Ortsname

  • Guten Tag,

    Ich komme bei folgender Anschrift nicht weiter.

    Ich lese:

    Vom ????????Oberamte

    An die Löbliche Herrschaft in (Praabs) bei (Wien)?

    ???????? H.l.M.B

    Ich finde keine Ortschaft die Praabs heißt.

    Zum Schriftvergleich habe ich den ersten Briefabsatz gescannt.

    Bitte um eure Hilfe

    Liebe Grüße

    Franz

  • Das wäre was für Johann..


    Vom Gebwanner (?) Oberamte

    An die Löbliche Herrschaft in Raabs bey (Wien ... naja wohl eher im Großraum)

    W.O.M.B (da kann ich leider auch nicht helfen)

    porto zahlt die Partheu


    Sieht insgesamt alles nicht so gut aus. Den Namen des Amts kann ich nicht auf die Schnelle ersehen. Steht er vielleicht nochmal im Text? Der Brief geht ja darum, dass einem Burschen aus Niemschitz noch eine einjährige Wanderschaft verwilligt wurde. Also könnte der Absender auch weiter weg gewesen sein, je nachdem wie der junge Wogner gewandert ist.

  • Super, vielen Dank

    Raabs an der Thaya in Niederösterreich.

    Also ein Portobrief, der Empfänger zahlt 8 Kreuzer

    Der Name des Amtes steht noch mal im Text. In der letzten Zeile (habe den zweiten Abschnitt gescannt)

    Liebe Grüße

    Franz

  • Das ist einfach nur noch zum Verzweifeln. Das einzige, was ich gefunden habe ist das Oberamt Gerabronn und das haut hinten und vorn nicht hin. Dieses Geschmiere macht alles nur noch schlimmer Oktewann, Gebwann, Gutewann, Gatemann ????


    Dürfte ich dich darum bitten, den Namen des Beamten nochmal als Bild zu schicken? Vielleicht kommt man über den weiter. Und wenn sich diese hingeschmierten Glyphen irgendwie doch noch als sinnvoller Ort erweisen, empfehle ich, den Brief danach als Rache posthum zu verbrennen.

  • Ich habe den letzten Teil gescannt. Vielleicht hilft das weiter. Aber die Schrift ist leider noch schlimmer.

    Ich vermute ein Franz A???? hat gezeichnet.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Da kann man ja durchdrehen. Ich habe jetzt Franz Frey 1832 als Oberamtmann von Butschowitz gefunden. Wegen der räumlichen Nähe hatte ich zumAmtsort Habrowan tendiert, auch wenn er für dieses H sofort entlassen gehört hätte. Jetzt lese ich aber wieder, Oberamtmann von Hadrowan war 1838 Anton Kunstowni. Was soll das?

  • ..mysteriös das Ganze, aber trotz alldem bin ich jetzt mit den Brief ein gutes Stück weiter. Ich kenne den Bestimmungsort und weiß worum es in dem Schreiben geht.

    Vielen Dank für die Hilfe.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Da schließe ich mich mal der Verzweiflung an, alles zwischen G und wann ist irgendwie Raterei.

    Der Brief wurde in Brünn gestempelt, keine Ahnung was dort alles amtete.

  • Sowohl gestern, als auch heute beschäftigte ich mich mit dem Ortsnamen. Es ist sehr frustierend.
    Was ich jetzt gemacht habe, dass ich die beiden Schreibweisen übereinander montierte.

    "ewann" scheint sicher zu sein. Vielleicht auch "lewann"

    Aber ist am Anfang ein O, oder ein G?

    Einmal editiert, zuletzt von habeljohann ()

  • Ich weiß nicht, ich nehme von meiner Habrowan-Theorie noch nicht gänzlich Abstand. Franz Frey war 1832 Oberamtmann in Butschowitz und das liegt ja sehr nah bei Habrowan, wie wir alle wissen.

  • Habrowan - so viel Buchstaben sehe ich nicht. Nach dem b ist vor dem wann nur ein Buchstabe.

    Das b anderswo im Text schaut nicht so aus (für mich). Ich tät dort eher ein l vermuten.

  • Butschowitz liegt näher bei Brünn. Der Brief wurde in die Brünner Poststation eingeliefert.

    Daher würde ich eher zu Butschowitz tendieren.

  • ..es ist sehr rätselhaft.

    Ich habe jetzt meine Literatur (Postrouten, Ortsverzeichnisse) durchforstet. Leider kein Erfolg.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Ich würde mich dabei grunsätzlich von allen orthographischen Vorstellungen befreien. Allerdings ist einfach die Vielzahl der Wann-Orte ein Problem in dieser Gegend. Vielleicht kann jemand die Orte in Mähren mit wann am Ende mal durchgehen...

  • Wenn der erste Buchstabe ein O wäre folgte ein h, dann wäre es ein Ort

    Ohe..., Oha... oder Oho...wann.

    Das kleine o im ersten Fall wäre dabei genauso "schlecht" wie im Vom (es sei den das soll ein Dem sein) und würde den ominösen Kringel in der zweiten Fassung erklärlicher machen.

    Mit einem H als Anfang könnte ich mich nicht anfreunden, ebensowenig mit einem B.


    Da ich kein weiteres G im Brief gesehen habe, will ich G am Anfang nicht ausschließen.

    Nach dem Oberamt in der zweiten Fassung könnte es aber durchaus auch O sein.

  • Alle zurücktreten und Trommelwirbel bitte:....


    Herr Frey war Amtmann,...


    im bekannten und gut beschriebenen Städtchen ....


    Oslawan


    Das bedeutet nun folgendes:


    • Ernaburga hatte Recht, ich kann nur sagen Oho...
    • Der Schreiber gehört für die Schreibweise seines Doppel-s beleidigt und verachtet
    • Oslawan ist in 39 Minuten von Habrowan aus zu erreichen (mit einem Golf Kombi)
    • Franz kann seine Sammlung vervollständigen
    • Wir können uns alle wieder entspannen und über anderen, liebgewonnenen Textstellen verzweifeln.
  • … ich bin Sprachlos

    Ein dreifaches Hipp-Hipp-Hurra. Auf Oslawan wäre ich nie gekommen.

    Meine Hochachtung.

    Mein herzlicher Dank gilt abschließend allen an der Sache Beteiligten.

    Ihr seid ein tolles Team

    Liebe Grüße

    Franz