriebene Seiten, das meiste habe ich aber bereits geschafft - auf den ersten drei Seiten fehlen mir nun nur noch die orange markierten Wörter. Wer erbarmt sich und hilft beim Entziffern?

    Vielen lieben Dank!

  • Ja, super - Chefin macht Sinn, da Anna die Magd auf dem Hof war und meine Urgroßmutter (die in der Passage ihren Sohn verabschiedet) war dementsprechend ihre Herrin bzw. Chefin....


    Hat denn vielleicht noch jemand eine Idee zu Seite 2?

    Den Text lese ich bisher so:

    "Der Vater hat Recht; zur selben Zeit sitzt Roland 500km entfernt und schreibt an seine Lieben daheim einen Osterbrief. Ganz automatisch gehen die hellblauen Augen des Bauers in die Richtung, wo er seinen Sohn vermutet, nach Hohenstein über die … … . Gerade als wollte er es erzwingen mit eigenen Augen die Baracke zu erspähen, in der der „Einzige“ sitzt, hebt er die verwitterte schwielige Recht(e ) als Sonnenschild an die mit Sorgenfalten bedeckte Stirn."

  • Hat denn vielleicht noch jemand eine Idee zu Seite 2?

    Den Text lese ich bisher so:

    "Der Vater hat Recht; zur selben Zeit sitzt Roland 500km entfernt und schreibt an seine Lieben daheim einen Osterbrief. Ganz automatisch gehen die hellblauen Augen des Bauers in die Richtung, wo er seinen Sohn vermutet, nach Hohenstein über die … … . Gerade als wollte er es erzwingen mit eigenen Augen die Baracke zu erspähen, in der der „Einzige“ sitzt, hebt er die verwitterte schwielige Recht(e ) als Sonnenschild an die mit Sorgenfalten bedeckte Stirn." .

    Ganz automatisch gehen die hellblauen Augen des Bauers

    in die Richtung, wo er seinen Sohn vermutet, nach Hohenstein über die

    nauszu . ??


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    Ein Link als Beispiel:


    https://twitter.com/lessi_xd/status/632535503187918848

  • "nauszu" passt, es wird im Sächsischen oft benutzt. Das Wort vorher, vermute ich, ist eine Ortsangabe, leider fällt mir dazu gar nichts ein.

  • Und hier nun der Rest ;) Die gesuchten Wörter sind grau hinterlegt.


    Seite 4_1:

    "Meine Lieben! Der (Riesen?)stollen ist gestern, Sonnabend, den 8.4. eingegangen. Das Pfännel (?) war viel schneller da. Aber dürre war es nicht. Ist heute fast alle geworden. Pfännel (?) habe ich noch nicht angerissen. Die Feiertage kann ich ja leben wie ein Fürst, denn wir haben auch von der Batterie Gebäck, Bonbons und Zuckereier bekommen."

    --> klingt nicht so wirklich logisch... :/

    Seite 4_2:

    "Ich glaube, das Gänseei kann ich gar nicht öffentlich verspeisen; es könnte Aufruhr geben. Also bis auf weiteres könnt ihr die Lebensmittellieferungen einstellen, es wird sonst bei dem kl. Spind zu … . Ich schreibe schon wieder (gell?). Esst nur den Truthahn. Er ist doch nicht krank geworden. Es ist doch eine Delikatesse." --> Das "gell" kommt mir komisch vor, da dieses Wort im Sächsischen eigentlich nicht benutzt wird.....


    Seite 4_4:

    "Achso, wie steht es nun mit der Erbsache? Wenn möglich Radio zurückholen und mir sofort gut verpackt schicken. Mir ist eben alles Brauchbare bei Lebzeiten gekauft worden. Ist sonst was los? Günter’s Stunden sind nun auch gezählt.

    Heute wird schöner Betrieb überall sein „…“ usw. Ei, ei … nicht kommt alles wieder!"

    --> Die letzte Zeile erschließt sich mir nicht wirklich...


    Vielen Dank!



  • Der Riesenstollen scheint wirklich groß zu sein.

    Das Pfännl würd ich so stehen lassen.

    Im Spind wird es zu hämpflich, also vermutlich zu eng.


    Zu letztens eher ein Raten "Schuster" usw. Ei, ei na meist kommt alles wieder.