Pokal?

  • Ich lese hier immer und immer wieder Paket. Es erschließt sich mir überhaupt nicht, warum man das abkürzen sollte und warum er dafür lateinische Buchstaben verwendet. Dazu kommt, dass ich Augustin für einen Genitiv gehalten habe, was aber wegen der Endung unwahrscheinlich ist (Augustui wohl kaum). Wenn der Autor wenigstens noch irgendeine Form von lesbarer Grammatik angewandt hätte, aber da kann ja alles alles sein. Es ist langsam einfach nur noch frustrierend.


    Gibt es vielleicht eine andere Quelle, die mit diesen Briefen in Verbindung steht?

    Einmal editiert, zuletzt von Angemeldet ()

  • Seit Mitte Dezember bin ich frustiert, wenn ich diese Berichte lese. Es sind noch 12 Seiten übrig...
    Ich las Pakel, aber verstand das Wort nicht, plus auch das nicht, was das Ding mit Augustin zu tun sollte. Augustin erscheint hier zum ersten Mal in den Briefen.

    Also das wird doch Paket - Pake(r)l sein.

    Die Geschichte: Das (Geschenk)Paket wurde zwar an Augustin gedacht, aber aufgrund der allergnädigsten Entscheidung der Gräfin, erhielt doch Georg (der Autor) es, wofür er die Hände und Füsse der Gräfin untertänigst tausendmal heiß küsste...

  • Also, der Augustin scheint ja ein toller Hecht gewesen zu sein, aber warum die Abkürzung für sein Paket? Ich verstehe es wirklich nicht.

  • Auf das „warum?” könnte höchstens der Autor antworten – oder doch nicht. Er ist nicht immer konsequent.


    Mich beschäftigt jetzt eine neue Frage. Ist der Sinn von „gut angebracht” im unteren Satz, dass die gennanten Güter gut verkauft worden sind? Oder kann das auch etwas anderes bedeuten? (Manchmal habe ich die frustrierende Erfahrung, dass meine Deutschkenntnisse doch nicht ausreichend sind.) In den früheren erhaltengebliebenen Briefen ist keine Rede darüber, dass diese Güter verkauft werden sollten.


    „da her


    meinete ich diese gutte Gelegenheit nicht zu verßlaffen, sondern


    zu trachten, damit wie die Szallader, also auch die Biharer gütter


    gutt angebracht, und dar für dß Dominium Ljubljo impetrirt


    werden kunte”

  • Ich würde eher so etwas sagen wie, "die Forderung daran rechtsgültig machen", also im Gegenteil, nicht verkaufen, sondern in den eigenen Besitz bringen. Er will ja das Obereigentum (Dominium) an diesem Ljubljo erwerben, da wäre es schlecht, es zu verkaufen.


    Andererseits könnte es natürlich auch bedeuten, man wollte es gut an den Mann bringen, also an einen zuverlässigen Käufer, über den man Obereigentumsrechte ausüben kann.