berufliche Stellung unlesbar?

  • Hallo.


    Die anhängende Urkunde ist eigentlich gut geschrieben, aber bei der beruflichen Stellung der Wirtschafterin (6b) muss ich passen. Kann jemand helfen?




    Danke vorab!

  • Hm, da stehen aber deutlich mehr Buchstaben als in "wie vor". Es müsste eher sowas sein wie "awie vhor", was aber keinen Sinn ergibt, und außerdem dürfte der letzte Buchstabe eher ein "d" sein.


    Was haltet Ihr von dieser Idee:


    Dieser Erfassungsbogen wurde wahrscheinlich nachträglich korrigiert, das kann man an mehreren Stellen sehen:


    Bei Frage 9 und 10 z.B. hat der Erfasser das Zutreffende unterstrichen, aber sonst nichts hingeschrieben. Deshalb wurde später bei der Kontrolle dieses seltsame Korrekturzeichen angebracht, das wie ein großes G aussieht, und jemand hat (sehr schludrig) "deutsch" dazugeschrieben. Das Versäumnis des Erfassers war unproblematisch, man konnte ja erkennen, was gemeint war.


    Bei Frage 6b dagegen könnte folgendes passiert sein:

    Der Erfasser hat "Dienstverhältniß" unterstrichen, aber versäumt, den Arbeitgeber zu nennen. Die Frage ist also nur halb beantwortet. Später, bei der Kontrolle wurde dann entschieden, diese "halbe" Antwort besser ganz wegzulassen, und man hat links das Korrekturzeichen "d" angebracht (deleatur = ist zu löschen). Und rechts hat jemand den (nur Büro-intern verständlichen) Vermerk hingeschrieben:

    "ø zur Meld." (soll nicht zur Meldung genommen werden.)

    Die Handschrift ist sehr komprimiert, die Ober- und Unterlängen sind kaum wahrzunehmen.


    Aber vielleicht sehe ich mal wieder den Wald vor lauter Bäumen nicht, und es gibt eine viel überzeugendere Lösung, daher:

    Bitte weitergrübeln!

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  • "wie vor" wäre absolut plausibel, da stimme ich Dir zu, aber es kommt halt leider nicht hin.


    Meinst Du es so?


    Die Buchstaben w, v, r können da meiner Meinung nach nicht hineingelesen werden.



    Hier ist das, was ich zu lesen meine:


  • Es bleibt schwierig. Und fettes Dankeschön an alle, die sich ihren Kopf bisher zerbrochen haben.


    Ich persönlich tendiere eher zum "wie vor." Der Abkürzungspunkt ist da und sollte nicht unterschlagen werden. "v" und "w" können bei schludriger Handschrift schon mal sehr merkwürdig aussehen. Beim "Ø zur Meld." erkenne ich fast keines der Zeichen zu den zugeordneten Buchstaben.


    Ich denke aber auch, dass es sich um eine nachträgliche Bearbeitung bei der Auswertung des Bogens handelt. Der Unterschied zu den anderen Kurrentschriftwörtern (wie z.B. "Wirtschafterin") ist zu groß. Das große "D" am linken Rand halte nicht für ein Löschzeichen, sondern für eine schnell lesbare Kennzeichnung für "Dienstpersonal".

    Einen wesentlichen Beitrag zur Familiengeschichte wird die Auflösung sicher nicht bringen - vor allem nicht, wenn es die nachträgliche Bearbeitung bei der Auswertung ist.


    Mehr Klarheit könnte man vermutlich nur bekommen, wenn man mehr Zählkarten aus dem gleichen Ort bekommt. Die hat dann vermutlich der gleiche Sachbearbeiter in der Hand gehabt, so dass man Vergleichsmöglichkeiten hat.