Euro-Banknoten

  • Das geht in der Tat, indem du oben in der hellgrünen Pfadleiste auf das kleine grüne Lesezeichen (rechts) klickst und dort "Thema nicht abonnieren" auswählst. Ich empfehle ausgiebig, das gerade in diesem Thread zu gebrauchen, auch wenn einen das nicht hundertprozentig vor dem Unsinn schützt, der da dennoch verbreitet wird (hatte das Thema spätestens seit den angeblichen Logenbrüdern, die Europa unter sich aufgeteilt haben, deabonniert).

    2 Mal editiert, zuletzt von Angemeldet ()

  • Häme und O.T.-Diskussionen ersetzen natürlich kein einziges Argument. Tatsache ist, was die Münzen zeigen und das Fehlen unserer Schrift auf den Banknoten, daß man unsere Kultur, unsere Nation diskriminiert. Man will uns den Stolz auf unser Land aberziehen, und einzelne Beiträge hier in diesem Thema zeigen ja, daß dies sogar schon gelungen ist.


    Ansonsten, da wir gerade off topic sind, frage ich mich, welchen Sinn dieses Frakturschriften-Forum hat, wenn es nicht darum geht, für die Wiedereinführung unserer Deutschen Schrift offensiv zu werben. Offenbar geht es hier in erster Linie um Lesehilfe für Genealogen und Geschichtswissenschaftler.


    Ich erinnere mich noch an die Brief-Aufkleber des "Bundes für Deutsche Schrift" mit Texten wie:


    >Deutsches Wort in Deutscher Schrift<

    >Annahme wegn Kleinschreibung der Hauptwörter verweigert<

    >Fraktur kommt an<

    >Gleim an Seume: Nichts mehr, ich bin blind. Ich, ein Lateiner, werde wieder ein Deutscher: Die Deutschen Buchstaben sind ür die Augen die rechten Stücke< (sinngemäß aus der Erinnerung zitiert)

    >man mus nicht die buchstaben inn der lateinischen sprachen fragen, wie man sol Deutsch reden, wie diese esel thun, sondern, man mus die mutter jhm hause, die kinder auff der gassen, den gemeinen man auff dem marckt drumb fragen, und den selbigen auff das maul sehen, wie sie reden, und darnach dolmetzschen (...) denn die lateinischen Buchstaben hindern über die Maßen sehr, gutes Deutsch zu reden - Martin Luther<


    Eine entsprechende Haltung habe ich hier erwartet, stattdessen naive Nostalgie und die Angst, irgendwie mit einem berechtigten politischen Anliegen anzuecken und deswegen besser zu schweigen, anstatt das Anliegen laut und deutlich ins Land zu tragen.

  • Ich bedanke mich, "Howard" und "Angemeldet", es war nicht leicht zu finden.

    Der Unterschied zwischen Vergangenheit, Gegenwart und
    Zukunft ist [...] eine Illusion, wenn auch eine hartnäckige.

    Albert Einstein (1879-1955)

  • Jeder der das Vierteljahresheft des Bundes lieſt, wird die Annoncen, die Arpad v. N. zuſammengeſtellt hat, aus den 60er oder 70er ſtammen, kennen. Grundſätzlich ſtimme ich dem zu, bis auf den Punkt, daß ich auch der Meinung bin (wie viele andere hier), daß Fraktur bzw. Kurrent europäiſches Kulturgut iſt und lediglich im deutſchſprachigen Raum einige Beſonderheiten aufweiſt. Der Ton der Annoncen wirkt heute propagandiſtiſch - das war eben ein Kind ſeiner Zeit. Heute würde der Bund ſicherlich anders argumentieren, aber dasſelbe ſagen wollen. Einige Sprüche kenne ich als Sticker („Fraktur kommt an“, „Fraktur lieſt ſich gemütlicher“), die ich ſchon mal auf einen Brief drauf klebe.

    Das Anliegen unſereins iſt es, Fraktur und Kurrent am Leben zu erhalten. Man freut ſich ſchon, wenn man plötzlich wieder mal was in der Öffentlichkeit entdeckt.

