Fortführung von Werken in Frakturschrift bis in die Nachkriegszeit

  • Der Beitrag hinsichtlich der Umstellung auf Antiqua-Schrift für den Duden (siehe die Rubrik Kurrentschrift) und kann nicht etwa für alle Lexika u.ä gelten.


    Tatsächlich gibt es bedeutende Werke, die anscheinend unverändert in der Nachkriegszeit in Frakturschrift weitergeführt wurden.


    Es handelt sich dabei um grundlegende Werke in den dogmatischen Wissenschaften Theologie und Rechtswissenschaft.



    So erscheinen die vielen Kommentarbände der Serie "Das Neue Testament Deutsch" noch bis Ende der 60er Jähre in Frakturschrift. In meiner Bibliothek befindet sich ein Band aus dieser Reihe "Die Apostelgeschichte" in Fraktur noch aus dem Jahre 1968. Ein Beispielsbild ist in der Anlage beigefügt.


    Der umfangreichste Kommentar im Zivilrecht, der "Staudinger", wurde sogar bis in die 70er Jahre in Fraktur fortgeführt. Gegenwärtig wird auf ZVAB ein Band dieser Kommentierung in Frakturschrift aus dem Jahre 1975 angeboten.


    Ich gehe davon aus, daß nach der Umstellung auf Frakturschrift diese beiden Werke in der Kriegszeit überhaupt nicht neugedruckt worden sind, so daß in der Nachkriegszeit ohne Probleme die Werke in neuer Auflage wieder in Frakturschrift erscheinen konnten.