• Kennt sich jemand in der Geschichte von Meissen (bei Dresden) gut genug aus, um eine derartige s-Stellung erklären zu können? Oder gibt es dafür eine allgemeine Erklärung?


    Bild von der Postsäule in Moritzburg 1730.

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  • Ja, die Meisa scheint eine gute Erklärung. Daß sich jemand darauf bezogen hat. Aber warum 1730, da war Meißen schon lange "verdeutscht".


    Unter der Suche Meisa hab ich bei Wiki für den Ortsteil Niedermeisa dann Das gefunden, was darauf hindeutet, daß zu diesem Zeitpunkt schon lange die Doppel- Lang-S oder ß- Variante in Gebrauch war.


    Der Ortsname hängt zusammen mit der Lage im unteren Bereich des Tals der Meisa, kurz vor deren Mündung in die Elbe. Eine Urkunde erwähnt diesen Bach bereits 1150 als „rivulus qui dicitur Misne“. Im Jahre 1392 wurde eine Örtlichkeit „yn der Mysen“ genannt. Im 15. Jahrhundert heißt das Dörfchen dann „Mittil Missen“ bzw. es ist von einem Ort „in der Mitteln Meissen“ die Rede. Erst im 16. Jahrhundert lautet der Name dann „Nidermeißen“ bzw. „Nider Meißa“. Im Jahr 1791 ist die Schreibweise „Nieder Meißa“ in Gebrauch.


    Es bleibt ein Rätsel.

    Vielen Dank