    Aber die Erwartung, daß Bücher und Zeitſchriften in Fraktur erſcheinen, wird wohl ein Wunſchdenken bleiben. Zwar gibt es Kleinverlage, die voller Enthuſiasmus verlegen, aber ſie befinden ſich in einer Niſche, die das Leſepublikum kaum wahrnimmt. Frakturtexte in der digitalen Welt, ob auf ebooks oder auf Nachrichtenportale, die einzelne Beiträge in Fraktur bringen, ſind in der jetzigen Zeit undenkbar. Leider können Frakturen auf Bierdeckeln oder als Reklameſchrift von Handwerksbetrieben nicht das ſtückchenweiſe Verſchwinden aufhalten. Ein paar Texte in Fraktur in den Leſebüchern der Grundſchule, würden ſchon gegen das Unvermögen Fraktur zu leſen, Wunder wirken.

    Aber ich will mich hier nicht wiederholen, denn dies habe ich ſinngemäß ſchon mal im Forum geäußert.


    Arpad v. N. beklagt das Nichterſcheinen von Fraktur auf wenigſtens einen Euroſchein. (Ich wäre auch nicht böſe geweſen, wenn ein Geldſchein, ſo ein Schriftzug getragen hätte.) Er begründet dies, (vielleicht manchmal ungeſchickt) und die Maſſe ſchlägt zurück.

    Ich habe, ſeit ich hier im Forum bin, noch nie eine ſo heftige Diskuſſion erlebt. Da wurden geradezu „Grabenkämpfe“ geführt. Stellenweiſe war es hart an der Grenze zur perſönlichen Beleidigung. (Ein Forenmitglied wollte gar keine Benachrichtigung mehr zum Thema haben.)


    Kontroverſe Meinungen machen eine Diskuſſion erſt richtig ſpannend, aber eine Streitkultur ſollte man trotzdem wahren!


    Ich möchte hier natürlich nicht den Moderator ſpielen – das ſteht mir nicht zu!!!

    2 Mal editiert, zuletzt von mingo28 ()

  • Rufe nach einem Moderator müssen hier auch nicht laut werden, der klügere gibt nach und deabonniert. Es war hier weniger die Frage nach dem Für und Wider von Frakturschrift auf Geldscheinen, die nur ganz zu Anfang mal objektiv diskutiert wurde, sondern vielmehr die Frage nach einer aggressiven politischen Programmatik, die der Threadsteller mit Verschwörungstheorien und allem Drum und Dran dahinter entwickelt hat. Wenn das darin ausartet, das anderen Nutzern pauschale selbstreferentielle Urteile und Motive unterstellt werden und jede Möglichkeit auf eine konstruktive Diskussion von vorherein abgewehrt oder gedreht wird, wirkt das auf mich nicht nur unseriös, sondern geradezu lächerlich.

    Wenn man argumentiert, Europa wolle Deutschland durch seine Geldscheine abschaffen und dahinter stecken die weltbürgerlichen Machteliten (das Großkapital, die Illuminaten und die Juden fehlen noch), dann hat das für mich kaum noch etwas mit Frakturschrift zu tun. Oder irre ich mich da? Mit so einem Hintergrundrauschen macht Diskutieren ebensowenig Spaß wie mit ständigen Spannungen, Streitereien und unhöflichen Wortwechseln.


    Das ist übrigens auch Sinn und Zweck einer freiheitlichen und offenen Gesellschaft, das jeder es aushalten muss, wenn jemand anders nicht von seinen Argumenten und Ansichten überzeugt ist.

  • Zitat

    und dahinter stecken die weltbürgerlichen Machteliten (das Großkapital, die Illuminaten und die Juden fehlen noch),

    Das ist einfach eine Unterstellung, auf Grund von falscher Indoktrinierung entstanden. Ich sage "A" und unterstellt wird mir, ich hätte das ganze Alphabet aufgezählt. So geht es nicht!


    Nochmal: Kohl war Bilderberger, das ist Tatsache. Damit habe ich rein gar nichts gegen irgendwelche Logen gesagt oder unterstellt. Daß aber einige Logen von einem Einheitsstaat "Europa" mit einem "Mister Europa" als Regierungschef träumten, das ist auch bekannt.


