Braut aus dem Elsaß

  • Liebe Forenmitglieder,


    ich bitte Euch um Korrektur und Ergänzung meiner Transkription.


    Mir herzlichem Dank,


    Johann


    Wohlgeboren Jungfr.

    Sophia Reisser lect: (?)

    Stanilrs (?) des Hh: Johann

    Reissler xod..ors Me-

    diümee zu Urbes in

    Elsaß un der Frau

    Theresia dessen Ehe-

    gattin geborene

    ?ippel

  • Nach dann...


    Wohlgeborne Jungfr.

    Sophia Reisser led(igen)

    Standes des Hh: Johann

    Reisser Doktors Me-

    dicinae zu Urbes in

    Elsaß und der Frau

    Theresia dessen Ehe-

    gattin gebornen

    Sippel (oder Siegel)

  • Lieber AN,

    ich Danke Dir für die korrekte Transkription und Ergänzung herzlich.

    Jetzt in der Morgenfrische ist das letzte Wort für mich Siggel. Das p in "Sophia" schaut anders aus und z.B. das g in "gebornen" schaut sehr ähnlich aus, wenn ich die Lösung "Siggel" nehme.

    Die Moral der Geschichte ist für mich, dass ich die Transkription lieber auf den nächsten Tag verschiebe, wenn ich davor mit Bekannten in der Stadt mein Bierchen getrunken habe. Danach sehe ich einfach nicht mehr, was ich sehen müsste.

  • Mhm...eine gute Beobachtung. Ausgehend davon, würde ich sagen, da der Autor den Punkt des"i" nicht getilgt hat, war es seine Absicht, das erste g zu überschreiben. Daher würde ich sogar zu der Lesart Saigel/Siegel tendieren.


    Ja, oft hilft es, sich schwierige Stellen mehrfach anzusehen oder eine Pause zwischen dem Lesen zu machen. Ich frage mich häufiger, ob wir Kurrent deswegen nicht sogar bewusster lesen, weil es fast immer mehr Sinn macht, das Schriftbild unbefangen zu betrachten und, neben dem Inhalt auch die äußere Form und Literarizität zu bewerten.