zwei Begriffe

  • Einen Galanterietischler würde ich heute als Kunsttischler bezeichnen. Das Wort "schutzbefreit" ist mir noch nicht begegnet, ich habe es auch nirgends gefunden. Deshalb fange ich mal mit einer wilden Theorie an. Es könnte jemand sein, der von Schutzdiensten (Feuerwehr, Wachdienste etc.) aus irgendwelchen Gründen befreit ist, z.B. weil er körperlich invalid ist.

    Der Unterschied zwischen Vergangenheit, Gegenwart und
    Zukunft ist [...] eine Illusion, wenn auch eine hartnäckige.

    Albert Einstein (1879-1955)

  • Danke schön für die Erklärungen.

    Ich konnte das Wort "schutzbefreiter" nicht richtig auslesen, so war meine Frage leider falsch.
    Die Theorie ist überhaupt nicht "wild", die Person war sicher von der "schutzpflicht" befreit.

    Da der Galanterietischler ungarischer Staatsbürger war, nur in Wien arbeitete, war er ein Ausländer - das konnte vielleicht auch ein Grund gewesen sein.

  • Naja, ein Schutzbefreiter steht über den Bindungen an eine Handwerkskorporation aus Gründen seiner Herkunft oder weil er anderswie privilegiert war. Bekannte schutzbefreite Berufe in den Städten waren z.B. Müller oder Apotheker. Aber auch wenn man für den Fürsten, den Landesherren oder sonstwie gearbeitet hat, und ein Privileg hatte, war man schutzbefreit. Auch Juden waren übrigens mancherorts Schutzbefreite, da sie ja, sofern sie sich denn überhaupt ansiedeln durften, nicht in eine Zunft oder andere Koporation eintreten durften. Ironischerweise bezahlten sie dafür Schutzgeld.


    Bei Galanterietischler stimme ich zu, Kunstschreiner oder Kunsttischler trifft es am besten. Hier hätte ich eine Erklärung gefunden. https://books.google.de/books?…chler%20Schreiner&f=false