    Daß wir Deutschen ein gestörtes Nationalgefühl haben, ist gleichfalls Tatsache und sieht man auch daran, daß unsere Schrift fehlt (wo alle andern Schriften berücksichtigt wurden) oder unser Staatsname auf den Münzen. Das ist Tatsache und kann jeder selbst nachsehen.


    Mein Vorschlag war nun, daß wir das ändern und uns dafür einsetzen, daß die EZB unsere Schrift auf den Scheinen zukünftig auch berücksichtigt. Ich war so naiv zu glauben, daß sich in einem Forum für die Frakturschriften dafür Unterstützer finden würden. Stattdessen gibt es hier offenbar Angsthasen, die sich nichts trauen. Darob bin ich tatsächlich enttäuscht, und daß man sich dann auch teilweise von den Aufklebern des Bundes für Deutsche Schrift distanziert, ist eine weitere Enttäuschung. Ich sehe keinen Grund, nicht jeden dieser Aufkleber auch heute noch zu benutzen.


    Ich erwarte eigentlich, daß man sich hier im Frakturschriften-Forum konsequent und unmißverständlich zur Deutschen Schrift bekennt und für die Beibehaltung dieser Schrift als Verkehrsschrift (neben der Lateinschrift) eintritt. Und sich nicht in die Hose macht und sagt: "Oh, das ist ja ,Deutsch', damit will ich nichts zu tun haben" - Man braucht unsere Deutsche Schrift auch nicht in politisch korrektem vorauseilendem Gehorsam in "Kurrentschrift" umzubenennen, denn "Kurrentschrift" bedeutet ja nur "laufende" Schrift, also "Schreibschrift" - und auch die geschriebene Antiqua ist danach eine "Kurrentschrift". Wenn man also "Deutsche Schreibschrift" meint, sollte man das auch sagen oder man sagt "Deutsche Kurrentschrift", das wäre richtig. Nebenbei: Ich als Nicht-Österreicher denke bei "Kurrent" immer an "die Kuh rennt (um See rum)" - ein Wortspiel aus der Schulzeit.

  • Stattdessen gibt es hier offenbar Angsthasen, die sich nichts trauen.

    Und das ist keine Unterstellung?

    Man braucht unsere Deutsche Schrift auch nicht in politisch korrektem vorauseilendem Gehorsam in "Kurrentschrift" umzubenennen, denn "Kurrentschrift" bedeutet ja nur "laufende" Schrift, also "Schreibschrift" - und auch die geschriebene Antiqua ist danach eine "Kurrentschrift".

    Endlich mal ein Fakt!


    Ich erwarte eigentlich, daß man sich hier im Frakturschriften-Forum konsequent und unmißverständlich zur Deutschen Schrift bekennt und für die Beibehaltung dieser Schrift als Verkehrsschrift (neben der Lateinschrift) eintritt.

    Ich will das aber nicht. Für mich ist Freude am Lesen und Schreiben zunächst mal meine eigene Freude und zudem eine stille und unpolitische. Ich muss nicht mit systemkritischen Aufrufen um mich werfen und eine quasi-religiöse Glaubensform daraus machen, nur weil mir eine Schrift auf einem Geldschein nicht passt.



    Edith: Liebe Moderatoren, warum bekomme ich eigentlich ständig neue Benachrichtigungen von Threads, die ich schon lange deabonniert habe? Gibt es dagegen irgendeine Einstellung?

  • Zitat

    Edith: Liebe Moderatoren, warum bekomme ich eigentlich ständig neue Benachrichtigungen von Threads, die ich schon lange deabonniert habe? Gibt es dagegen irgendeine Einstellung?

    Vielleicht war das "Deabonnieren", das Sie angeblich wollten, nur vorgeschoben, weil Sie kein Argument mehr hatten. Und in Wahrheit scheinen Sie gar nicht deabonniert zu haben.

    Kam mir gleich merkwürdig vor, daß Sie das öffntlich im Thema fragten, statt per PM an den Administrator. Gut, daß wir das nun wissen.