Inschrift oder Zeichen

  • Hallo Miteinander,

    zunächst erstmal muß ich sagen, weiß ich nicht wirklich, ob meine Frage in dieses Forum paßt. Falls nicht - dann könntefrakturschriften.de/index.php?attachment/1546/ ein Administrator dies einfach löschen.


    Wenn ich durch ein Dorf oder eine Stadt gehe, schaue ich mir gern die Fasaden an, dabei bin ich auf der Suche nach alten Inschriften oder Sprüchen.

    In einem ostthüringischen Dorf habe ich in einen Bauernhof reingeschaut und fand zunächst an der Mauer und über den Türen übliche Initialen bzw. Jahreszahlen (Bilder 1-2).

    Bis auf eine Tür: Das Zeichen (oder Buchstaben) erinnert an eine Schlange Bilder (4a, 4b). Der Besitzer konnte mir nichts darüber sagen.

    Hat jemand eine Idee, was es bedeutet bzw. was es heißen könnte.

    Jetzt bin ich aber neugierig!

  • Könnte ein S sein, eine Sichel, ein gedrehter Zinken für "Übernachtung willkkommen". Warum bist du nicht mal hineingegangen und hast gefragt?

  • Neugierig wie ich bin, habe ich mit den Besitzern gesprochen. Sie hatten das Gehöft vor ca. 10 Jahren gekauft. Sie hatten jedoch keinerlei Kenntnisse von den Vorbesitzern. Das halbe Dorf war im 18./19. Jhd abgebrannt einschließlich aller kirchlichen Unterlagen.


    Ich könnte mir eine Art Schutzzeichen vorstellen - das Böse soll draußen bleiben.

    Und der Gedanke, daß es ein Willkommensgruß/Übernachtungsmöglichkeit ist, gefällt mir auch.

    2 Mal editiert, zuletzt von mingo28 ()

  • Tja, schade, aber immerhin weckt man mit solchen Nachfragen manchmal das Interesse. Es sieht jedenfalls aus wie ein kleines Wappen. Erbauerinschriften sind bei uns häufig schmuckloser, aber Thüringen ist ja nun mal auch sehr vielfältig, von daher kann man da nichts ausschließen.

    Einmal editiert, zuletzt von Angemeldet ()

  • Vom Staatsbetrieb Sachſenforſt aus dem Freiſtaat Sachſen habe ich eine Broſchüre über „Steinkreuze, Forſtgrenzſteine und andere kulturhiſtoriſche Sachzeugen“ erworben. Darin ſind u.a. ſchöne Beiſpiele zu Schrifttafeln, Wegeſäulen und Felſinſchriften in der Sächſiſchen Schweiz vertreten. Und ſchließlich, für mich intereſſant, wurden drei Beiſpiele von Hausmarken vorgeſtellt, denn ſo bezeichnet man den architektoniſchen Schmuck an Türbogen oder Häuſern. Zitat: Man verſteht darunter Berufs- oder Handwerkszeichen, mit denen der Hausherr seine Tätigkeit kundtat. Mitunter hat ein ſolcher Schmuck auch einen religiöſen Hintergrund.“


    Die wikipedia bezeichnet die Hausmarke auch als Hauszeichen oder Handgemal, die ein Eigentumszeichen, ſpäter Sippenzeichen, das außen an Haus, Gebäuden und Gegenständen angebracht ist. Urſprünglich handelt es ſich um Steinmetzzeichen verwandte einfache graphische Ritzſymbole. Hausmarken ſind wegen der fehlenden Tingierung (Farbgebung der Wappen) keine Wappen, können aber in Wappen verwendete Figuren und Symbole ſein.


    (Ich will aber nicht den ganzen Eintrag hier widergeben.)


    Hier finde ich völlig neue Denkanſätze. Ich halte Euch auf den Laufenden.